Interrobang

Emocracy

Angesichts gegenwärtiger populistischer Herausforderungen stellen sich gesellschaftliche Grundfragen neu: Wie wollen wir in Zukunft zusammenleben? Gibt es dieses Wir in Zeiten neoliberaler Einzelschicksale überhaupt noch? Worauf können wir uns noch einigen? Braucht es einen neuen Gesellschaftsvertrag? Sind immer nur die anderen Populist_innen, oder schlummern auch in uns populistische Sehnsüchte, die nur darauf warten geweckt zu werden?

 

In Emocracy kann das Publikum seine Gefühle, Wünsche und Überzeugungen direkt in das Spielgeschehen einspeisen. Zwei Performer_innen entwerfen ein Panorama von Lebensmöglichkeiten und prekären Alltagsszenen. Das Publikum kann in Echtzeit darauf reagieren und mit Abstimmungen und Aktionen die Erzählungen lenken und bewerten: Was spricht mich an, was regt mich auf, was stößt mich ab, was nimmt mich mit? Im Zusammenspiel aller Anwesenden entsteht jeden Abend eine neue gefühlspolitische Mikrogesellschaft. Wut, Witz und Liebe zählen mindestens genauso viel wie ein gutes Argument.

 

Emocracy ist ein Teil des Projektes Ein neuer Gesellschaftsvertrag – Theaterperfomances in Deutschland, Russland und der Ukraine, für das es mit Centrum Text (Ukraine), und teatr.doc (Russland) kooperiert. In den drei Ländern entwickelt jede Gruppe ein Stück, das die Frage nach dem Gesellschaftsvertrag in der jeweiligen Gesellschaft stellt und gemeinsam mit den Zuschauern nach Antworten sucht.

 

Tischgesselschaft

 

OKTOBER 13 | IM ANSCHLUSS AN DIE VORSTELLUNG IN KOOPERATION MIT DEM GOETHE-INSTITUT



INTERROBANG sind Till Müller-Klug, Nina Tecklenburg und Lajos Talamonti. Sie entwickeln neue partizipative Theaterformate zur Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen und Fragestellungen. Für jedes ihrer Projekte arbeiten sie mit Künstler_innen unterschiedlicher Sparten zusammen (Ekkehard Ehlers, Martin Schick, Kaja Jakstat, Georg Werner, Florian Fischer, Friedrich Greiling, Sandra Fox, Lisa Großmann, Lajos Talamonti u.a.). 2012-2014 erhielten sie gemeinsam mit den Sophiensælen die Doppelpassförderung der Kulturstiftung des Bundes. Bisherige Arbeiten an den Sophiensælen: Sprachlabor Babylon (2012), Callcenter Übermorgen. Eine Telefonreise in Dein ungelebtes Leben (2013), ThAEtermaschine - Module für die Zukunft des Theaters  (2013), Preenacting Europe (2014), To Like or Not to Like (2015), Der Prozess 2.0 (2017)  und zuletzt Emocracy (2017).

 

interrobang-performance.com



KONZEPT Till Müller-Klug, Lajos Talamonti, Nina Tecklenburg PERFORMANCE Bettina Grahs, Lajos Talamonti DRAMATURGIE Lisa Großmann BÜHNE, KOSTÜM Sandra Fox INTERAKTIVE VISUALISIERUNG Georg Werner VIDEOPROGRAMMIERUNG Florian Fischer LICHTDESIGN, TECHNISCHE LEITUNG Dirk Lutz PRODUKTION ehrliche arbeit – freies Kulturbüro HOSPITANZ, PRAKTIKUM Talia Kracauer, Manuela Lachmann ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Tina Ebert FOTO Michael Bennett, creative common FOTODESIGN Sandra Fox, Florian Müller-Klug.

 

Ein gemeinsames Projekt des Goethe-Instituts Ukraine und Interrobang mit Unterstützung des Auswärtigen Amts. In Koproduktion mit SOPHIENSÆLE. Im Austausch mit Theatr.doc (Moskau) and Zentrum „Tekst“ (Kiew). Medienpartner: taz.die tageszeitung



 

 

Fotos © Michael Bennett, Fotodesign: Sandra Fox, Florian Müller Klug

Aufführungen

2017
oktober
11 13 14 
19:30 UHR


ORT
Kantine




Auf Deutsch - in German















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