Isabelle Schad

Musik (Praticable)

Musik (Praticable) ist eine Arbeit, die nach Wegen sucht, Tanz analog zu Arbeitsweisen und Begrifflichkeiten aus der Musik zu schreiben.
Indem wir Musikterminologie mit Konzepten aus der Physiologie, mit choreografischen Schreibweisen bzw. kompositorischen Elementen im Tanz vergleichen, suchen wir nach Beziehungen zwischen dem Visuellen und Auditiven, zwischen Musikbegriffen und deren Übertragung in
Körper - Sprache.

Körper im Raum wie Landschaften - visuelle Rhythmen //
Ihre auditiven Rhythmen wie Musik - Innenräume, die zu Außenräumen werden //
Die Bewegungen werden zu Linien: Verlängerung der Innenwelt des Körpers in den Raum hinein //
Eine Linie verschwindet und wird Figur, Markierung, Zäsur, oder Note, dann wieder Motiv... //

Die Gruppe ein Ensemble //
Ein Ensemble und darin jeder mit hoher Eigenverantwortlichkeit //
Polyphonie - Vielstimmigkeit: die Linien sind wie Stimmführungen: fragil, linear und rhythmisch geordnet //
Eine Suche nach Balance zwischen Textur und Form, Sehen und Hören, Wahrnehmung und Zustand, Vergessen und Entdecken, Lust am Tanz und Lust an Musik //

Zu Praticable:
Im Mittelpunkt des Projektes Praticable steht das Teilen und der Austausch von Körperpraktiken mit dem Ziel Research, Lernprozesse, Kreation und Produktionsstrukturen in Beziehung zu setzen. Praticable wurde 2005 gegründet und wird derzeit von Frédéric De Carlo, Frédéric Gies, Isabelle Schad und Odile Seitz fortentwickelt.

www.isabelle-schad.net


Isabelle Schad studierte von 1981 bis 1990 klassischen Tanz in Stuttgart, im Anschluss tanzte sie sechs Jahre für verschiedene klassische Kompanien, bevor sie Mitglied von Ultima Vez in Brüssel wurde und mit Choreograf_innen wie Olga Mesa, Angela Guerreiro, Felix Ruckert oder Eszter Salamon arbeitet. Seit 1999 hat sie zahlreiche eigene Projekte in enger Zusammenarbeit mit Choreograf_innen, Performer_innen, Musiker_innen und Visual Artists entwickelt, die in Theatern, Galerien und auf Festivals international gezeigt werden. Sie entwickelte im Rahmen der Good Work-Reihe mit Bruno Pocheron und Ben Anderson verschiedene Projekte und kreierte zuletzt ein Stück in Zusammenarbeit mit Germana Civera und Laurent Goldring (Festival Montpellier Danse) und ein Solo in Zusammenarbeit mit Dalija Acin. Sie leitete das Mentoring Projekt Tanztage Berlin 2007 und erhielt mehrere Auszeichnungen und Stipendien sowie Artist-in-Residence Aufenthalte, u.a. im Podewil Berlin und de Monty Antwerpen. Isabelle Schad ist Teil des Projektes Praticable von Alice Chauchat, Frédéric de Carlo, Frédéric Gies und Odile Seitz. An den Sophiensælen war sie 2007 gemeinsam mit Good Work und ihrer Produktion Still Lives – Berlin zu sehen. 2009 und 2010 haben verschieden Fassungen ihrer Zusammenarbeit mit Laurent Goldring hier Premiere: Unturtled, Unturtled # 2. und Unturtled #3 Mit Musik (Praticable) war Isabelle Schad im Mai 2011 in den Sophiensælen zu Gast.


www.isabelle-schad.net

 



Konzept/Choreografie Isabelle Schad Co-Choreografie, Interpretation Alexander Baczynski-Jenkins, Nancy Banfi, Jorge Gonçalves, Hanna Hedman, Nina Kurtela, Clément Layes, Arantxa Martinez, Sarah Menger, Sybille Müller, Eduard Mont de Palol, Ana Rocha, Lola Rubio, Nils Ulber, Marysia Zimpel Licht, Ton, künstlerische Assistenz Bruno Pocheron Software-entwicklung Olivier Heinry Beratung Frédéric Gies, Odile Seitz Assistenz Stefanie Knobel Produktion Susanne Beyer Musik J.S. Bach, Susanne Brian, Die Wiesenbienen

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung von und in Kooperation mit fabrik Potsdam, GDA ? Gestão dos direitos dos artistas (Residency Support), Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin, Tanzfabrik Berlin e.V. und Uferstudios. Eine Koproduktion von Isabelle Schad, Mezzanine und sophiensæle.


Foto © Bruno Pocheron

Aufführungen

mai 2011
02 03 04 
20:30 UHR


ORT
Festsaal
















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