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Politiken des Sprechens (in Kunst und Kultur) #1

Schnell überhitzen die Debatten, wenn es um Themen wie Rassismus in Deutschland und die Auseinandersetzung mit dem deutschen kolonialen Erbe geht. Die Suche nach einer Gesprächskultur, die wirklich alle einschließt und nicht gesellschaftliche Machtstrukturen weiterschreibt ist lange noch nicht abgeschlossen. Wer spricht eigentlich? Wer spricht wie über und für wen? Und vor allem: Wer wird gehört? Das Theater glaubt an die Wirkmacht von Sprache – und an die künstlerische Freiheit. Ist dann aber jede Entscheidung gegen bestimmte Stimmen mit Zensur gleichzusetzen? Welche künstlerischen Taktiken gibt es, um die Debatte über Re-Präsentationen auf die Bühne zu bringen? Angelehnt an drei Produktionen in unserem Spielplan verständigen wir uns über diese und weitere Fragen mit Künstler_innen, Expert_innen und dem Publikum in einer Tischgesellschaft Plus. Den Abschluss der Reihe bildet ein Abend als Gesprächs-Parcours.

 

Tischgesselschaft PLUS

APRIL 28  | 17.30 UHR | IM ANSCHLUSS SORRY VON MONSTER TRUCK + THE FOOTPRINTS

MIT Segun Adefila, Diana Arce, Natasha A. Kelly, Sarah Lewis-Cappellari, Monster Truck

 

 

Segun Adefila lebt und arbeitet als Choreograf, Regisseur und Performer in Lagos, Nigeria. 1996 gründete er die Crown Troupe of Africa, eine Tanz- und Theater-Company. Die dazugehörende Nachwuchs-Company The Footprints arbeitete mit Monster Truck zusammen.


Diana Arce ist Künstlerin und Forscherin. Ihr letztes Projekt White Guilt Clean Up entblößt Weiße Privilegien durch ein einerseits praktisches und andererseits satirisches Dienstleistungsangebot.


Natasha A. Kelly ist Berliner Aktivistin und Wissenschaftlerin mit den Forschungsschwerpunkten Feminismus und Kolonialismus. Sie ist eingeladen, um über die Sichtbarkeit afrodeutscher Perspektiven in der Kultur- und Wissensproduktion zu sprechen.


Sarah Lewis-Cappellari ist Berliner Kuratorin, Forscherin und Kulturschaffende. Ihre künstlerische Praxis wies ihr eine Gastgeberinnenrolle zu, deren Fokus auf Wissensvermittlung im Theaterkontext liegt. 

 

Die Performancegruppe Monster Truck wurde 2005 gegründet und besteht zurzeit aus Marcel Bugiel, Manuel Gerst, Sahar Rahimi und Ina Vera. Sie arbeiten in den Bereichen Performance, szenische Installation und Video u.a. an den Sophiensælen.

 

 

 

Weitere Termine

Tischgesellschaft Plus im Anschluss an First Black Woman in Space von Simone Dede Ayivi | Mai 24  | 21.15 Uhr


Tischgesellschaft Plus im Anschluss an Schädel X von Flinn Works | Juni 16  | 21.30 Uhr

Abschlussgesprächsrunde  | Juni 28 | 19.00 Uhr 



Eine Gesprächsreihe der SOPHIENSÆLE.

 

 


Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien und Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. 



Publikumsgespräch Plus


Aufführungen

april 2017
28 
17:30 UHR


ORT
Foyer Festsaal




Deutsch / Englisch















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