Performance Platform. Body Affects

Videos von Julie Andreyev, Simone Forti, Vladimir Miller

Aria/ Solo No.1 / Untitled (Dogs)

JULIE ANDREYEV

ARIA

 

In Aria sieht man, wie Sugi und Tom, die Hunde der Künstlerin, die Welt der Natur erkunden; eine Reise durch eine archetypische kanadische Landschaft gipfelt in Toms emotionaler Vokalisierung als „Arie“. Die Anerkennung, dass das Tier Akteur seines eigenen Seins ist, ist der Hintergrund, vor dem Aria versucht, die emotionale Verbindung des Hundes zur Welt der Natur darzustellen. Eine Arie in einer Oper wird definiert als ein langes, begleitetes Lied einer Solostimme, und geht auf die italienische Musik des 18. Jahrhunderts zurück. Die Form der Arie und die Bilder und die harmonische Struktur in Aria wecken Erinnerungen an die Epoche der Romantik in der Kunst, die persönliche Inspiration und Subjektivität betonte. Aria benutzt die musikalische Struktur von „Call and Response“, um einen emotionalen Dialog zwischen Tom und der Landschaft darzustellen. Alle Harmonien und Umgebungsgeräusche in Aria – Vögel, Insekten, Wind – sind aus Aufnahmen von Toms Stimme zusammengesetzt.

 

Gefördert im Rahmen eines Artist-in-Residence Programms am Banff New Media Institute, The Banff Centre, Banff, Canada; Intersections Digital Studios, Emily Carr University of Art + Design.

 

 

SIMONE FORTI

SOLO NO. 1

 

Die Bewegungen verschiedener Tieren nachahmend, beginnt Forti die Performance, indem sie hypnotisch im Kreis herum geht. Sie fällt zu Boden und beginnt einen Kreislauf von Laufen und Kriechen, der zu einer offenen Metapher für Evolution und Altern wird. Im Verlauf der Performance folgt die Kamera immer enger Fortis Kreisbewegung und erzeugt so einen interaktiven Tanz zwischen Kamera und Performer. Obwohl die Qualität des Videobildes und -tons etwas „rustikal“ wirkt, stellt Solo No. 1 doch ein fesselndes Dokument der engagierter Auseinandersetzung Fortis mit natürlichen Bewegungen dar.

 

Mit freundlicher Genehmigung von Video Data Bank.

 


VLADIMIR MILLER

UNTITLED (DOGS)

 

Ein Streichquartett spielt live für drei Hunde, während diese von einer Kamera gefilmt werden. Haushunde als ein Produkt sowohl der Natur als auch der Kultur verkörpern die moderne Kluft zwischen diesen beiden Bereichen. Ihre Aufmerksamkeit für Klang und wie sie diesen als Tiere gedanklich verarbeiten, vollzieht sich im Rahmen von Wahrnehmung und Gehorsam. Ihre Reaktionen weisen auf ungelöste und unlösbare Fragen hin: Was ist Form und was ist Geräusch, was ist ein Produkt der Kultur und wie markiert es seine Grenzen, die es von seinem Hintergrund unterscheidbar machen?



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Aufführungen

2012
juli
05 
18:00 UHR

06 07 08 
16:00 UHR


ORT
Foyer Festsaal
















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