KÜNSTLER/INNEN + GRUPPEN

400asa

Das Kollektiv 400asa zählt im deutschsprachigen Raum zu den wichtigsten politischen TheatermacherInnen und erfindet in seinen Projekten immer wieder neue theatrale Formen. Für das Projekt Der Sumpf. Europa Stunde Null, das 2010 in den Sophiensælen uraufgeführt wurde, gründeten die Autorin Claudia Basrawi, der Musiker Ted Gaier und der Regisseur Samuel Schwarz die Spin-Off-Gruppe 400asa Sektion Nord. Mit 400asa Sektion Nord führten sie 2012 Flow/Wasser in den Sophiensælen auf.

 

www.400asa.com

Ana Rocha / Cecilie Ullerup Schmidt / Louise Ahl

Ana Rocha arbeitete in  unterschiedlichen Zusammenhängen in Portugal und anderswo, z. B. beim  Alkantara Festival oder in den Uferstudios Berlin. Sie arbeitet als freischaffende Performerin und Choreografin, in Produktionen der Darstellenden Künste, aber auch den Visual Arts und der Kunstgeschichte. Sie trainierte diverse Bewegungs-/Körper-/Bewusstseins-Techniken bei Open Season (Jorge Gonçalves), Musik (Isabelle Schad). Co-Regie bei Mezzanine (portugiesische Struktur für darstellende Künste).

 

Die schwedische Choreografin und Darstellerin Louise Ahl hat eine Ausbildung und professionelle Erfahrung im Theater. Sie hat 2010 am Dartington College of Arts mit einem BA in Choreografie abgeschlossen und ein Jahr als Ausstauschstudentin an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin verbracht. Ihre Forschung bezieht sich hauptsächlich auf die Anwendung philosophischer Theorie auf den Tanz und das Open-Source-Konzept als choreografisches Instrument.

 

Cecilie Ullerup Schmidt ist eine in Dänemark geborene Performancekünstlerin. Sie studierte Literaturwissenschaften in Kopenhagen und Angewandte Theaterwissenschaft (ATW) in Gießen. Ihre Arbeiten fanden in Konstellationen mit Monster Truck, Boris Nikitin, deufert+plischke und Chuck Morris statt.

 

Andreas Kern vs. Paul Cibis

ANDREAS KERN wurde in Johannesburg, Südafrika geboren und studierte Klavier in Köln und Berlin bei Günter Ludwig und Pascal Devoyon. Seine Tätigkeit als Konzertpianist führte ihn bisher als Solist und Kammermusikpartner durch Europa, Asien, Kanada und Afrika. Neben verschiedenen Meisterkursen, Jurymitgliedschaften und Lehrtätigkeiten im In- und Ausland, beschäftigte sich Andreas Kern schon während seiner Studienzeit intensiv mit der Idee, klassische Musik einem neuen, jüngeren Publikum zeitgemäß zu präsentieren. Er entwickelt neue Konzertformate, durch die er die Klassik an neuen Orten erfolgreich präsentiert und somit seinem Publikum neue Hörwelten eröffnet. Dabei setzte er sich gerne mit anderen Kunstrichtungen wie Schauspiel, der bildenden Kunst und dem zeitgenössischen Tanz auseinander. Für den TV Sender Arte kreierte er die erfolgreiche und für den Grimme Preis nominierte Fernsehsendung arte lounge. Als Co-Moderator und Pianist der Sendung musiziert er regelmäßig in einem Berliner Club mit MusikerInnen wie Mischa Maisky, Renaud Capucon, Sol Gabetta, Sarah Chang, Vadim Repin, Nils Mönkemeyer, Elina Garanca, Jörg Widmann und vielen anderen. Sein Berliner Festivalbeitrag war die Piano City 2010, bei der die Stadt an einem Wochenende mit 100 Klavierkonzerten in Musik getaucht wurde. Piano City wird mittlerweile in anderen Städten fortgesetzt wie Mailand oder Barcelona.

 

PAUL CIBIS Seit seinen Studien in Hannover, Berlin und London hat sich Paul Cibis international etabliert. Als regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals hat er bereits auf allen fünf Kontinenten konzertiert, so unter anderem in Deutschland, England, Südafrika, Hongkong, China, Taiwan, Australien und Neuseeland. Dabei spielte er für zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen für den WDR, 3Sat, ORB, HR, BBC, RTHK und CCTV. Unter seinen bisherigen CD-Einspielungen befindet sich ein Album mit französischen Liedern und Klavierstücken von Berlioz, Fauré und Debussy, aufgenommen mit der deutschen Sängerin Barbara Senator, und ein Album mit Klavierstücken des taiwanesischen Komponisten Kai-nan Huang. Paul Cibis unterrichtete einige Jahre lang am Trinity College of Music in London, und nimmt sich immer wieder Zeit für Meisterkurse und Workshops in Deutschland, China, Hongkong, Taiwan und Südkorea.

Boyan Manchev

BOYAN MANCHEV ist Philosoph und Professor an der New Bulgarian University und dem Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin sowie ehemaliger Vizepräsident des Collège International de Philosophie in Paris. Seine Forschung im Bereich der Ontologie, Kunstphilosophie und politischen Philosophie entwirft die Perspektive eines radikalen Materialismus. Seine jüngsten Veröffentlichungen umfassen u.a. Logic of the Political (Sofia, 2012), Miracolo (Mailand, 2011), L’altération du monde: Pour une esthétique radicale (Paris, 2009), La Métamorphose et l'Instant – Désorganisation de la vie (Paris, 2009). Manchev hat sich als Theoretiker, Dramaturg oder Performer auch an Projekten im Bereich Theater und zeitgenössischer Tanz beteiligt, darunter Tim Etchells und Adrian Heathfields The Frequently Asked, Boris Charmatzs expo zero, der Poster session Movement beim Festival d’Avignon sowie Ani Vasevas Frankenstein, A Dying Play und S.

 

FRANZ ANTON CRAMER ist Tanzwissenschaftler, Philologe und Publizist. 2007 bis 2013 Fellow am Collège international de philosophie in Paris für ein Forschungsvorhaben über „Tanz und Krise“, seit 2008 Gastprofessur am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin. 2009 Gründung des e-Journals MAP – Media I Archive I Performance (www.perfomap.de, gemeinsam mit Barbara Büscher). 2011 Villa Kamogawa-Stipendiat des Goethe-Instituts. Veröffentlichungen u. a. In aller Freiheit. Tanzkultur in Frankreich zwischen 1930 und 1950 (2008), www.digitaler-atlas-tanz.de (2011, gemeinsam mit Marguerite Joly, Tanzplan Deutschland und Akademie der Künste, Berlin), Warfare over Realism. Tanztheater in East Germany, 1966 – 1989 (New German Dance Studies, Susan Manning & Lucia Ruprecht, eds., 2012).

bösediva

bösediva arbeitet an einer Maschine, die Theater in bildende Kunst verwandelt. Die Spannung zwischen den romantischen Impulsen theatraler und literarischer Narrative und der ideologiefreien Reinheit des Kunstobjektes ist ein wichtiger Gegenstand der Recherche. Andere Gegenstände sind die verschwimmenden Grenzen zwischen den Geschlechtern, der weiblichen und männlichen Körper und ihrer Darstellung. bösediva arbeitet mit den Mitteln der Performance, der Video- und Klanginstallation, arbeitet postvirtuos und in der Tradition des romantischen Dekonstruktivismus. bösediva sind Robin Detje und Elisa Duca. Sie arbeiten mit dem Musiker Jochen Arbeit („Einstürzende
Neubauten“) und den Videokünstlern Chris Kondek und Rebecca Salvadori zusammen.
Bisherige Produktionen: Lou Blue (2009), Godzilla fühlt sich frei (2010) Fr. Monster (2010), Schönheitsmaschine (2012).

Chris Scherer

Chris Scherer stammt aus Australien, lebt und arbeitet aber als genreübergreifender Performer in Berlin. Seinen Bachelor in Dance Performance und ein Advanced Diploma in Schauspiel der ACArts machte er in Adelaide. Er hat Arbeiten in verschiedenen Medien vorgestellt, wobei seine Filmarbeiten bei Festivals in Australien, Europa, Asien und Amerika gezeigt worden sind. Chris arbeitet als freischaffender Künstler in Europa und Australien.

