KÜNSTLER_INNEN + GRUPPEN

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bösediva

bösediva arbeitet an einer Maschine, die Theater in bildende Kunst verwandelt. Die Spannung zwischen den romantischen Impulsen theatraler und literarischer Narrative und der ideologiefreien Reinheit des Kunstobjektes ist ein wichtiger Gegenstand der Recherche. Andere Gegenstände sind die verschwimmenden Grenzen zwischen den Geschlechtern, der weiblichen und männlichen Körper und ihrer Darstellung. bösediva arbeitet mit den Mitteln der Performance, der Video- und Klanginstallation, arbeitet postvirtuos und in der Tradition des romantischen Dekonstruktivismus. bösediva sind Robin Detje und Elisa Duca. Sie arbeiten mit dem Musiker Jochen Arbeit (Einstürzende Neubauten) und den Videokünstlern Chris Kondek und Rebecca Salvadori zusammen. Bisherige Produktionen in den Sophiensælen: Lou Blue (2009), Godzilla fühlt sich frei (2010) Fr. Monster (2010), Doppelhamlet (2013).

Christoph Nußbaumeder

Christoph Nußbaumeder wurde in Eggenfelden geboren und lebt in Berlin. Nach Abitur und Zivildienst Fabrik arbeitet er bei einem Automobilhersteller in Pretoria/Südafrika und absolvierte dann ein Studium der Rechtswissenschaften, Germanistik und Geschichte in Berlin. Seit 2004 ist er als freiberuflicher Autor tätig. Seine Stücke wurden unter anderem bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, an der Berliner Schaubühne, am Schauspielhaus Bochum, am Schauspiel Köln und an den Sophiensælen uraufgeführt. Die Produktion Meine gottverlassene Aufdringlichkeit (mit Anna Eger, Regie: Bernarda Horres), feierte im Februar 2013 in den Sophiensælen Premiere.

Chuck Morris

Chuck Morris ist ein Duo bestehend aus Cecilie Ullerup Schmidt und Lucie Tuma, die ihre Zusammenarbeit 2008 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen begannen. Im Rahmen des Freischwimmer- Festivals 2011 entstand Souvereines. Die Künstlerinnen setzten sich hier mit Souveränität und Macht anhand der Figur einer „Diplomatin als Diva“ auseinander. Zuletzt zeigten sie an den Sophiensælen Feminine Fun Studies (2014), einer Besetzung der Komik durch die Weiblichkeit und das gleichnamige Stück Chuck Morris (2016).

Clemens Schick

Clemens Schick wurde 1972 geboren. Er studierte an der Berliner Schule für Schauspiel und erhielt u.a. Engagements am Staatsschauspiel Dresden, am Schauspiel Frankfurt, dem Schauspielhaus Wien, der Schaubühne Berlin, den Sophiensælen, auf Kampnagel, am Renaissance Theater, am Staatstheater Stuttgart, dem Schauspielhaus Zürich und dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Neben seiner Theaterarbeit dreht er für Film und Fernsehen, so spielte er u.a. den Handlanger des Schurken im ersten James Bond mit Daniel Craig. Von 2002 bis 2006 gehört er zum Ensemble des schauspielhannover. Sein StückWindows lief 2008 mit großem Erfolg und zahlreichen Wiederaufnahmen an den Sophiensælen.


www.clemensschick.com

Colette Sadler

Colette Sadler wurde 1974 in Glasgow geboren. Sie studierte zunächst klassisches Ballett und absolvierte im Anschluss einen BA am Laban Centre London. Zwischen 1994-2002 arbeitete Sadler als Tänzerin auf internationaler Ebene. 2002 begann sie, ihre eigenen choreografischen Stücke zu erarbeiten. Zu ihren Tourneestücken zählen: dDumY another myself (2006), TheMaking of Doubt (2008) und Musical (2009). 2012 zeigte sie in den Sophiensælen ihre Produktion I not I. Colette Sadlers letzte Sophiensæle-Produktion Variations #1 hatte im Februar 2013 Premiere und wurde koproduziert von Dance4 Nottingham und Tramway Glasgow. 2016 kuratierte sie das interdisziplinäre Kunst Symposium "Fictional Matters" am Centre for Contemporary Art in Glasgow. Colette Sadler lebt und arbeitet in Berlin.

 

www.colettesadler.com

Dennis Deter

Dennis Deter ist als Dramaturg und Performer tätig. Er studierte Philosophie und Neuere Deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin. Zudem arbeitet er mit verschiedenen Künstler_innen wie Gui Garrido, Begüm Erciyas, dem White Horse Kollektiv zusammen und ist Teil von John The Houseband. Seit 2003 arbeitet er eng mit Anja Müller zusammen. Ihr gemeinsames Interesse gilt fiktiven und realen Körpern im Theater sowie der Adaption von Methoden der Animation, Filmtechnik und Konzerten für die Bühne. Ihr Duett Interpassive Paradise gewann den Jurypreis des 100Grad-Festivals 2011. Die Produktion memor I am, eine Zusammenarbeit von Dennis Deter, Anja Müller und Lea Martini, war das Eröffnungsstück bei den Tanztagen 2009. Im April 2012 führte er Frucht und Schrecken in den Sophiensælen auf und war als Dramaturg an Anja Müllers La Mula (2014) beteiligt.

