Schattentrilogie

Naoko Tanakas Schattentrilogie besteht aus drei Installationsperformances – Die Scheinwerferin (2011), Absolute Helligkeit (2012) und Unverinnerlicht (2015) –, die die Grenzen zwischen Bildender Kunst und szenischer Installation ausloten. Eine kleine Lichtquelle versetzt den Raum in Bewegung und erzeugt monumentale Licht- und Schattenspiele, klangvolle Gedächtnis- und Traumlandschaften. Durch ihre Serie hat Tanaka ein eigenes Performance-Format entwickelt, in dem visuelle Kunst choreografiert wird.

Die Wiederaufnahmen im Rahmen der Schattentrilogie ermöglichen es, die drei Solostücke hintereinander zu sehen und ungeachtet ihrer Eigenlogik auch in ihren Korrespondenzen zu erfassen. Parallel zu den Aufführungen werden Zeichnungen und Objekte ausgestellt, die aus den Entstehungsphasen der Stücke stammen und vom Schaffensprozess erzählen. Durch die Verbindung von Aufführung und Ausstellung tritt die ausgeprägte Interdisziplinarität im Werk Tanakas hervor, die nicht nur unterschiedliche Kunstsparten, sondern auch mehrere kulturelle Darstellungstraditionen miteinander verbindet.


Naoko Tanaka verwebt in ihren Projektionen auf analytische Weise individuelle Innenwelt und Außenwelt. In ihrer dramaturgisch sehr präzisen Arbeit lässt sie das Publikum auf spielerische Weise teilhaben an ihren Entdeckungen.

(Die Jury des Zürcher Theater-Spektakel, 2012)

 

Die Wiederaufnahme der Schattentrilogie ist eine Produktion von Naoko Tanaka in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE. Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Medienpartner: taz. die tageszeitung

 

Foto © Naoko Tanaka

 

   

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