Christian von Borries

Christian von Borries kreiert in Kooperation mit den sophiensælen seit Jahren eine beständige Weiterentwicklung seiner Konzepte MUSIKMISSBRAUCH und PSYCHOGEOGRAPHIE. Von Borries verweigert sich den Abläufen des konservativen Musikgeschehens und politisiert, indem er musikalische Strukturen und traditionelle Aufführungsbedingungen aufbricht. "Debussy remixed", "Schubert musikalisch reinstalliert" - Musik wird nicht als ihre Partitur verstanden, von Borries' Instrumentalisierung ist ihr "Missbrauch". Symphonische Musik wird "outgesourct". Statt vor der Bühne oder dem Orchestergraben finden sich die Zuhörer in ebenso spektakulären wie umstrittenen Räumen, dem entkernten Palast der Republik beispielsweise oder der Cargo-Lifter-Halle in Brandenburg. Musik wird bei Christian von Borries zum konkreten Stoff politischer Räume.
www.masseundmacht.com

Clemens Krauss

CLEMENS KRAUSS, 1979 in Graz geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Er präsentierte seine Arbeiten zwischen Performance und Malerei in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen und realisierte ortsspezifische Installationen sowohl in institutionellen als auch in kommerziellen Ausstellungsräumen. Zu seinen jüngsten Einzelpräsentationen zählen Transference Room im Kulturhuset (Stockholm), Large Self-Portrait in der Art Gallery of New South Wales (Sydney), Aufwachen im Haus am Waldsee (Berlin), Aufwand – Display im MAM Museo de Arte Moderna (Rio de Janeiro) und Chromosomes in der Berlinischen Galerie.

Clemens Schick

Clemens Schick wurde 1972 geboren. Er studierte an der Berliner Schule für Schauspiel und erhielt u.a. Engagements am Staatsschauspiel Dresden, am Schauspiel Frankfurt, dem Schauspielhaus Wien, der Schaubühne Berlin, den sophiensælen, auf Kampnagel, am Renaissance Theater, am Staatstheater Stuttgart, dem Schauspielhaus Zürich und dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Neben seiner Theaterarbeit dreht er für Film und Fernsehen, so spielte er u.a. den Handlager des Schurken im ersten James Bond mit Daniel Craig. Von 2002 bis 2006 gehört er zum Ensemble des schauspielhannover. Sein Stück „Windows“ läuft seit 2008 mit großem Erfolg und zahlreichen Wiederaufnahmen an den sophiensælen.
www.clemensschick.com

Clément Layes

Clément Layes attended the professional circus school of Lyon, studied art and philosophy. He studied dance at the Conservatoire National de Région and the Conservatoire National Superieur de Musique et de Danse de Lyon. He worked among others with Boris Charmatz, Odile Duboc and Yval Pick. In 2003 he started his choreographic research in the collective ALS (as, comme). Since 2008 he works in Berlin and, together with Jasna Vinovrški he funded the company Public in Private.

He develops a method of work that confronts choreography, visual arts and conceptual thinking in a research around daily life objects. This research has led to his solo-work „Allege“ premiered at Sophiensæle Berlin in 2010 and presented at festivals and venues across Europe. He was awarded by the jury of the 38th Infant Festival (Novi Sad, Serbia), and received a prize in "Jardin d’Europe" 2011. Recent visibility of the method includes "To Allege" (2011) and he is currently working on a duett entitled "The green chair". The upcoming project "Um-Dinge – Things that surround us" will premiere in 2012 in Sophiensæle Berlin.

 

www.publicinprivate.com

 

 

 

Club Real

Club Real ist eine österreichische KünstlerInnengruppe, die seit 2000 in Berlin arbeitet. Club Real experimentiert mit Berührungspunkten zwischen Kunst und kulturellen Praktiken wie z.B. Sport, Totenkult und Arbeitswelt. Die Projekte werden für spezielle Orte entwickelt und beinhalten Nutzungsmöglichkeiten und Erzählungen, die ein erweitertes Verständnis der Realität des Ortes anstreben. Präsentationsformen und Arbeitstechniken werden dementsprechend jedesmal neu ausgewählt, kombiniert und erfunden. Die Spannung zwischen der künstlerischen Form und der jeweiligen Alltagswelt wird im Ereignis selbst zur Darstellung gebracht. Für das jüngste Projekt „Die Eiserne Kirche“ baute Club Real im Dezember 2008, im Rahmen des Festivals „Dein Wort in Gottes Ohr“ von ausland und sophiensæle, eine Kirche in den Hof der sophiensæle.

Colette Sadler

Colette Sadler wurde 1974 in Glasgow geboren. Sie studierte zunächst klassisches Ballett und im Anschluss einen BA (hons) am Laban Centre London. Zwischen 1994-2002 arbeitete Sadler als Tänzerin auf internationaler Ebene. 2002 begann sie, ihre eigenen choreografischen Stücke zu erarbeiten. Zu ihren Tourneestücken zählen: „dDumY another myself” (2006), „The Making of Doubt” (2008) und „Musical” (2009). 2012 zeigte sie in den Sophiensælen ihre Produktion „I not I“. Colette Sadlers nächstes Stück „On order and anarchy“ (AT) wird Anfang 2013 in den Sophiensælen Premiere haben, koproduziert von Dance4 Nottingham und Tramway Glasgow.

 

www.colettesadler.com

 

Cora Frost und Frostlabor

CORA FROST / VAN DONGEN arbeitet von 1981 - 1988 als Tänzerin, Herrendarstellerin, Performance-Künstlerin und Autorin. Während dieser Zeit bewegte sie sich zwischen Nachtclubs und Nationaltheater, inszenierte eigenwillig-schräge Shows in Turnhallen und Nachtclubs. Seit 1978 führen sie ihre Liederabende bundesweit auf Tournee und weltweit auf Gastspielreisen u. a. nach Sao Paulo, ins Opernhaus von Manaus (Brasilien), nach Paris, Amsterdam, Barcelona, Mexico-City sowie mit Tim Fischer im Duette-Abend durch Syrien, Ägypten und Sudan, als Tänzerin durch Florida, nach Chicago und New York. Als Schauspielerin arbeitete sie u.a. mit Hans Kresnik, Adriana Altaras, Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola und ging mit Das Helmi auf Brasilien-Tournee. Weiter arbeitete sie mit Georgette Dee, der Popette Betancor, dem Obdachlosentheater Ratten o7, Jim Avignon, den Klezmatics, Manuela Riva, Wolfgang Müller, Gianna Nannini, und Marianne Sägebrecht. Der Film Paradiso – 7 Tage mit 7 Frauen, in dem sie neben Hans Zischler und Irm Hermann zu sehen war, erhielt 2000 den Silbernen Bären der Berliner Filmfestspiele für das SchauspielerInnenensemble. Seit 2004 arbeitet Cora Frost neben ihren Tourneen als Singer-Songwriterin verstärkt für das Puppentheater Das Helmi,  als  Performancekünstlerin und fürs Musiktheater. Außerdem war sie jüngst unterwegs mit der „Frostfamilie“ in diversen Shows und als Gastperformerin und Sängerin auf Festivals in Holland und Mexico City.

 

www.corafrost.de

Daniel Kötter + Hannes Seidl

Daniel Kötter und Hannes Seidl arbeiten seit 2008 intensiv zusammen. Gemeinsam haben sie mehrere Bühnenarbeiten („Falsche Arbeit“ 2008, „Falsche Freizeit“ 2010, „Freizeitspektakel“ 2010), installative Arbeiten (versch. Arbeiten im Atelierfrankfurt 2009, „Galerie“ 2010, „Festessen“ 2010 zusammen Mit Kathinka Walter und Friederike Meese, „Treppe“ 2011) und Film („Film für übers Sofa“ 2009, „Anschlussfilm“ 2009) erarbeitet. Ihre Arbeiten wurden auf wichtigen internationalen Festivals gezeigt („Freizeitspektakel“ auf der Biennale di Venezia, Musicadhoy Madrid, Zukunftsmusik Stuttgart, Ultima Oslo sowie beim Warschauer Herbst; „Film für übers Sofa“ u.a. beim Optica Festival 2009, KunstFilmBiennale Köln, Kunstfilmtag Düsseldorf, Bolzano Short Film Festival (best experimental shortfilm), emaf Osnabrück). Fernorchester ist ihre jüngste Arbeit, die im Oktober 2012 das Festival Tonlagen im Festspielhaus Hellerau Dresden eröffnet.

 

www.danielkoetter.de

www.hannesseidl.de

Daniel Ott

DANIEL OTT wurde am 6. September 1960 in Grub (Schweiz) geboren. 1980 machte er sein Klavierdiplom, um anschließend zu unterrichten und mit freien Theatergruppen in den Regionen Basel und Graubünden zusammenzuarbeiten. 1983 bis 1985 studierte er Theater in Paris und London, und 1985 bis 1990 Komposition bei Nicolaus A. Huber an der Folkwang-Hochschule Essen, sowie bei Klaus Huber an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau. 1990 gründete er das Festival „neue musik rümlingen“. Er arbeitet als Pianist, Darsteller und Komponist mit dem Arbeitsschwerpunkt Neues MusikTheater und Landschaftskomposition. Seit 1995 ist er außerdem Lehrbeauftragter und seit 2005 Professor für Komposition und Experimentelles Musiktheater an der Universität der Künste Berlin.