 

http://www.determueller.com

deufert&plischke

Thomas Plischke und Dr.in Kattrin Deufert arbeiten seit 2003 als Künstlerzwilling deufert +plischke an verschiedenen Theaterprojekten, Dia- und Video-Installationen sowie Text- und Video-Publikationen. Sie unterrichten Komposition und Dramaturgie an der Universität Hamburg sowie an europäischen Kunsthochschulen. Im Jahr 2006 waren sie Gastprofessor_innen im Studiengang Performance Studies Hamburg, im Jahr 2008 übernahmen sie die Gastprofessur am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Im Herbst 2007 gründeten sie gemeinsam die „Gemeinschaftspraxis e.V.“. Seit 2001 entstanden die Bühnenstücke inexhaustible (RW) (2003), Sofia Sp – science is fiction (2004), As if (it was beautiful) (2004), Ich lebe selbst in (diese Stadt) (2007), die Trilogie Directories (2003-6) sowie Reportable Portraits (2007). An den Sophiensælen waren zudem Anarchiv #1: I am not a zombie (2009) und ANARCHIV #2: second hand (2010) zu sehen.

 

www.deufertandplischke.net

 

Die Rabtaldirndln

Die RABTALDIRNDLN sind ein Theaterkombinat, das sich gemeinsam Themen im Spannungsfeld Stadt und Land sucht. Sie treten grundsätzlich als Formation auf. Gemeinsam sucht sich das Kombinat seine Themen und erzählt diese im Kollektiv. Einzelne Gäste geraten zuweilen in die Truppe, die in den Produktionsstrudel gezogen und wieder ausgespuckt werden. Das Rabtal (mit einem a) gibt es gar nicht. Es ist eine Erfindung. Das Rabtal ist das imaginäre Territorium der aus der Steiermark stammenden Rabtaldirndln. Ländliches Idyll in die Stadt gebracht ist permanenter Gegenstand der Untersuchungen. Ein grausames Spiel mit Illusion und gnadenloser Desillusionierung in der Künstlersubjekt (Rabtaldirndln) und Kunstobjekt verschmelzen. Man kann die Rabtaldirndln nicht verstehen, aber es lohnt sich ein Freund der Rabtaldirndln zu sein.

Außer Bea Dermond, Gudrun Maier, Gerda Strobl, die in im Rahmen von Gast.Freunschaft 2012 in den Sophiensælen gastierten, sind auch Barbara Carli und Rosi Degen Dirndln.

Frédéric Gies

Frédéric Gies lebt und arbeitet in Berlin. Er ist Mitglied des Kollektivs Praticable, arbeitet allein oder gemeinsam mit anderen Künstler_innen, wie Jefta van Dinther, DD Dorvillier, Isabelle Schad, Alice Chauchat, Manuel Pelmus, Frederic de Carlo, Odile Seitz oder Bruno Pocheron. Im Herbst 2008 hatte die Gruppenfassung von Dance (Praticable) im Festsaal der Sophiensæle Premiere und im Herbst 2009 präsentierte er sein Solo Album (Praticable). Zu seinen letzten Arbeiten zählt The blanket dance, das in Kollaboration mit Jefta van Dinthert und DD Dorvillier entstand. An den Sophiensælen zeigte er im Februar 2012 den Tanz als Protestlied mit seiner Arbeit Little did I know that I, ere or since, ever should speak mouthless. Als Tänzer arbeitet er auch für andere Choreograf_innen, wie Isabelle Schad, Petra Sabisch oder Antonija Livingstone. Er lehrt regelmäßig am SNDO in Amsterdam und am HZT Berlin. Gemeinsam mit Jefta van Dinther hat er eine Stelle als Senior Lecturer sowie die künstlerische Leitung des Masterprogramms Choreografie an der DOCH inne, der Universität für Tanz und Zirkus in Stockholm. Seine jüngste Arbeit an den Sophiensælen Seven Thirty in Tights hatte im April 2013 Premiere.

Gesine Danckwart

Gesine Danckwart, geboren 1969 in Elmshorn und aufgewachsen auf dem Land bei Lübeck, arbeitete in verschiedenen Funktionen an Theatern in Wien, Mülheim und Berlin. Neben dem Studium der Theaterwissenschaft gründete sie eine Spielstätte für freies Theater in Berlin Moabit, hier entstanden Performance-Regiearbeiten und interdisziplinäre Projekte. Gesine Danckwart lebt und arbeitet als Theatermacherin und Autorin in Berlin. Ihre Stücke werden im In- und Ausland gespielt, als Hörspiele produziert und sind in mehr als 15 Sprachen übersetzt. Als letzte Projekte realisierte sie in Berlin Kater in Hotels in den Sophiensælen (2003), die Videoinstallation Goldstaub im Palast der Republik (2005), Soll:Bruchstelle im HAU (2005), Und morgen steh ich auf am Maxim Gorki Theater (2006). 2007 entstand der Film Umdeinleben und ein Projekt zwischen Berlin und Suzhou/China – Ping Tan Tales, das 2008 in den Sophiensælen Premiere hatte und 2010 auf der Expo in Shanghai gezeigt wurde. 2009 entstand das vielbeachtete Stück Auto im HAU, 2013 entwickelte Danckwart die Performance- Bar Chez Icke für das impulse Festival.

