Naoko Tanaka

Die Scheinwerferin

Was ist der Schein? Die äußere Erscheinung, bestehend aus Schminke, Farbe, Licht und Schatten... eine vergängliche, „leere“ Oberfläche, eine Schnittstelle von Informationen über die Menschen einander wahrnehmen, sich erkennen und sich manchmal sogar ineinander verlieben. Auf einer imaginären „Reise“ projiziert Naoko Tanaka den Schein ihrer persönlichen Geschichte einer Essstörung in den Raum. Auf dem Esstisch liegt eine Puppe, die genauso aussieht wie sie. Naoko Tanaka bereist den kleinen Körper mit einer Taschenlampe, macht das kleine Licht zum Akteur. So entstehen faszinierende Imaginationen, tauchen Bilder von unterdrückten Erinnerungen auf, ein Wald, der unter einem Esstisch wuchert, eine gigantische „Scheinwelt“ in der auch die ganz individuellen Assoziationen der Zuschauer Platz finden. Naoko Tanaka kehrt die Subjektivität der Wahrnehmung radikal nach außen und erforscht die experimentellen künstlerischen Möglichkeiten der Bewegung in der Bühnenkunst.

 

Trailer

 

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NAOKO TANAKA studierte Malerei und Bildhauerei an der Universität der Künste in Tokio und kam 1999 als Stipendiatin der Kunstakademie Düsseldorf nach Deutschland, wo sie mit der Performance- und später Tanzszene in Berührung kam. Ihre Arbeiten wurden u. a. 2004 auf der Kunstfilm Biennale im Kölner Museum Ludwig und im Rahmen des Emprise Art Award im Düsseldorfer Forum NRW, sowie im Museum Baden in Solingen ausgestellt. Seit der Gründung des Künstlerkollektivs Ludica. mit dem Choreografen Morgan Nardi im Jahr 2001 entwickelt sie Bühnenperformances und Tanz-Installationen, in denen Choreografie und Visuelle Kunst eine enge Verbindung eingehen. Ludica. wurde mit seiner Produktion The corner zur Tanzplattform Deutschland 2010 eingeladen. Für die Produktion Die Scheinwerferin erhielt Naoko Tanaka 2012 den Prix Jardin d'Europe in Wien. Diese wurde auch an den Sophiensælen gezeigt, wo im selben Jahr Absolute Helligkeit (2012) Premiere feierte. 2015 wurde ihr Projekt Unverinnerlicht (2015) uraufgeführt und 2017 die dreiteilige Schattentrilogie (2017).

 

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KONZEPT, BILDGESTALTUNG, TONGESTALTUNG, PERFORMANCE Naoko Tanaka DRAMATURGISCHE MITARBEIT Mariko Harigai

 

Eine Produktion von Naoko Tanaka und Christine Peterges in Koproduktion mit TANZTAGE BERLIN 2011 / SOPHIENSÆLE. Mit freundlicher Unterstützung von PACT Zollverein Essen, POLA Art Foundation und Japan Foundation. Wir bedanken uns bei unserem Medienpartner taz.die tageszeitung.

 

Foto © Wiebke Rompel



Aufführungen

2012
april
27 28 
19:30 UHR

27 28 
21:00 UHR


ORT
Hochzeitssaal
















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