David Marton

David Marton, geboren 1975 in Budapest, studierte von 1994 bis 1999 Klavier an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest und an der Universität der Künste Berlin sowie Dirigieren und Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik „Hanns-Eisler“ in Berlin. Seit 2003 arbeitet er an eigenen Musiktheaterprojekten. An den sophiensælen inszenierte er “Nackt entblößt, sogar” (2004), “Fairy Queen oder Hätte ich Glenn Gould nicht kennen gelernt” (2005, Gastspiele an der Schaubühne am Lehniner Platz und beim Zürcher Theaterspektakel 2006 sowie beim Impulse-Festival 2007) und „Der feurige Engel“ (2006, Gastspiel auf Kampnagel Hamburg). Außerdem zeigte er am Maxim Gorki Theater “Lukullus-Etüde” (im Rahmen von “40 Jahre DDR” 2005) und „Café Vaterland“ (2007) sowie „Wozzeck“ an der Volksbühne Berlin (2007). Daneben arbeitet er als Bühnenmusiker an der Volksbühne („Meistersinger“ u.a.), der Schaubühne am Lehniner Platz und dem Maxim Gorki Theater. Seine letzte Arbeit „DON GIOVANNI. keine Pause“ hatte im April 2008 in den sophiensælen Premiere und ist derzeit auf Tour.

Dennis Deter

Dennis Deter ist als Dramaturg und Performer tätig. Er studierte Philosophie und Neuere Deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin. Zudem arbeitet er mit verschiedenen KünstlerInnen wie Gui Garrido, Begüm Erciyas, dem White Horse Kollektiv zusammen und ist Teil von John The Houseband. Seit 2003 arbeitet er eng mit Anja Müller zusammen. Ihr gemeinsames Interesse gilt fiktiven und realen Körpern im Theater sowie der Adaption von Methoden der Animation, Filmtechnik und Konzerten für die Bühne. Ihr Duett Interpassive Paradise gewann den Jurypreis des 100Grad-Festivals 2011. Die Produktion memor I am, eine Zusammenarbeit von Dennis Deter, Anja Müller und Lea Martini war das Eröffnungsstück bei den Tanztagen 2009. Im April 2012 führte er Frucht und Schrecken in den Sophiensælen auf.


http://www.determueller.com

deufert&plischke

Thomas Plischke und Dr.in Kattrin Deufert arbeiten seit 2003 als Künstlerzwilling deufert +plischke an verschiedenen Theaterprojekten, Dia- und Video-Installationen sowie Text- und Video-Publikationen. Sie unterrichten Komposition und Dramaturgie an der Universität Hamburg sowie an europäischen Kunsthochschulen. Im Jahr 2006 waren sie GastprofessorInnen im Studiengang Performance Studies Hamburg, im Jahr 2008 übernahmen sie die Gastprofessur am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Im Herbst 2007 gründeten sie gemeinsam die „Gemeinschaftspraxis e.V.“. Seit 2001 entstanden die Bühnenstücke "inexhaustible (RW)" (2003), "Sofia Sp – science is fiction" (2004), "As if (it was beautiful)" (2004), „Ich lebe selbst in (diese Stadt)“ (2007), die Trilogie "Directories" (2003-6) sowie „Reportable Portraits“ (2007). An den sophiensælen waren zudem "Anarchiv #1: I am not a zombie" (2009) und "ANARCHIV #2: second hand" (2010) zu sehen.
de-de.facebook.com/people/Deufert-Plischke

Die Rabtaldirndln

Die RABTALDIRNDLN sind ein Theaterkombinat, das sich gemeinsam Themen im Spannungsfeld Stadt und Land sucht. Sie treten grundsätzlich als Formation auf. Gemeinsam sucht sich das Kombinat seine Themen und erzählt diese im Kollektiv. Einzelne Gäste geraten zuweilen in die Truppe, die in den Produktionsstrudel gezogen und wieder ausgespuckt werden. Das Rabtal (mit einem a) gibt es gar nicht. Es ist eine Erfindung. Das Rabtal ist das imaginäre Territorium der aus der Steiermark stammenden Rabtaldirndln. Ländliches Idyll in die Stadt gebracht ist permanenter Gegenstand der Untersuchungen. Ein grausames Spiel mit Illusion und gnadenloser Desillusionierung in der Künstlersubjekt (Rabtaldirndln) und Kunstobjekt verschmelzen. Man kann die Rabtaldirndln nicht verstehen, aber es lohnt sich ein Freund der Rabtaldirndln zu sein.

Außer Bea Dermond, Gudrun Maier, Gerda Strobl, die nach Berlin kommen werden, sind auch Barbara Carli und Rosi Degen Dirndln.

Frédéric Gies

Frédéric Gies lebt und arbeitet in Berlin. Er ist Mitglied des Kollektivs Praticable, arbeitet allein oder gemeinsam mit anderen KünstlerInnen, wie Jefta van Dinther, DD Dorvillier, Isabelle Schad, Alice Chauchat, Manuel Pelmus, Frederic de Carlo, Odile Seitz oder Bruno Pocheron. Im Herbst 2008 hatte die Gruppenfassung von „Dance (Praticable)“ im Festsaal der Sophiensæle Premiere und im Herbst 2009 präsentierte er sein Solo „Album (Praticable)“. Zu seinen letzten Arbeiten zählt „The blanket dance“, das in Kollaboration mit Jefta van Dinthert und DD Dorvillier entstand. An den Sophiensælen zeigte er im Februar 2012 den Tanz als Protestlied mit seiner Arbeit "

Little did I know that I, ere or since, ever should speak mouthless". Als Tänzer arbeitet er auch für andere ChoreografInnen, wie Isabelle Schad, Petra Sabisch oder Antonija Livingstone. Er lehrt regelmäßig am SNDO in Amsterdam und am HZT Berlin. Gemeinsam mit Jefta van Dinther hat er eine Stelle als Senior Lecturer sowie die künstlerische Leitung des Masterprogramms Choreografie an der DOCH inne, der Universität für Tanz und Zirkus in Stockholm.

Gesine Danckwart

Gesine Danckwart, geboren 1969 in Elmshorn und aufgewachsen auf dem Land bei Lübeck, arbeitete in verschiedenen Funktionen an Theatern in Wien, Mülheim und Berlin. Neben dem Studium der Theaterwissenschaft gründete sie eine Spielstätte für freies Theater in Berlin Moabit, hier entstanden Performance-Regiearbeiten und interdisziplinäre Projekte. Gesine Danckwart lebt und arbeitet als Theatermacherin und Autorin in Berlin. Ihre Stücke werden im In- und Ausland gespielt, als Hörspiele produziert und sind in mehr als 15 Sprachen übersetzt. Als letzte Projekte realisierte sie in Berlin „Kater in Hotels“ in den sophiensælen (2003), die Videoinstallation „Goldstaub“ im Palast der Republik (2005), „Soll:Bruchstelle“ im HAU (2005), „Und morgen steh ich auf“ am Maxim Gorki Theater (2006). 2007 entstand der Film „Umdeinleben“ und ein Projekt zwischen Berlin und Suzhou/China – „Ping Tan Tales“, das 2008 in den sophiensælen Premiere hatte. 2009 entstand das vielbeachtete Stück „Auto“ im HAU.

Giesche X Hermsdorf

In seinen Arbeiten sucht ALEXANDER-MAXIMILIAN GIESCHE immer wieder die Nähe zur bildenden Kunst. Seine Performance-Installationen (u.a. RECORD OF TIME, DREI) wurden in Deutschland sowie auf internationalen Festivals gezeigt. Seit 2011 nimmt Giesche am DasArts Masterprogramm in Amsterdam teil und ist 2012-2014 Artist in Residence am Theater Bremen. LINA HERMSDORF lebt und arbeitet in London und Frankfurt am Main. Sie studierte am Institut für angewandte Theaterwissenschaften in Gießen und setzt gegenwärtig ihr Studium an der Städelschule fort. Ihre letzte Produktion WHILE YOU WAIT FOR IT, bei der sie mit ihrer fünfzehn Jahre jüngeren Schwester zusammen arbeitete, wurde u.a. im Rahmen der Ausstellung „Neue Welten“ in Offenbach gezeigt. GIESCHE X HERMSDORF trafen sich während ihres Studiums am Institut für angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und wohnten vier Jahre gemeinsam in der Südanlage 9. BLACK OR WHITE ist ihre erste Kooperation.