Giesche X Hermsdorf

In seinen Arbeiten sucht ALEXANDER-MAXIMILIAN GIESCHE immer wieder die Nähe zur bildenden Kunst. Seine Performance-Installationen (u.a. RECORD OF TIME, DREI) wurden in Deutschland sowie auf internationalen Festivals gezeigt. Seit 2011 nimmt Giesche am DasArts Masterprogramm in Amsterdam teil und ist 2012-2014 Artist in Residence am Theater Bremen. LINA HERMSDORF lebt und arbeitet in London und Frankfurt am Main. Sie studierte am Institut für angewandte Theaterwissenschaften in Gießen und setzt gegenwärtig ihr Studium an der Städelschule fort. Ihre letzte Produktion While You Wait For It, bei der sie mit ihrer fünfzehn Jahre jüngeren Schwester zusammen arbeitete, wurde u.a. im Rahmen der Ausstellung „Neue Welten“ in Offenbach gezeigt. GIESCHE X HERMSDORF trafen sich während ihres Studiums am Institut für angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und wohnten vier Jahre gemeinsam in der Südanlage 9. Black or White ist ihre erste Kooperation.

Gintersdorfer / Klaßen

Seit 2005 arbeiten die Theaterregisseurin Monika Gintersdorfer und der bildende Künstler Knut Klaßen zusammen. Mit einem deutsch-afrikanischen Darsteller_innen-Team verwirklichen sie Produktionen an freien Spielstätten und Theatern, Galerien und Museen, sowie im öffentlichen Raum im Bereich Theater, Tanz und Performance. Mit Othello c’est qui gewannen sie 2009 den Preis des Festivals Impulse. 2010 erhielten sie den George Tabori Förderpreis und wurden zur Tanzkompanie des Jahres gewählt. Mit ihren Arbeiten wurden sie 2009 zum Impulse Festival, zur Tanzplattform Nürnberg und zum Zürcher Theaterspektakel, sowie 2010 zum Berliner Theatertreffen und den Wiener Festwochen eingeladen. Neben ihren Bühnenformaten kuratieren sie gemeinsam auch Ausstellungen, etwa im Kunsthaus Dresden oder in der Düsseldorfer Galerie Thomas Flor. 2010 produzierten sie die CD Rue Princesse unter anderem mit "Totaler Spinner" (Carsten "Erobique" Meyer, Jacques Palminger, Elvis Seconde, Shaggy Sharoof, veröffentlicht durch "Staatsakt") und "Love bites Abidjan" (Bebi Philipe, Gadoukou la Star, Melissa Logan (Girl Monster, Chicks on Speed), Nadine Jessen), sowie „Hell before Hell“ (SKelly, Melissa Logan, Ted Gaier, Champy Kilo) und Fashion. Im März 2011 präsentierten sie an den Sophiensælen ihre neueste Reihe Desistieren.


www.gintersdorferklassen.org

God's Entertainment

Das Wiener Performance-Kollektiv God‘s Entertainment macht seit mehreren Jahren mit politisch und sozial aufgeladenen Performances und Aktionen von sich reden. Mit ihren radikalen Ansätzen suchen sie nach neuen spannungsreichen Kraftfeldern in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Räumen, Themen, Strukturen und Formen außerhalb theatralischer Konventionen. Aus diesem künstlerisch-sozialen Geflecht entstehen dabei, oft unter Einbeziehung des Publikums, soziale Plastiken von großer Schärfe. Sie zeigten im Rahmen des Freischwimmer-Festivals 2008 ihre Produktion Europa - Schön, dass Sie hier sind! in den fünf beteiligten Theaterhäusern (brut Wien, Sophiensæle Berlin, Kampnagel Hamburg, Forum Freies Theater Düsseldorf und Theaterhaus Gessnerallee Zürich). God’s Entertainment arbeiten zurzeit vorrangig und ortspezifisch in Wien an Bühnenperformances und Interventionen im öffentlichen Raum. Sie wurden u.a. zum Festival Impulse sowie zum Spielart Festival eingeladen. An den Sophiensælen waren sie zuletzt im Programmschwerpunkt Gast.freundschaft Wien-Berlin im April 2012 mit der Arbeit Scharf auf Wiener Blut? vertreten.

