Hermann Heisig

STRTCH

In der Übertragung akustischer Phänomene wie etwa Widerhall und Amplifikation auf den Körper, thematisiert STRTCH menschliche Intention und deren Verfremdung.

Drei Performer übernehmen, verändern, verstärken und interpretieren in sich verändernden Zeitabständen die Bewegungen der jeweils anderen. Durch diese Art der "Komplettierung", Anpassung oder auch Verballhornung verformen sie permanent die Textur von Gesten und sozialen Situationen, ihren Anfang, ihre Dauer, ihr Ende. Insofern zeigt STRTCH Prozesse von Transformation und Veränderung als einen Akt der Kommunikation und gegenseitigen Interpretation. Aus der Musik entlehnte Begriffe wie looping, Feedback oder scratching werden dabei zu Werkzeugen zur Weitergabe und Verformung physischer und sozialer Dynamik. Inwiefern eröffnet die Wiederholung einer Bewegung die Möglichkeit, mit der in der Bewegung vermuteten Logik zu experimentieren und sie in unvermutete Richtungen zu lenken?

In STRTCH setzt Hermann Heisig die mit SLAP/STICK (2013) begonnene Recherche nach dem komischen Potential des Unvorhersehbaren fort und erweitert diese auf eine Gruppe dreier Tänzer. Wurde in SLAP/STICK das absurde Verhältnis eines einzelnen Körpers zum ihn umgebenden Raum zelebriert, so erweitert sich in STRTCH dieses Thema um die Weitergabe und Verformung physischer Dynamik innerhalb einer Gruppe. Ähnlich zu einem Stille-Post-Spiel oder einer Kettenreaktion ist jeder einzelne Tänzer dabei gleichzeitig Empfänger und Absender von performativen Handlungen.

 

Tischgesselschaft NOVEMBER 17

TISCHGESELLSCHAFT im

Anschluss an die Vorstellung

(Das Gespräch war urspünglich für den 18. November angekündigt)


Weitere Informationen zum Künstler / zur Künstlerin

IDEE, CHOREOGRAFIE Hermann Heisig PERFORMANCE Elpida Orfanidou, Tian Rotteveel, Hermann Heisig OUTSIDE, INSIDE EYE May Zarhy MUSIK Tian Rotteveel BÜHNE Jaka Plesec LICHTDESIGN Benjamin Schälike ASSISTENZ Benjamin Coyle PRODUKTIONSLEITUNG Susanne Ogan

 

Eine Produktion von Hermann Heisig in Koproduktion mit Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden und SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Mit freundlicher Unterstützung von Schaubühne Lindenfels Leipzig, Bora Bora Aarhus und Wiesenburg e.V. Berlin. Wir bedanken uns bei unserem Medienpartner taz.die tageszeitung.

 

Foto © André Wunstorf



    

Aufführungen

november 2014
14 15 17 18 
19:30 UHR


ORT
Hochzeitssaal




Suitable for English Speakers















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