Gintersdorfer / Klaßen

Seit 2005 arbeiten die Theaterregisseurin Monika Gintersdorfer und der bildende Künstler Knut Klaßen zusammen. Mit einem deutsch-afrikanischen Darstellerteam verwirklichen sie Produktionen an freien Spielstätten und Theatern, Galerien und Museen, sowie im öffentlichen Raum im Bereich Theater, Tanz und Performance. Mit „Othello c’est qui“ gewannen sie 2009 den Preis des Festivals Impulse. 2010 erhielten sie den George Tabori Förderpreis und wurden zur Tanzkompanie des Jahres gewählt. Mit ihren Arbeiten wurden sie 2009 zum Impulse Festival, zur Tanzplattform Nürnberg und zum Zürcher Theaterspektakel, sowie 2010 zum Berliner Theatertreffen und den Wiener Festwochen eingeladen. Neben ihren Bühnenformaten kuratieren sie gemeinsam auch Ausstellungen, etwa im Kunsthaus Dresden oder in der Düsseldorfer Galerie Thomas Flor. 2010 produzierten sie die CD "Rue Princesse" unter anderem mit "Totaler Spinner" (Carsten "Erobique" Meyer, Jacques Palminger, Elvis Seconde, Shaggy Sharoof, veröffentlicht durch "Staatsakt") und "Love bites Abidjan" (Bebi Philipe, Gadoukou la Star, Melissa Logan (Girl Monster, Chicks on Speed), Nadine Jessen), sowie „Hell before Hell“ (SKelly, Melissa Logan, Ted Gaier, Champy Kilo) und „Fashion“. Im März 2011 präsentierten sie an den Sophiensælen ihre neueste Reihe "Desistieren".


www.gintersdorferklassen.org

God's Entertainment (Wien)

Das junge Wiener Performance-Kollektiv God‘s Entertainment macht seit mehreren Jahren mit politisch und sozial aufgeladenen Performances und Aktionen von sich reden. Mit ihren radikalen Ansätzen suchen sie nach neuen spannungsreichen Kraftfeldern in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Räumen, Themen, Strukturen und Formen außerhalb theatralischer Konventionen. Aus diesem künstlerisch-sozialen Geflecht entstehen dabei, oft unter Einbeziehung des Publikums, soziale Plastiken von großer Schärfe. Zuletzt zeigten sie im Rahmen des Frei- schwimmer-Festivals 2008 ihre Produktion „Europa - Schön, dass Sie hier sind!“ in den fünf beteiligten Theaterhäusern (brut Wien, Sophiensæle Berlin, Kampnagel Hamburg, Forum Freies Theater Düsseldorf und Theaterhaus Gessnerallee Zürich).


gods-entertainment.org

Hanna Hegenscheidt

Hanna Hegenscheidt arbeitete als Tänzerin und Performerin unter anderem mit Reinhild Hoffmann, Robert Wilson, Achim Freyer und Martin Clausen/Two Fish. In den Sophiensælen war sie in Telling Time von David Weber-Krebs zu sehen. Ihre eigene choreographische Arbeit wurde bisher sowohl in New York, als auch in Europa präsentiert (West End Theater N.Y., DTW, N.Y., Villa Warschau, Schwankhalle Bremen, fabrik Potsdam, Kampnagel Hamburg, Radialsystem Berlin et cetera). In den Sophiensælen führte sie Klaus ist tot auf. Sie war außerdem Teil des VILLAGE der Tanznacht 2010. 2012 inszenierte sie den Struwwelpeter für das MOKS Theater Bremen. Seit April 2011 betreibt Hegenscheidt das studio 142 im Kunstquartier Bethanien. Sie gibt Companytraining für Sasha Waltz & Guests, Meg Stuart und weitere, ist Lehrbeauftragte am ZZT in Köln und Mentorin am HZT Berlin. Außerdem co-leitet sie momentan die TanzZeit – Kindercompany Kücüc in Berlin-Neukölln. Im September 2012 begann sie den Masterstudiengang für Choreografie an der Amsterdamse Hogeschool foor de Kunsten. Im November 2012 premierte Hegenscheidt mit Nicht so was hier wie mit blauen Bändern in den Sophiensælen.

 

http://www.hannahegenscheidt.de

Hendrik Quast + Maika Knoblich

Maika Knoblich und Hendrik Quast studierten beide u.a. am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Praxis stehen natürliche Materialien, die in den Bühnenraum verpflanzt werden und dadurch Fragen nach der Theatralisierung von natürlichen Prozessen stellen. Aus dem prozessorientierten Arbeitsansatz und der engen Auseinandersetzung mit ExpertInnen vor Ort, gehen Expertisen hervor, die sie auf der Bühne selbst erproben und auf diesen Fachgebieten zu laienhaften ExpertInnen im Sprechen und Tun werden. Ihre "Strategien des Ländlichen" greifen auf Formen von regionalen Gemeinschaften zurück, die sich über das gemeinsame Tätigsein zusammenfinden. Diese werden in den Theaterkontext übersetzt und durch die utopische Idee einer gemeinsamen Tätigkeit angeleitet. Ihr neuestes Projekt "Der Ur-Forst" feiert im Herbst 2013 in den Sophiensælen Premiere. Dort werden sie eine deutsche Eiche in den Festsaal verpflanzen.

 

maikaknoblich.wordpress.com

heideproject.wordpress.com

Herbordt / Mohren

Bernhard Herbordt (*1978 in Würzburg) und Melanie Mohren (*1979 in Bonn) sind AbsolventInnen des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft Giessen. In der Zusammenarbeit beider entstehen interdisziplinäre Theaterarbeiten, Hörspiele, Installationen und Performan- ces. Die Produktion „Von Mücken, Elefanten und der Macht in den Händen“ wurde mit dem Förderpreis der Beethovenstiftung Bonn ausgezeichnet und vom ITI- Germany zum internationalen Treffen MusicTheatreNow im November 2008 ins Radialsystem eingeladen. Im Rahmen des Utraschall-Festivals 2010 zeigten Herbordt / Mohren gemeinsam mit Burkhard Friedrich und dem ensemble Intégrales das Neue-Musik-Theaterstück "Galaxy Hotel [play for music]". Im Juni 2010 startete ihre Reihe "Alles was ich habe" mit der performativen Installation "Alles was ich habe #1: Arbeit". Im Juni 2011 war "Alles was ich habe #4: Reden" in Kooperation mit den Sophiensælen zu sehen.

InterroBANG

Die Gruppe InterroBANG entwickelt neue performative Formate zur Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen und Fragestellungen. In installativen, technisch-räumlichen Aufbauten wie etwa einem Sprachlabor oder einem Callcenter testen und erleben die Teilnehmenden neue szenische Kommunikationsmodelle. Das Spiel mit theatraler Gemeinschaft wird so zum Spiel mit Gesellschaftsformen und Wertesystemen.

 

InterroBANG sind TILL MÜLLER-KLUG, NINA TECKLENBURG und EKKEHARD EHLERS. Für jedes Projekt arbeitet InterroBANG in verschiedenen Konstellationen mit Künstlerinnen und Künstlern aus unterschiedlichsten Sparten zusammen. Derzeit sind dies Lajos Talamonti, Martin Schick, Andreas Liebmann (Performance, Konzept), Friedrich Greiling (Musik), Kaja Jakstat (Dramaturgie), Dirk Lutz (Lichtdesign), Sandra Fox, Josephín Thomas (Bühnenbild und Kostüm) und Georg Werner (Klangkunst, Programmierung).

 

In den Spielzeiten 2012/13 und 2013/14 realisiert InterroBANG eine Reihe von vier Preenactments an den Berliner Sophiensaelen: Ausgehend von gegenwärtigen Ökonomisierungen öffentlicher Güter erforscht das Preenactment Sprachlabor Babylon das Zukunftsszenario einer Privatisierung der Sprache. Callcenter Übermorgen ist ein Entscheidungstrainingscenter der Zukunft für verpasste Lebenschancen und neue Lebensentwürfe. In Preenacting Europe geht es um eine unkonventionelle Annäherung an Europa: Die Zuschauer können zwischen verschiedenen Zukünften für Europa wählen und dabei neue Staatsformen preenacten. Mit ThAEtermaschine. Module für die Zukunft des Theaters wird das Format Preenactment auf kulturpolitische Fragestellungen angewandt: unter Beteiligung verschiedener Künstlergruppen wird eine modulare Produktion über neue künstlerische und institutionelle Zukunftsmodelle der Theater- und Performanceszene entwickelt. Die Produktion soll an verschiedenen Spielorten gezeigt werden, wobei jede Spielstätte den Abend durch ein eigenes halbstündiges Modulprojekt erweitern kann.