 

gods-entertainment.org

Hanna Hegenscheidt

Hanna Hegenscheidt arbeitete als Tänzerin und Performerin unter anderem mit Reinhild Hoffmann, Robert Wilson, Achim Freyer und Martin Clausen/Two Fish. In den Sophiensælen war sie in Telling Time von David Weber-Krebs zu sehen. Ihre eigene choreographische Arbeit wurde bisher sowohl in New York, als auch in Europa präsentiert (West End Theater N.Y., DTW, N.Y., Villa Warschau, Schwankhalle Bremen, fabrik Potsdam, Kampnagel Hamburg, Radialsystem Berlin et cetera). In den Sophiensælen führte sie Klaus ist tot auf. Sie war außerdem Teil des VILLAGE der Tanznacht 2010. 2012 inszenierte sie den Struwwelpeter für das MOKS Theater Bremen. Seit April 2011 betreibt Hegenscheidt das studio 142 im Kunstquartier Bethanien. Sie gibt Companytraining für Sasha Waltz & Guests, Meg Stuart und weitere, ist Lehrbeauftragte am ZZT in Köln und Mentorin am HZT Berlin. Außerdem co-leitet sie momentan die TanzZeit – Kindercompany Kücüc in Berlin-Neukölln. Im September 2012 begann sie den Masterstudiengang für Choreografie an der Amsterdamse Hogeschool foor de Kunsten. Im November 2011 premierte Hegenscheidt mit Nicht so was hier wie mit blauen Bändern in den Sophiensælen.

 

http://www.hannahegenscheidt.de

Irina Müller

Irina Müller studierte Choreografie und Tanz an der School for New Dance Development SNDO in Amsterdam. Seitdem lebt die gebürtige Schweizerin in Berlin, wo sie als freischaffende Choreografin, Performerin und Dramaturgin tätig ist. In ihrer Arbeit untersucht Irina Müller Gegensätzlichkeiten und ihre Bedingtheiten. Der Spannungsbogen zwischen zwei Polen dient dabei als Motor zur Auffächerung von Nuancen und Potentialen zwischen diesen Dualitäten. Ihr erstes abendfüllendes Stück On pleasure and fear, welches das Umkippen von Vergnügen zu Angst auslotet, hatte bei Tanz im August 2010 in Berlin Premiere. Irina Müller war Artist in Residence in der Tanzwerkstatt Berlin (2010) und sie erhielt den Kulturförderpreis des Kantons Schaffhausen, Schweiz (2007). Als Performerin war sie an zahlreichen Projekten beteiligt, unter anderem von Thomas Lehmen, Jochen Roller, Petra Sabisch, Hermann Heisig, Nuno Lucas und David Weber-Krebs. Regelmäßige Zusammenarbeiten verbinden sie mit Diego Gil, Therese Markhus, Eva Meyer-Keller und Ayara Hernández Holz/Felix Marchand (Lupita Pulpo).
Nach künstlerischer Mitarbeit am Stück Komischer Eingang (2010) und NEW (2011) von Lupita Pulpo, entstand 2012 in Zusammenarbeit das Stück In a Lightscape, dessen Uraufführung in den Sophiensælen stattfand.

 

www.irinamueller.com



 

Judica Albrecht + Lajos Talamonti

Judica Albrecht ist Schauspielerin, Regisseurin und Pädagogin für Atem- und Stimmbildung. Sie ist Gründungsmitglied des Jungen Theaters Bremen und war Leiterin verschiedener Jugendperformancegruppen am Theater Aachen, Sophiensæle (TUSCH, Jugendclub), Parkaue und Maxim-Gorki-Theater mit stark biografischen Textgrundlagen der Teilnehmenden. Sie nahm an der Weiterbildung der Udk „Kunst im Kontext“ teil. Sprechertätigkeiten im Rundfunk für Hörspiele und Features, Audio Guides in Ausstellungen.

 

LAJOS TALAMONTI ist freier Schauspieler, Autor und Regisseur. 1998 gründete er die Produktionsplattform urban lies, von 2000 bis 2008 war er Teil der Perfomancegruppe Nico and the Navigators. Als Schauspieler arbeitete er u.a. mit Hans-Werner Kroesinger, Martin Clausen und Sascha Bunge zusammen, Arbeiten als Regisseur und Autor führten ihn u.a. an das Junge Theater Bremen, Schwankhalle Bremen, Nationaltheater Mannheim, HAU - Hebbel am Ufer, Theater an der Parkaue, Komische Oper Berlin, Maxim-Gorki-Theater und Sophiensæle. Er ist Teil des Performancekollektivs Interrobang und wirkte u.a. bei den Produktionen Callcenter Übermorgen, Preenacting Europe und To like or not to like in den Sophiensælen mit. In Berlin, Bremen, Budapest und Taranto führte er zahlreiche Projekte mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch, an den Sophiensælen u.a. Meine Schule ist die Straße mit dem Leonardo Da Vinci-Gymnasium in Berin-Buckow. Er ist Träger des George-Tabori-Preises.

