Hermann Heisig

Slap/stick

Etwas vorbereiten, Anlauf nehmen, den leeren Raum adressieren: Mithilfe gestischen Materials unterschiedlicher Komiker und ausgedachten brasilianischen Tänzen vertieft sich Hermann Heisig in SLAP/STICK in die Physikalität von Zerstreutheit, Überspannung und automatischer Bewegung.

 

Am Übergang des Lebendigen zum Mechanischen ist SLAP/STICK eine Parade wechselnder Antriebe, entgegengesetzter Wünsche und pathetischer Positionswechsel. Eine Reihe von unlösbaren Aufgaben wird angegangen. SLAP/STICK widersetzt sich Effizienz und sucht nach den Nebenprodukten von Energieverschwendung. Durch Kreation von Problemen, die eigentlich nicht da sein müssten, öffnen sich neue Räume für kontrollierten Kontrollverlust. Wie eine Feder, die aus einer Box springt, wiederholt sich SLAP/STICK öfter und nutzt das Unfreiwillige als Motor einer Reise durch Nonsens, Naivität und Ekstase.

 

Inspiriert ist SLAP/STICK von Henri Bergsons Essay "Das Lachen - über die Bedeutung des Komischen" aus dem Jahr 1900. Was ist die Essenz des Komischen im Bezug auf den menschlichen Körper? Und inwiefern ist diese Essenz etwas, was uns als Menschen konstituiert?

 

HERMANN HEISIG wurde 1981 in Leipzig geboren, wo er sich für Tanz zu interessieren begann und zahlreiche improvisierte Soli in Galerien und Clubs aufführte. Nach seiner Ausbildung in Berlin und Montpellier arbeitete Hermann als Tänzer u.a. mit Meg Stuart/Damaged Goods, Thomas Lehmen, Corinna Harfouch, Martin Nachbar & Martine Pisani. Seine letzten Arbeiten waren Pongo Land (2008) mit Nuno Lucas, What comes up/ Must go up (2009), THEMSELVES ALREADY HOP! (2009) und united states (2011, gemeinsam mit Elpida Orfanidou). Im Mai 2012 kreierte er zusammen mit Nuno Lucas, Pieter Ampe und Gui Carrido das Quartett a coming community SLAP/STICK ist seine neueste Soloarbeit.



HERMANN HEISIG wurde 1981 in Leipzig geboren, wo er sich für Tanz zu interessieren begann und zahlreiche autodidaktisch entstandene Soloperformances in Galerien und Clubs aufführte. Nach seiner Ausbildung in Berlin und Montpellier arbeitete er u.a. als Tänzer und Performer für Martine Pisani, Meg Stuart/Damaged Goods, Pieter Ampe, Thomas Lehmen, Begum Erciyas, Julian Weber und Corinna Harfouch. Innerhalb seiner eigenen Arbeiten entwickelt Hermann ein choreografisches Vokabular, das aus Elementen des Kontrollverlusts, sowie freiwilliger als auch unfreiwilliger Komik Funken schlägt.

 

hermannheisig.net



KONZEPT, PERFORMANCE, BÜHNE Hermann Heisig OUTSIDE EYES Silke Z., Nuno Lucas, Anna Volkland, Elpida Orfanidou SOUND Tian Rotteveel LICHTDESIGN Benjamin Schälike Bühne Jaka Plesec PRODUKTIONSMANAGEMENT Susanne Ogan

 

Eine Produktion von Hermann Heisig in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE und tanz.tausch. Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen. Mit Unterstützung der fabrik Potsdam im Rahmen des Programms Artists-in-residence. Das Programm Artists-in-residence wird gefördert durch das Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft mit Mitteln des Hauptstadtvertrages und durch die Landeshauptstadt Potsdam.

 

Foto © Klaus Dilger



                      

 

   

Aufführungen

2013
februar
14 15 16 17 
20:00 UHR


ORT
Hochzeitssaal




Suitable for Non-German Speakers















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