Irina Müller

Irina Müller studierte Choreografie und Tanz an der School for New Dance Development SNDO in Amsterdam. Seitdem lebt die gebürtige Schweizerin in Berlin, wo sie als freischaffende Choreografin, Performerin und Dramaturgin tätig ist. In ihrer Arbeit untersucht Irina Müller Gegensätzlichkeiten und ihre Bedingtheiten. Der Spannungsbogen zwischen zwei Polen dient dabei als Motor zur Auffächerung von Nuancen und Potentialen zwischen diesen Dualitäten. Ihr erstes abendfüllendes Stück On pleasure and fear, welches das Umkippen von Vergnügen zu Angst auslotet, hatte bei Tanz im August 2010 in Berlin Premiere. Irina Müller war Artist in Residence in der Tanzwerkstatt Berlin (2010) und sie erhielt den Kulturförderpreis des Kantons Schaffhausen, Schweiz (2007). Als Performerin war sie an zahlreichen Projekten beteiligt, unter anderem von Thomas Lehmen, Jochen Roller, Petra Sabisch, Hermann Heisig, Nuno Lucas und David Weber-Krebs. Regelmäßige Zusammenarbeiten verbinden sie mit Diego Gil, Therese Markhus, Eva Meyer-Keller und Ayara Hernández Holz/Felix Marchand (Lupita Pulpo).
Nach künstlerischer Mitarbeit am Stück Komischer Eingang (2010) und NEW (2011) von Lupita Pulpo, entsteht dieses Jahr in Zusammenarbeit das Stück In a Lightscape, dessen Uraufführung in den Sophiensælen zu sehen sein wird.

 

www.irinamueller.com



 

Isabelle Schad

Isabelle Schad studierte von 1981 bis 1990 klassischen Tanz in Stuttgart, im Anschluss tanzte sie sechs Jahre für verschiedene klassische Kompanien, bevor sie Mitglied von Ultima Vez in Brüssel wurde und mit ChoreografInnen wie Olga Mesa, Angela Guerreiro, Felix Ruckert oder Eszter Salamon arbeitet. Seit 1999 hat sie zahlreiche eigene Projekte in enger Zusammenarbeit mit ChoreografInnen, PerformerInnen, MusikerInnen und Visual Artists entwickelt, die in Theatern, Galerien und auf Festivals international gezeigt werden. Sie entwickelte im Rahmen der Good Work-Reihe mit Bruno Pocheron und Ben Anderson verschiedene Projekte und kreierte zuletzt ein Stück in Zusammenarbeit mit Germana Civera und Laurent Goldring (Festival Montpellier Danse) und ein Solo in Zusammenarbeit mit Dalija Acin. Sie leitete das Mentoring Projekt Tanztage Berlin 2007 und erhielt mehrere Auszeichnungen und Stipendien sowie Artist-in-Residence Aufenthalte, u.a. im Podewil Berlin und de Monty Antwerpen. Isabelle Schad ist Teil des Projektes Praticable von Alice Chauchat, Frédéric de Carlo, Frédéric Gies, Isabelle Schad und Odile Seitz. An den sophiensælen war sie 2007 gemeinsam mit Good Work und ihrer Produktion „Still Lives – Berlin“ zu sehen. 2009 und 2010 haben verschieden Fassungen ihrer Zusammenarbeit mit Laurent Goldring hier Premiere: "Unturtled" und "Unturtled # 2". Mit Musik (Praticable) ist Isabelle Schad im Mai 2011 in den sophiensælen zu Gast.
www.isabelle-schad.net

Ixchel Mendoza Hernandez / Chris Scherer

Ixchel Mendoza Hernandez, 1983 in Mexiko geboren, begann ihre Tanzausbildung in Mexico City am Centro Nacional de las Artes und setzte sie an der Hoge School voor de Kunsten, ArtEZ in Arnhem (NL) fort, wo sie 2003 ihre Ausbildung zur Tänzerin abschloss. 2005 begann sie an der gleichen Institution im B.A. Choreografie zu studieren, den sie 2007 ablegte. Zur Zeit lebt und arbeitet sie in Berlin.

 

Chris Scherer stammt aus Australien und lebt und arbeitet als genreübergreifender Performer in Berlin. Chris verfügt über einen Bachelor in Dance Performance und ein Advanced Diploma in Schauspiel der ACArts in Adelaide. Er hat Arbeiten in verschiedenen Medien vorgestellt, wobei seine Filmarbeiten bei Festivals in Australien, Europa, Asien und Amerika gezeigt worden sind. Chris arbeitet als freischaffender Künstler in Europa und Australien.

 

Iza Szostak / Joanna Leśnierowska

Iza Szostak – Tänzerin, Choreografin, Absolventin der Ballettschule Warschau und Codarts, Rotterdam. Iza arbeitet/e mit Michael Schumacher, Amy Raymond, Krisztina de Chatel, Felix Ruckert und Anna Holter + Company. 2010 nahm sie am Projekt „Let’s Dance Chopin“ mit der Choreografie von Marysia Stokłosa teil und schuf eigene Solo-Choreografien („Karmi-go“, „Feedback“ und „Grandpa-Go“).

 

Joanna Leśnierowska leitet seit 2004 den ersten polnischen Tanz- Ort Stary Browar/Old Brewery in Poznan, wo sie avantgardistische internationale ChoreografInnen zeigt und polnische Tanzschaffende in ihrer Entwicklung unterstützt. Als künstlerische Mentorin fungiert Joanna in dem Residenz-Programm SOLO PROJECT und arbeitet als Dramaturgin und Performerin in verschiedenen polnischen und internationalen Projekten.

Jochen Roller

Jochen Roller, 1971 in Berlin geboren, studierte klassisches Ballett an der Deutschen Oper Berlin, Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und Choreografie am Laban Centre London. Seit 1997 entwickelte er auf Kampnagel Tanz-Performances, unter anderem die Solo-Trilogie „perform performing“ (2002 – 2004), die Gruppenstücke „Around the World“ (2002) und „mindgarden“ (2004), die kmh-Reihe „nouvelles frontières“ (2001) und die Duette „abgepaust“ (2001) und „Kojote“ (2006). Seine Produktionen touren weltweit und wurden zu den Deutschen Tanzplattformen 2004 und 2006 eingeladen. Seit der Spielzeit 2007 / 2008 kuratiert er gemeinsam mit Anne Kersting das Tanzprogramm von Kampnagel. Seine Produktion „Things I Say for Money“ und die Performance „JANCLOD! –être aware and beyond-“ als Koproduktion mit Kampnagel war 2008 im Hochzeitssaal der Sophiensæle zu sehen. Gemeinsam mit dem Performancekünstler Florian Feigl setzte er sich in "- VOID -" mit Fälschung und Macht guter Geschichten in der Kunst auseinander. Das Stück hatte im August 2010 an den Sophiensælen Premiere.


www.jochenroller.de

Johannes Müller

Johannes Müller, geboren 1978 in Aachen, wechselte nach kurzem Physik-Studium in die Regie-Klasse der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Während des Studiums inszenierte er für die K.O.-Projekte der Komischen Oper Berlin, die Volksbühne Berlin und das Ballhaus Ost. Er ist Oper Dynamo West-Gründungsmitglied, inszenierte dort „Der Teufel in Frau Jones“ und war als Regisseur beteiligt an den Gruppenproduktionen „Fort_Führung“ (Bahnhof Zoo), „vom schweben“ (Kosmos Deutsche Oper), „CAIRO!SHANGHAI!BOMBAY!“ (ZOB Berlin) und „Telemondial“. 2010/11 inszenierte er an den Sophien- sælen CHEAP BLOOD (199) und „INTRIGO INTERNAZIO- NALE KV 492“ für die Opernfestspiele der Bayerischen Staatsoper München und das Radialsystem Berlin. 2012 feiern gleich zwei Produktionen von ihm an den Sophiensælen Premiere: „One Day More / Extravaganza“ im März/April und „Opération Spirituelle“ im August.      

 

www.johannesmueller.eu

Jolika Sudermann

Jolika Sudermann ist freie Regisseurin und Performerin für zeitgenössischen Tanz und Theater. Sie wurde 1982 in Süddeutschland geboren und studierte Tanztheater in Hamburg. 2010 erhielt sie ihren Abschluss für Pantomime an der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten. Sudermann lebt in Berlin und arbeitet am Hetveem Theater Amsterdam, wo sie unter anderem das Duett A Talk produzierte, welches sie 2012 in den Sophiensælen zeigte. Ihr Projekt PULSE, eine Untersuchung des simpelsten und gewöhnlichsten aller Rhythmen, wurde unter anderem in Amsterdam und Sarajevo präsentiert und kürzlich in das Aerowaves dance performance network aufgenommen. Neben ihren eigenen Werken engagiert sich Sudermann in Tanz- und Theaterprojekten für Jugendliche und AsylbewerberInnen.