Julian Klein/ !KF

Julian Klein ist Gründungsmitglied und Direktor des Instituts für künstlerische Forschung (!KF). Er arbeitet als Regisseur und Komponist. Projekte verwirklichte er u.a. für Südwestrundfunk, Hessischer Rundfunk, DeutschlandRadio Berlin, Göttinger Symphonie Orchester, Niedersächsisches Staatstheater Hannover, Hamburger Theater Mafia, Bayerische Theaterakademie München, A*Devantgarde Festival München, labor für musik:theater Berlin, Berliner Festspiele|MaerzMusik, Schaubühne am Lehniner Platz Berlin, Hebbel am Ufer Berlin, Staatsoper Stuttgart, Museum für Naturkunde Berlin. Als Wissenschaftler arbeitete er u.a. am Institut für Biologie an der Freien Universität Berlin und am Institut für Psychologie an der Universität Leipzig. Er lehrte u.a. an der Universität der Künste Berlin, an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und an der Schule des Theaters Wien. Klein erhielt ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, den Nieder- sächsischen Förderpreis, ein Stipendium für die Cité Internationale des Arts (Paris), den Kulturpreis Bernkastel-Wittlich, den Danzer-Preis für zeitgenössische Musik und den Kurt-Magnus-Preis der ARD.

An den Sophiensælen finden im Rahmen der Reihe per.SPICE! regelmäßig Diskussionen über künstlerische Forschung statt. Mit dem !KF entstand im Oktober 2013 die Veranstaltung Infame Perspektiven/ Experiment, Theater und Symposion an den Sophiensælen. 

 

www.artistic-research.de

www.julianklein.de

 

Julian Weber

Während seines Studiums der Bildenden Kunst beschäftigte sich JULIAN WEBER überwiegend mit Skulptur und Installation. 2013 absolvierte er den BA in Tanz und Choreografie am HZT Berlin. Seitdem arbeitet er intensiv an Interaktionsräumen von Körper, Objekt und Bewegung. In den letzten Jahren hat er an einigen Gruppenausstellungen teilgenommen, Performances und Einzelausstellungen realisiert und internationale Stipendien erhalten .Im Januar 2015 zeigte er in den Sophiensaelen seine Produktion Formen Formen mit Nik Haffner, Hermann Heisig, Peter Pleyer, Meg Stuart und Claudia Tomasi. Zurzeit studiert er im Masterprogramm Choreografie an der AHK Amsterdam.

Keith Hennessy

Keith Hennessy ist ein in San Francisco lebender kanadischer Künstler. Er ist künstlerischer Leiter der Circo Zero Circus Company, einem Kollektiv von Zirkusartist_innen, Tänzer_innen und Musiker_innen. Um Werke politisch, aber auch zugänglich zu machen, hat Hennessy mit verschiedenen militanten Künstler_innengruppen, wie dem Performance-Kollektiv Core und Contraband Company zusammengearbeitet. Seine Arbeiten positionieren sich explizit politisch, seine Texte wenden sich gegen alle Formen von Unterdrückung, Intoleranz und Ungerechtigkeit. Da Hennessy sich verschiedener künstlerischer Formen wie Tanz, Zirkus und Gesang bedient, finden seine Aufführungen in verschiedenen Kontexten statt (Theater, Kunsträume, Queerfestivals, Gefängnisse und Demonstrationen). Er lehrte an der Universität von San Francisco, am Goddard College (2001-2002) und am New College (1990-1996). In den Sophiensælen führte er A brief history (2010) und Untitled – Improvised sound + action (2011)- zusammen mit Jassem Hindi – auf. 

 

http://www.circozero.org

Kratochwil + Thiel

Stephan Thiel absolvierte von 1992-1996 ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" zu Leipzig. 1994-96 arbeitete er im Schauspielstudio am Theater Chemnitz. 1996-99 engagierte er sich am Theater Junge Generation Dresden. Seit 1999 arbeitet er freischaffend, unter anderem für das Staatsschauspiel Dresden, das Theaterhaus Jena, die Sophiensæle Berlin und das Theater Erlangen. Thiel entwickelte Produktionen mit TheaterschaffT und theaterkosmos53 als Schauspieler, Ko-Autor und Regisseur. Im Dezember 2013 hat die Produktion Stille Wasser in den Sophiensælen Premiere. 

Tilla Kratochwil studierte von 1995-1999 an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" zu Berlin. Zwischen 1999-2002 hatte sie ein festes Engagement am Theaterhaus Jena, seit 2002 arbeitet sie als freischaffende Schauspielerin und als Gast am Deutschen Theater Berlin, Deutschen Theater Göttingen, Theater Freiburg und Thalia Theater Hamburg.

Als Kratochwil + Thiel / theaterkosmos53 führten sie in den Sophiensælen Britney Britney und Brokeback Mountain auf.  Als Kratochwil&Thiel zeigten sie im April 2012 Marx und Maus

Laurent Chétouane

Laurent Chétouane absolvierte nach einem Ingenieurs- studium ein Studium der Theaterwissenschaft an der Sorbonne und der Theaterregie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt/Main. Seit 2000 inszeniert er an zahlreichen großen Bühnen u. a. in Hamburg, München, Weimar, Köln, Athen, Oslo, Zürich. Zusätzlich erarbeitet er seit 2006 tänzerische Projekte (Tanzstück # 1 – 4, horizon(s)) in Berlin, Essen und Wien mit internationalen Koproduzenten und Einladungen zu Festivals wie „Rencontres Chorégraphiques Internationales“ und „springdance“ in Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Österreich, der Türkei und Norwegen. In Vorbereitung ist das Projekt Sacré Sacre du Printemps. Die Uraufführung wird bei der Ruhrtriennale 2012 im PACT Zollverein Essen sein. 2008 erhielt er die Wild Card der RUHR.2010 und den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für hervorragende junge Künstler- Innen. Gastprofessuren hatte er in Gießen und Berlin, sowie Gastdozenturen in Oslo, Frankfurt/M., Hamburg, Leipzig, Bochum. Seine letzte Arbeit an den Sophiensælen war 2012 die Choreografie Hommage an das Zaudern.

Luise Voigt

LUISE VOIGT studierte am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen, unter anderem bei Heiner Goebbels und Laurent Chétouane. 2005 erhielt sie den Weimarer Hörspielpreis für ihr Erstlingswerk Weltall-Erde-Mensch. 2009 wurde sie Stipendiatin an der Akademie der Künste Berlin und entwickelte in Zusammenarbeit mit dem ZKM Karlsruhe sowie der Jungen Ensemble Modern Akademie in eigener Regie die Musiktheaterperformance an meiner statt. Im selben Jahr arbeitete sie als Regieassistentin und Videokünstlerin bei Heiner Goebbels für das szenische Konzert Industry & Idleness mit dem Collegium Novum am Schauspielhaus Zürich. 2011 wurde ihre Diplominszenierung Exit Lear für das Nachwuchsfestival Treibstoff in Basel ausgewählt.  An den Sophiensælen eröffnete sie 2012 das Freischwimmer-Festival mit Ausbrennen – Songs von der Selbstverwertung oder Melodien für den Feierabend.  Mit der Gruppe HuRRa! verwirklicht sie Theater- und Hörspielprojekte (u.a. The Black Hole Theatre 2014). Für das Staatstheater Oldenburg entwickelte sie 2015 Krieg der Welten.

Melanie Schmidli

Melanie Schmidli wird 1982 in Basel (CH) geboren. Von 2003–2007 absolviert sie ihr Schauspielstudium an der Universität der Künste in Berlin (2004–2006 Studienpreise Schauspiel des Migros Kulturprozent und der Ernst-Göhner-Stiftung; 2006 Förderpreis der Armin Ziegler-Stiftung) und spielt während des Studiums in den Sophiensælen und im bat in Berlin. Nach Gastengagements in Hannover und Potsdam, folgt 2007 das erste Festengagement am Berliner Ensemble. Sie wird 2008–2011 Ensemblemitglied am Centraltheater Leipzig. Neben dem Theater hat sie diverse Auftritte in Film, TV und Funk und arbeitet seit 2011 als freie Theaterschaffende in Berlin, Leipzig und der Schweiz. Sie verwirklichte die Produktion Marielle, die Ehrjungfrau im Juni 2013 in den Sophiensælen, für deren Skizze sie 2012 mit dem dritten Platz beim Premio Preis ausgezeichnet wird. Mit Lötscher| Schmidli | Lötscher zeigte sie 2015 Paint it black. Gemeinsam mit Anne Haug bildet sie das Duo Projekt Shooriil.

 

www.melanieschmidli.com

Nir de Volff | TOTAL BRUTAL

Nir De Volff wuchs in Israel auf und absolvierte seine Tanzausbildung an der Bat Dor Hochschule in Tel Aviv. Nach drei Jahren Wehrdienst tanzte er dann für verschiedene Kompanien in Tel Aviv und trat auf der israelischen Gastspielreise von Pina Bauschs Victor auf. Nir De Volff kam nach Europa und arbeitete dort u.a. mit Jan Pusch, Les Ballets C. de la B., Cristina de Smedt und mit der Produktionsstätte danswerkplaats (DWA) in Amsterdam, mit deren Unterstützung eigene Arbeiten entstanden. Ende 2003 zog er nach Berlin und schloss sich der Kompanie von Constanza Macras an. 2004 gründete er TOTAL BRUTAL und entwickelte die Trilogie Dolly, die in Prag, Amsterdam und Berlin aufgeführt wurde. Seitdem arbeitete er mit einer Vielzahl Berliner Künstler und Spielstätten, so u. a. mit She She Pop am HAU Berlin. 2007 entstand mit Knut Berger und Sahara Abu Gosh 3some im Dock 11. 2008 zeigte er dort Believe it or not. 2009 arbeitete er an der Oper Frankfurt und für seine Produktion Action wurde die Neue Synagoge Berlin zum ersten Mal in ihrer Geschichte zum Schauplatz einer Tanztheater-Performance.
 Im Dezember 2009 wurde MATKOT als Auftakt einer thematischen Trilogie im Dock 11 Berlin uraufgeführt. Der zweite Teil Midbar sowie der Abschluss Picnics, Weddings & Funerals entstanden 2010. In einem Clash of Cultures der besonderen Art führte er für On Air im Juni 2010 thailändische Tänzer, Travestiekünstler, Schauspieler und Israelische Tänzer im Tape Club & Gallery zusammen. Come as you are, ein Stück mit einer Besetzung aus Ägyptischen Tänzern und Palästinensischen Musikern kam 2011 in den Niederlanden zur Aufführung. 2012 wurde De Volff eingeladen, am renommierten Theater SESC Phineiros in Sao Paulo das Stück “KIKAR” zu entwickeln.
Diary of a lost Decade (Sophiensæle, 2013) thematisiert Agonien von Ängsten und Sehnsüchten, die sich in der internationalen Lebenswelt von Berlin niederschlagen. Es entstehen Fragen nach Heimat und dem festen Boden unter den Füßen. 2014 wird Nir de Volff/ TOTAL BRUTAL seine Arbeit an den Sophiensælen mit It’s not funny fortsetzen.  