Joonas Lahtinen u.a

JOONAS LAHTINEN (FIN/A) ist Performance-Künstler und Theaterwissenschaftler und lebt in Wien und Helsinki. In seiner Arbeit erkundet er zurzeit Beziehungen zwischen Performance, Politik und Konstruktionen von Identitäten. Er absolvierte ein MA Studium in Performance an der Queen Mary University of London und schreibt seine Dissertation im Feld der partizipativen Performance an der Universität Helsinki. Seit 1995 hat er in verschiedenen Live Art-, Theater- und TV-Produktionen im In- und Ausland mitgewirkt. Zu seinen neuesten Arbeiten zählen die Solo-Performance trackings, aufgeführt in London, Helsinki und Wien und die Regiearbeit für die Lecture-Performance Love! Inspiration! Innovation! der finnischen Theatergruppe Mysteeriteatteri. Daneben veröffentlichte er mehrere theaterwissenschaftliche Artikel in Finnisch und Englisch.

joonaslahtinen.wordpress.com

Julian Klein/ !KF

Julian Klein ist Gründungsmitglied und Direktor des Instituts für künstlerische Forschung (!KF). Er arbeitet als Regisseur und Komponist. Projekte verwirklichte er u.a. für Südwestrundfunk, Hessischer Rundfunk, DeutschlandRadio Berlin, Göttinger Symphonie Orchester, Niedersächsisches Staatstheater Hannover, Hamburger Theater Mafia, Bayerische Theaterakademie München, A*Devantgarde Festival München, labor für musik:theater Berlin, Berliner Festspiele|MaerzMusik, Schaubühne am Lehniner Platz Berlin, Hebbel am Ufer Berlin, Staatsoper Stuttgart, Museum für Naturkunde Berlin. Als Wissenschaftler arbeitete er u.a. am Institut für Biologie an der Freien Universität Berlin und am Institut für Psychologie an der Universität Leipzig. Er lehrte u.a. an der Universität der Künste Berlin, an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und an der Schule des Theaters Wien. Klein erhielt ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, den Nieder- sächsischen Förderpreis, ein Stipendium für die Cité Internationale des Arts (Paris), den Kulturpreis Bernkastel-Wittlich, den Danzer-Preis für zeitgenössische Musik und den Kurt-Magnus-Preis der ARD.


An den Sophiensælen finden im Rahmen der Reihe "per.SPICE!" regelmäßig Diskussionen über künstlerische Forschung statt.

 

www.artistic-research.de

www.julianklein.de

 

Julius Deutschbauer

JULIUS DEUTSCHBAUER, geboren 1961 in Klagenfurt, lebt als Performer, bildender und Plakatkünstler, Filmer und Autor in Wien. Seit 1997 betreibt er die Bibliothek ungelesener Bücher (www.bibliothek-ungelesener-buecher.com). 2008 Gründung der Performancegruppe „Theater des Verhinderns“. Aktuelle Theaterarbeiten: Autrophobie Vergnügungspark, ImPuls Tanz 2012, Wien, PIK - Partei der institutionalisierten Kürzungen, Kampnagel, Hamburg. Mit seinen bildnerischen Arbeiten vertritt ihn die Galerie Patrick Ebensperger, Berlin.

Kai Simon Stöger

Kai Simon Stöger lebt meistens und arbeitet seltener in Berlin. Sie ist Tänzerin, Grafikerin und tritt unter dem Synonym Rosebutt als QueerBurlesque-Performerin auf. Sie erhielt 2009 den Kurzstücke-Förderpreis des Tanzlabor Linz und 2010 ein DanceWEB-Stipendium. 2010 schloss sie ihr Studium für zeitgenössischen Tanz am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin ab.

Katharina Maschenka Horn / Verena Wilhelm

Katharina Maschenka Horn studierte Tanz und Choreografie an der Dansacademie of Art EZ - Hogeschoolvoor de kunsten in Arnheim (NL) und schloss das Studium in 2007 mit einem Bachelor of Arts ab. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Choreografin, Tänzerin und Dozentin.

 

Verena Wilhelm, (*1986)

Mit vier Jahren begann sie zu tanzen, nach dem Abitur folgte eine Bühnentanzausbildung in Berlin. Parallel arbeitete sie mit J. H. Assohotto, K. Ikeda, Martina Morraso und gleich nach dem Abschluss 2009 war sie mit Tanztheater Kunas Modernus und "mehrsicht" zu sehen, ebenso mit "Random Scream, kombinat/artblau." Mit Christian Weiß arbeitete sie bereits in mehreren Produktionen.

 

Keith Hennessy

Keith Hennessy ist ein in San Francisco lebender kanadischer Künstler. Er ist künstlerischer Leiter der Circo Zero Circus Company, einem Kollektiv von ZirkusartistInnen, TänzerInnen und MusikerInnen. Um Werke politisch, aber auch zugänglich zu machen, hat Hennessy mit verschiedenen militanten KünstlerInnengruppen, wie dem Performance-Kollektiv Core und Contraband Company zusammengearbeitet. Seine Arbeiten positionieren sich explizit politisch, seine Texte wenden sich gegen alle Formen von Unterdrückung, Intoleranz und Ungerechtigkeit. Da Hennessy sich verschiedener künstlerischer Formen wie Tanz, Zirkus und Gesang bedient, finden seine Aufführungen in verschiedenen Kontexten statt (Theater, Kunsträume, Queerfestivals, Gefängnisse und Demonstrationen). Er lehrte an der Universität von San Francisco, am Goddard College (2001-2002) und am New College (1990-1996). In den Sophiensaelen führte er A brief history und Untitled – Improvised sound + action - zusammen mit Jassem Hindi – auf.

 

http://www.circozero.org

Kerstin Lenhart

Geboren 1974 in Heidelberg, lebt und arbeitet als freie Regisseurin in Berlin. Sie studierte Theaterwissenschaft und Sozialpädagogik in Leipzig und war von 2002 bis 2005 Regieassistentin am schauspielfrankfurt. Dort erstellt sie zwei eigene Arbeiten „Hund, Frau, Mann“ und „Pro Familia Teiresias“. Weitere Inszenierungen wurden in den sophiensælen Berlin („Minusvisionen“ und „Bier für Frauen“), am Maxim Gorki Theater („Die Feuerrote Blume“), am Theater Osnabrück („Minusvisionen“) und am Theater Heidelberg („Helden reisen ins Glück“ und „Die Fetten Jahre sind vorbei“) gezeigt. 2009 eröffnete sie die gemeinsam mit Michael Böhler die Spielzeit 2008/09 mit ihrer Inszenierung von „Der Lohndrücker“ von Heiner Müller.

Kira O'Reilly

KIRA O’REILLY ist eine britische Künstlerin, deren Praxis sowohl bewusst interdisziplinär als auch komplett undiszipliniert ist und sich aus ihrem Hintergrund in der bildenden Kunst herleitet. Sie setzt Performance, biotechnologische Praktiken und Schreiben ein, um damit den Körper betreffende spekulative Rekonfigurierungen auszuloten. Seit ihrem Abschluss 1998 von der University of Wales Institute, Cardiff mit einem BA in Bildender Kunst, wurden ihre Arbeiten vielfach in Großbritannien, Europa, Australien, China und Mexiko ausgestellt. Sie hat bei Konferenzen und Symposien sowohl zu Live Art und Wissenschaft als auch zu den Schnittstellen zwischen Kunst und Technologie referiert. Sie war Gastdozentin für bildende Kunst, Schauspiel und Tanz in Großbritannien, Australien und den USA. Zu ihren neueren Arbeiten gehören Falling Asleep with a Pig (2009), die von The Arts Catalyst for INTERSPECIES in Manchester und London in Auftrag gegeben wurde, und inthewrongplaceness (2005-2009), die von Jens Hauser im Casino Luxemburg kuratiert wurde. Außerdem hat sie im Rahmen von „Marina Abramovic Presents…“ beim Manchester International Festival die Arbeit Stair Falling (2009) präsentiert.  Sie ist zurzeit vom AHRC (Arts & Humanities Research Council) geförderter Fellow beim Institut für Schauspiel der Queen Mary University of London.

Kratochwil + Thiel

Stephan Thiel absolvierte von 1992-1996 ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" zu Leipzig. 1994-96 arbeitete er im Schauspielstudio am Theater Chemnitz. 1996-99 engagierte er sich am Theater Junge Generation Dresden. Seit 1999 arbeitet er freischaffend, unter anderem für das Staatsschauspiel Dresden, das Theaterhaus Jena, die Sophiensæle Berlin und das Theater Erlangen. Thiel entwickelte Produktionen mit TheaterschaffT und theaterkosmos53 als Schauspieler, Ko-Autor und Regisseur.

 

Tilla Kratochwil studierte von 1995-1999 an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" zu Berlin. Zwischen 1999-2002 hatte sie ein festes Engagement am Theaterhaus Jena, seit 2002 arbeitet sie als freischaffende Schauspielerin und als Gast am Deutschen Theater Berlin, Deutschen Theater Göttingen, Theater Freiburg und Thalia Theater Hamburg.

 

Als Kratochwil + Thiel / theaterkosmos53 führten sie in den Sophiensælen Britney Britney und Brokeback Mountain auf.  Als Kratochwil&Thiel zeigten sie im April 2012 Marx und Maus.