 

http://www.totalbrutal.net/

Sasha Waltz & Guests

SASHA WALTZ  studierte Tanz und Choreografie in Amsterdam und New York. Im Jahr 1996 gründete sie gemeinsam mit Jochen Sandig, Jo Fabian und Dirk Cieslak die Sophiensæle in den Räumen des ehemaligen Handwerkervereinshauses in der Sophienstraße 18. Von 2000 – 2004 gehörte sie der Künstlerischen Leitung der Schaubühne Berlin an.  Mit ihrer Compagnie Sasha Waltz & Guests arbeitet sie mit einer Vielzahl von Theatern, Opernhäusern und Museen zusammen  - seit der Gründung gab es Kooperationen mit über 300 Künstler_innen und Ensembles aus 25 Ländern in über 80 Produktion und Projekten. Im Jahr 2013 war die Compagnie  »Kulturbotschafter der Europäischen Union«, 2014 erhielt Sasha Waltz & Guests den »george tabori ehrenpreis« des Fonds für Darstellende Künste. In den Sophiensælen entstanden u.a. die Arbeiten ZweilandNa Zemlje und die Eröffnungsproduktion Allee der Kosmonauten.

Silvia Albarella + Anne Tismer

SILVIA ALBARELLA, 1972 in Neapel geboren, studierte Bühnen- und Kostümbild an der Accademia di belle Arti di Napoli, lebt und arbeitet seit 1996 in Berlin. Non-Tutta [Nicht-Vollkommene] ist ihre erste eigene Produktion, die in Zusammenarbeit mit der Schauspielerin und Performancekünstlerin ANNE TISMER entstand. Diese wurde 1963 in Versailles geboren. In den späten 90er Jahren avancierte Tismer zum Theaterstar, arbeitete mit Regisseuren wie Luc Bondy, Peter Stein und Thomas Ostermeier zusammen und wurde mit zahlreichen Preisen überhäuft.. Seit Anfang der 2000er arbeitet sie verstärkt im Performancebereich; sie gehört zum Gründungsteam des Ballhaus Ost.

 


www.silviaalbarella.de
www.annetismer.de

theater konstellationen

theater konstellationen (Jonas Knecht, Peter Nussbaumer) wurde 1999 als Produktionsplattform für freie Projekte im Bereich der darstellenden Künste gegründet. Die in Deutschland und in der Schweiz tätige Gruppe legt den Fokus ihrer Arbeit auf das Experimentieren mit vielfältigen theatralen Mitteln. Der Schwerpunkt dieser Experimente ist die im besten Sinn des Wortes „eigenartige“ Kombination von Sprechtheater und Musik. So entstanden in den letzten Jahren Produktio- nen im Grenzbereich zwischen Theater und Installation (In Grossmutters Haus / ALPINARIUM_3 / CAN_YOU _HEAR_ME?), Puppentheaterstücke verbunden mit Schauspiel (Heidi, das Original / Adam Geist / Hausneurose), Live-Hörspiele (Vrenelis Gärtli / Hätte klappen können), sowie eigene Romanadaptionen in Form von Theaterstücken mit Musik (Quatemberkinder / Vrenelis Gärtli). Im März 2012 war Die Fledermaus - Operette für vier Schauspieler und zwei DJs an den Sophiensælen zu sehen. Zusammen mit Beatrice Fleischlin wird im März 2014 das neue Projekt Mein Herz ist ein Dealer in den Sophienælen präsentiert. 

 

www.theater-konstellationen.ch

Thorsten Lensing + Jan Hein

 

THORSTEN LENSING (*1969) ist freier Regisseur, seit Mitte der 1990er Jahre arbeitet er kontinuierlich mit JAN HEIN (*1967) zusammen. 1994 gründeten sie gemeinsam das Theater T1 Hein begann nach seinem Germanistik-Studium als Regieassistent bei Peter Palitzsch und Dimiter Gotscheff. Seit 2007 ist er als Dramaturg am Schauspiel Köln beschäftigt, 2002 bis 2005 arbeitete er in gleicher Funktion am Schauspielhaus Hamburg und von 1999 bis 2002 am Theater Bielefeld, wo er sich jeweils für die Arbeit mit Lensing freistellen ließ. Thorsten Lensing und Jan Hein gewannen immer wieder namhafte SchauspielerInnen und unterschiedliche KooperationspartnerInnen für ihre Inszenierungen, die dreimal zum Impulse-Festival eingeladen waren: Der König stirbt / Die letzten Tage der Menschheit 1996, Sweeney Agonistes 2000 und Catharina von Siena 2001. Ihr Kirschgarten war die Eröffnungsproduktion nach der Teilsanierung der Sophiensæle im Dezember 2011. Ihre nächste Premiere in den Sophiensælen wird Die Kleinen im Dezember 2014 sein.