Laurent Chétouane

Laurent Chétouane absolvierte nach einem Ingenieurs- studium ein Studium der Theaterwissenschaft an der Sorbonne und der Theaterregie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main. Seit 2000 inszeniert er an zahlreichen großen Bühnen u. a. in Hamburg, München, Weimar, Köln, Athen, Oslo, Zürich. Zusätzlich erarbeitet er seit 2006 tänzerische Projekte (Tanzstück # 1 – 4, „horizon(s)“) in Berlin, Essen und Wien mit internationalen Koproduzenten und Einladungen zu Festivals wie „Rencontres Chorégraphiques Internationales“ und „springdance“ in Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Österreich, der Türkei und Norwegen. In Vorbereitung ist das Projekt „Sacré Sacre du Printemps“. Die Uraufführung wird bei der Ruhrtriennale 2012 im PACT Zollverein Essen sein. 2008 erhielt er die Wild Card der RUHR.2010 und den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für hervorragende junge Künstler- Innen. Gastprofessuren hatte er in Gießen und Berlin, sowie Gastdozenturen in Oslo, Frankfurt/M., Hamburg, Leipzig, Bochum. Seine letzte Arbeit an den Sophiensælen war 2012 die Choreografie "Hommage an das Zaudern".

Lovefuckers

Lovefuckers haben es sich zum Ziel gesetzt, auch im Abgrund, wo alles krankt, noch nach Liebe zu suchen, um dem ganzen Dreck ein bisschen Glanz zu verleihen. Die erste Arbeit Pieps! Du kleiner Vogel!, eine Musik-Trash-Show von und mit Serienmördern, gewann 2010 beim 100°-Festival den Jurypreis. 2011 entwickelte das Kollektiv im Rahmen des Freischwimmer-Festivals die Produktion King of the Kings, einen Politthriller über den Selbstinszenierungskünstler Muammar al-Gaddafi. Die Premiere kollidierte mit dem Beginn der libyschen Revolution. Im Sommer 2011 schickten LOVEFUCKERS in „Berlin Playboy“ die Nachtclub-Legende Rolf Eden als Walking Act über das Festival Berlin del Mar. In Fixen - Die Ballade von der medialen Abhängigkeit arbeiteten LOVEFUCKERS erstmalig mit dem Schauspieler Jonas Baeck und dem Illustrator John Fleisch zusammen.

Martin Nachbar

MARTIN NACHBAR, Jahrgang 1971, wohnhaft in Berlin, ist Tänzer und Choreograf und schreibt unregelmäßig für diverse europäische Tanz- und Theatermagazine (etcetera, Brüssel; Dance Theatre Journal, London; ballettanz, Berlin). Seine Ausbildung erhielt er an der School for New Dance Development (Amsterdam), in New York und an P.A.R.T.S. (Brüssel). Er war Mitbegründer des Kollektivs B.D.C./ Plischke, für das er u.a. den Tanz-zyklus Affectos Humanos von Dore Hoyer rekonstruierte. Als Tänzer arbeitete Nachbar u.a. mit Les Ballets C. de la B., Vera Mantero, Meg Stuart, Nicole Beutler, Carlos Pez, Thomas Lehmen und Joachim Schlömer. 2008 komplettierte Martin Nachbar die 1999 begonnene Rekonstruktion der Affectos Humanos und band sie in eine neue Inszenierung, Urheben Aufheben, ein. Im selben Jahr begann er den zweijährigen Master of Choreography, Amsterdam.

 

In den Sophiensælen war er mit folgenden Stücken zu sehen: Urheben, Aufheben (2008), one shared object (2009), das er mit der französischen Choreografin Martine Pisani erarbeitete, wenige Monate später in der Premiere profit and loss (2009), in der gemeinsamen Produktion mit Benjamin Schweitzer nach Hause (2010) und in The Walk (2012).

 

Monster Truck

Monster Truck wurde 2005 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen gegründet. Die Gruppe arbeitet in den Bereichen Performance, Bildende Kunst und Kirmes und versteht sich als Kollektiv; alle sind als PerformerInnen auf der Bühne, führen Regie und entwickeln das Konzept. Bisherige Arbeiten zeigte die Gruppe u.a. beim Freischwimmer-Festival, beim Impulse-Festival NRW, beim Spielart-Festival München, beim MIST-Festival Manchester, am Schauspiel Düsseldorf, beim Körber Studio Junge Regie im Thalia Theater Hamburg sowie am Mousonturm Frankfurt/Main. In den Sophiensælen waren bisher ihre Freischwimmer-Inszenierung Live Tonight! (2006), Comeback (2008), Don‘t worry (2010), Prince of Persia (2010) und Der Glöckner von Notre-Dame (2011) zu sehen.

Naoko Tanaka

Naoko Tanaka studierte Malerei und Bildhauerei an der Tokio Kunst Universität und kam 1999 als Stipendiatin an die Kunstakademie Düsseldorf nach Deutschland, wo sie mit der Performance- und später Tanzszene in Berührung kam. Ihre Arbeiten wurden u. a. 2004 auf der „Kunstfilm Biennale“ im Museum Ludwig, Köln, und im Rahmen des „Emprise Art Award“ im Forum NRW, Düsseldorf, sowie im Museum Baden, Solingen ausgestellt. Seit der Gründung des Künstlerkollektivs Ludica. mit dem Choreografen Morgan Nardi im Jahr 2001 entwickelt sie Bühnenperformances und Tanz-Installationen, in denen Choreografie und Visuelle Kunst eine enge Verbindung eingehen. Ludica. wurde mit seiner Produktion The corner zur Tanzplattform Deutschland 2010 eingeladen. Für die Produktion Die Scheinwerferin erhielt Naoko Tanaka 2012 den Prix Jardin d'Europe in Wien.

Sebastian Matthias

Sebastian Matthias studierte bis 2004 an der Juilliard School in New York und tanzte anschließend am Nürnberger Staatstheater und bei Hubbard Street Dance Chicago, USA. Nach Deutschland zurückgekehrt, studierte er an der FU Berlin Tanzwissenschaft (MA,  2010) und beschäftigte sich gemeinsam mit Karin Hermes mit dem Tanzrepertoire des 20. Jahrhunderts. Ausgehend vom Bauhaus beginnt die Beschäftigung mit Bewegungs- qualitäten, welche seine choreografische Arbeit bis heute prägt. 2009 war er Artist‐in-Residence im Rahmen von Pépinières européennes pour jeunes artists am LADMMI, Montréal und 2010 Residenzchoreograf am K3 | Tanzplan Hamburg. Seine Arbeit Tremor wurde mit dem Jurypreis der Sophiensæle beim 100° Festival 2011 ausgezeichnet und zur Tanzplattform Deutschland 2012 und ImPulsTanz eingeladen. Weitere Stückentwicklungen erfolgten in Zusammenarbeit mit dem Theater Vorpommern (Nordische Weise, 2011),  dem NDR – das neue Werk und dem Ensemble Resonanz (Dezett, 2011). Seit März 2012 vertieft er seinen Ansatz zur künstlerischen Forschung mit einem Doktoranden-Stipendium am Graduiertenkolleg Versamm- lung und Teilhabe und weitet ihn auf partizipative Prozesse aus.

Silvia Albarella + Anne Tismer

SILVIA ALBARELLA, 1972 in Neapel geboren, studierte Bühnen- und Kostümbild an der Accademia di belle Arti di Napoli, lebt und arbeitet seit 1996 in Berlin. Non-Tutta [Nicht-Vollkommene] ist ihre erste eigene Produktion, die in Zusammenarbeit mit ANNE TISMER entstand. Tismer und Albarella lernten sich 2001 an der Schaubühne am Lehniner Platz bei Arbeiten an Traum in Herbst (Regie W. Twiehaus) kennen. Dramaturgisch und künstlerisch wurde das Projekt von der Regisseurin JULIE PFLEIDERER und dem VIDEOKÜNSTLER SIRKO KNÜPFER begleitet. Für Sirko Knüpfers Label Kombinat.co entwarf Silvia die Kostüme für alle auf einmal, auf ein mal alle (fabrik Potsdam 2009). 2009 nahm Julie an der Masterclass A.PASS - Advanced Performance Training in Antwerpen, Belgien, teil wo sie den Dramaturgen Bart van den Eynde kennenlernte. In Antwerpen arbeitete sie zusammen mit Tom Tiest bei der Produktion Requiem für eine Metamorphose von Jan Fabre.

theater konstellationen

theater konstellationen wurde 1999 als Produktionsplatt- form für freie Projekte im Bereich der darstellenden Künste gegründet. Die in Deutschland und in der Schweiz tätige Gruppe legt den Fokus ihrer Arbeit auf das Experimentieren mit vielfältigen theatralen Mitteln. Der Schwerpunkt dieser Experimente ist die im besten Sinn des Wortes „eigenartige“ Kombination von Sprechtheater und Musik. So entstanden in den letzten Jahren Produktio- nen im Grenzbereich zwischen Theater und Installation (In Grossmutters Haus / ALPINARIUM_3 / CAN_YOU _HEAR_ME?), Puppentheaterstücke verbunden mit Schauspiel (Heidi, das Original / Adam Geist / Hausneurose), Live-Hörspiele (Vrenelis Gärtli / Hätte klappen können), sowie eigene Romanadaptionen in Form von Theaterstücken mit Musik (Quatemberkinder / Vrenelis Gärtli). Im März 2012 war "Die Fledermaus - Operette für vier Schauspieler und zwei DJs" an den Sophiensælen zu sehen.