Till Müller-Klug

Till Müller-Klug ist in Berlin und im Wendland aufgewachsen. In Gießen studierte er bei Professor Andrzej Wirth Angewandte Theaterwissenschaft und promovierte über Nietzsches Theaterprojektionen. Ab Mitte der Neunziger Jahre war er in der internationalen Spoken-Word-Szene aktiv und veröffentlichte u.a. die Buch-CD Die sprechende Droge. Seit 2002 schrieb und realisierte er zahlreiche Theaterprojekte und Hörspiele. Inszenierungen in den Sophiensælen u.a. mit Bernadette La Hengst Der innere Innenminister (2009) und Deutschlandmärchen (2010), gemeinsam mit Nina Tecklenburg und Eckehard Ehlers Sei Meer! (2011). Er ist weiterhin beteiligt an den Produktionen von Interrobang Sprachlabor Babylon (2012) und Callcenter Übermorgen (2013) an den Sophiensælen.

Ulf Otto

Der junge Regisseur Ulf Otto startete seine Regielaufbahn an den Sophiensælen. Im Rahmen des Festivals "Ausser Atem - Die Plattform für den Theaternachwuchs" (heute: "Freischwimmer") inszeniert er 2003 die Spiderman-Adaption "Die Spinne und ich". Seither ist er eng mit den Sophiensælen verbunden. Die Inszenierung Kohlhaas- komplex 04.1 realisierte er mit Unterstützung der Sophiensæle und aus eigenen Mitteln eigens für "100° Berlin, das lange Wochenende des freien Theaters" im Januar 2004. Seine Produktion Wilde Schafsjagd (2005) nach dem gleichnamigen Roman von Haruki Murakami wurde sowohl vom Publikum wie auch von der Presse mit großer Begeisterung aufgenommen. 2008 hatte Die Zeit, die bleibt an den Sophiensælen Premiere, 2011 präsentierte er Science Fiction mit seiner Arbeit Erinnerung an die Zukunft. Ulf Otto arbeitet inzwischen verstärkt im akademischen Umfeld.

Ulrich Rasche

Nach Harold Pinters Betrogen, einer Koproduktion mit den Sophiensælen in der Staatsbank, zeigte Ulrich Rasche im Frühjahr 2004 seine Inszenierung 231, East 47th Street im Festsaal der Sophiensæle. Im Oktober 2004 realisierte Rasche Singing! Immaterielle Arbeit im Rahmen des Projektes Volkspalast im Palast der Republik. Andy Warhols legendäre Fabrik, zum Politikum gewordener Ort reger Legendenbildung oder historische Arbeiterlieder in Konfrontation mit Maurizzio Lazzaratos soziologischen Überlegungen zu immaterieller Arbeit - Uli Rasche setzt sich immer wieder mit politisch-historischen Themen auseinander. Seiner Arbeit eignet ein ganz eigener, zugleich formaler und hochgradig sinnlicher Zugang. Charakteristisch ist dabei Rasches interdisziplinärer Ansatz, der aus einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern wie Monica Bonvicini, Musikern wie Ed Osborn, Ekkehard Ehlers und Bernadette La Hengst sowie Tänzern und Choreografen resultiert. 2006 bearbeitete Rasche den Roman Wir Kinder vom Bahnhof Zoo von Christiane F. für die Sophiensæle. 2010 hatte im Hochzeitssaal der Sophiensæle Die Entführung aus dem Serail. Ein Monolog nach Wolfgang Amadeus Mozart Premiere, die ein euphorisches Presse-Echo zur Folge hat. Die Premiere seiner nächsten Produktion in den Sophiensælen ist für März 2014 geplant.

White Horse

WHITE HORSE ist ein Performance-Kollektiv, in dem alle Beteiligten ihren Kapazitäten und Funktionen entsprechend gleichberechtigt miteinander arbeiten. Im Jahr 2007 wurde White Horse in Amsterdam von Chris Leuenberger, Lea Martini und Julia Jadkowski gegründet. White Horse versteht sich als Laboratorium, in dem der Körper Resonanzort und fehlbarer Seismograph widersprüchlichen Zeitgeschehens wird. Ziel des Kollektivs ist es, sich gesellschaftlichen Phänomenen und ihren daraus hervorgehenden Fragestellungen performativ und körperlich anzunähern. Indem das totale Mitempfinden des Publikums herausgefordert wird, soll darüber hinaus eine thematische Auseinandersetzung auf der Ebene einer persönlichen Erfahrung stimuliert werden.


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