 

www.theater-konstellationen.ch



Thorsten Lensing + Jan Hein

Die Arbeiten von Theater T1 sind seit Oktober 1998 in den Sophiensælen zu sehen. Die bis 2001 realisierten Produktionen wurden über Projektförderungen und Koproduzenten finanziert. 2002/03 hat das Theater T1 Basisförderung von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur erhalten, womit – in Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus und den Sophiensælen - Shakespeares "König Lear" (05/2002) und "Häuptling Abendwind oder Das gräuliche Festmahl" (2003) von J.N. Nestroy realisiert wurden. Die Inszenierungen wurden mehrfach zum Theaterfestival IMPULSE und dem Akzente-Festival in Duisberg eingeladen. Für die Spielzeit 2005/06 erarbeiteten Lensing und Hein das Dramolett "Schnee- wittchen" von Robert Walser (Koproduktion Sophiensæle, Theater am Neumarkt, Zürich, Theater im Pumpenhaus, Münster). Im März 2008 hatte die Arbeit "Onkel Wanja" von Anton Tschechow in den Sophiensælen Premiere (Koproduktion Theater im Pumpenhaus Münster, Sophiensæle Berlin, Theater am Neumarkt Zürich / Zürcher Festspiele, kampnagel Hamburg und schauspielfrankfurt). Im März 2011 feierte "Brigitte Kronauer: Die Kleider der Frauen" Premiere, im Dezember nahm sich das Regieduo erneut Tschechow an und inszenierte "Der Kirschgarten" an den Sophiensælen.

Till Müller-Klug

Till Müller-Klug ist in Berlin und im Wendland aufgewachsen. In Gießen studierte er bei Professor Andrzej Wirth Angewandte Theaterwissenschaft und promovierte über Nietzsches Theaterprojektionen. Ab Mitte der Neunziger Jahre war er in der internationalen Spoken-Word-Szene aktiv und veröffentlichte u.a. die Buch-CD Die sprechende Droge. Seit 2002 schrieb und realisierte er zahlreiche Theaterprojekte und Hörspiele. Inszenierungen in den Sophiensælen u.a. mit Bernadette La Hengst „Der innere Innenminister“ (2009) und „Deutschlandmärchen“ (2010), gemeinsam mit Nina Tecklenburg und Eckehard Ehlers „Sei Meer!“ (2011). Im Herbst 2012 wird sein neues Stück „Sprachlabor Babylon“ an den Sophiensælen Premiere haben.

Turbo Pascal

Turbo Pascal ist ein Theaterkollektiv bestehend aus Veit Merkle, Frank Oberhäußer, Luis Pfeiffer, Eva Plischke, Angela Löer und wechselnden Gästen, die als AutorInnen und PerformerInnen gemeinsam Projekte entwickeln. Turbo Pascal gründete sich 2004 während des Studiums der Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim und ist seit 2008 in Berlin aktiv. An den Sophiensælen entstanden bisher die Produktionen: Ich bin nicht wirklich die Gefahr (im Rahmen des Freischwimmer-Festivals 2009), Schlender Studies (2010) und Innen drin (2011). 2012 zeigten sie in den Sophiensælen Roboterträume. Im März 2013 richtet Turbo Pascal im Festsaal der Sophiensæle ein Schlaf- und Müdigkeitslabor ein – „8 Stunden mindestens“. Seit 2012 arbeiten sie in einer Doppelpass-Partnerschaft (gefördert durch die Bundeskulturstiftung) mit dem Theater Freiburg.

 

http://www.turbopascal.info/

Ulf Otto

Der junge Regisseur Ulf Otto startete seine Regielaufbahn an den Sophiensælen. Im Rahmen des Festivals "Ausser Atem - Die Plattform für den Theaternachwuchs" (heute: "Freischwimmer") inszeniert er 2003 die Spiderman-Adaption "Die Spinne und ich". Seither ist er eng mit den Sophiensælen verbunden. Die Inszenierung "Kohlhaas- komplex 04.1" realisierte er mit Unterstützung der Sophiensæle und aus eigenen Mitteln eigens für "100° Berlin, das lange Wochenende des freien Theaters" im Januar 2004. Seine Produktion "Wilde Schafsjagd" (2005) nach dem gleichnamigen Roman von Haruki Murakami wurde sowohl vom Publikum wie auch von der Presse mit großer Begeisterung aufgenommen. 2008 hatte "Die Zeit, die bleibt" an den Sophiensælen Premiere, 2011 präsentierte er Science Fiction mit seiner Arbeit "Erinnerung an die Zukunft".

Ulrich Rasche

Nach Harold Pinters "Betrogen", einer Koproduktion mit den Sophiensælen in der Staatsbank, zeigte Ulrich Rasche im Frühjahr 2004 seine Inszenierung "231, East 47th Street" im Festsaal der Sophiensæle. Im Oktober 2004 realisierte Rasche "Singing! Immaterielle Arbeit" im Rahmen des Projektes Volkspalast im Palast der Republik. Andy Warhols legendäre Fabrik, zum Politikum gewordener Ort reger Legendenbildung oder historische Arbeiterlieder in Konfrontation mit Maurizzio Lazzaratos soziologischen Überlegungen zu immaterieller Arbeit - Uli Rasche setzt sich immer wieder mit politisch-historischen Themen auseinander. Seiner Arbeit eignet ein ganz eigener, zugleich formaler und hochgradig sinnlicher Zugang. Charakteristisch ist dabei Rasches interdisziplinärer Ansatz, der aus einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern wie Monica Bonvicini, Musikern wie Ed Osborn, Ekkehard Ehlers und Bernadette La Hengst sowie Tänzern und Choreografen resultiert. 2006 bearbeitete Rasche den Roman "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von Christiane F. für die Sophiensæle. 2010 hatte im Hochzeitssaal der Sophiensæle "Die Entführung aus dem Serail. Ein Monolog nach Wolfgang Amadeus Mozart" Premiere, die ein euphorisches Presse-Echo zur Folge hat.

Vanessa Stern

Vanessa Stern wurde 1976 in Graz, Österreich geboren. Sie studierte an der UdK Berlin Schauspiel, arbeitete fünf Jahre am Schauspiel Köln, wo sie 2005 zur besten Nachwuchsschauspielerin NRWs gewählt wurde. Seit 2007 arbeitet sie frei in Berlin, u.a. mit Lubricat, Ulf Otto, Ingrid Lausund und Daniel Cremer. 2008 folgte ein Stipendium beim Forum junger Theaterschaffender des Theatertreffens, 2010 erhielt sie ein zweieinhalbjähriges Stipendium an der Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften der UdK mit ihrem Projekt „Heulen kann jede. Weibliche Komik in der Krise“, in dem sie geschlechtsspezifische Zugänge zu Komik erforscht. Es folgte die Eröffnung des „Krisenzentrums für weibliche Komik“ mit der Reihe „La dernière crise – Frauen am Rande der Komik“ im Theaterdiscounter. Seit November 2011 präsentiert sie „La dernière crise“ alle zwei Monate in den Sophiensælen. Im Herbst 2012 hatte „Das Kapital der Tränen“ im Hochzeitssaal Premiere und wurde für den Friedrich-Luft-Preis nominiert.

www.heulenkannjede.de

White Horse (Berlin/Bern/Amsterdam)

White Horse ist ein von Christoph Leuenberger, Lea Martini und Julia Jadkowski gegründetes Kollektiv, dem die Erforschung heiler und anderer Realitäten am Herzen liegt. Orte dieser Tätigkeit sind zurzeit Amsterdam, Berlin und Odessa. Sie verstehen sich als Laboratorium, in dem stets neu ausgelotet wird, wie Theater zu einem Ort sensibilisierter Wahrnehmung werden kann. Unmittelbares Medium ist ihnen dabei der Körper als Resonanzort und fehlbarer Seismograph widersprüchlichen Zeitgeschehens. Alle drei studierten unter anderem an der School for New Dance Development (SNDO) in Amsterdam und haben ein Faible fürs Schreiben. Mit dem Duett „White Horse“ (2006), dem Versuch, Therapie auf der Bühne zu machen, begann die Zusammenarbeit von White Horse. Es wurde auf unterschiedlichen Festivals aufgeführt, gewann bei 100 Grad Berlin den Jurypreis und beim ITS Festival Amsterdam den Choreography Award. Für ihre Produktion „Trip“, 2008 entstanden im Rahmen von Freischwimmer, erhielten sie beste Kritiken. Das Stück tourte an viele deutsche und internationale Bühnen.


whitehorsecollective.wordpress.com


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