Klangwerkstatt Berlin - Festival für Neue Musik 2014

klariac + ensemble mosaik

Klariac 2/3 + Camera Lucida II + KALKwerk

klariac 2/3

Uros Rojko Im Zeichen des Erfühlens (2007) 

Sarah Nemtsov Briefe Heloisa (2014, UA) 


Das deutsch- französische Duo klarinette- akkordeon plus, kurz klariac, mit Christine Paté (Akkordeon) und Matthias Badczong (Klarinette) spielt seit 1996 zusammen. Die intensive und experimentierfreudige Klangforschung mit beiden Instrumenten, verbunden mit der Neugier auf andere heutige Kunstformen, wie beispielsweise der Bildenden Kunst, ergab ganz automatisch die zeitgenössische Musik als Hauptbetätigungsfeld für die beiden Protagonisten. Gleichzeitig behielten sich beide eine breit gefächerte Offenheit gegenüber vielen Facetten der Musikgeschichte bei, über Genre- und Generationsgrenzen hinweg. So entstehen Programme, die durch Improvisation, die Einbindung theatraler Elemente oder auch die Verknüpfung mit Objekten der Bildenden Kunst geprägt sind. An drei Abenden werden sie mit je zwei Stücken die Konzerte der KLANGWERKSTATT eröffnen. 

Diese Kurzkonzerte ziehen sich wie ein roter Faden in horizontaler Folge durch die Woche.

 

ensemble mosaik

Ana Maria Rodriguez Camera Lucida II (2014) für Tänzerin, Viola, Violoncello, Papier, Live-Elektronik und Mini Video Projektoren (UA)

Helmut Oehring KALKwerk (2012/14) konzertante Fassung für Kontrabass/Stimme und Streichquintett (UA)

 

Die Camera Lucida ist ein optischer Apparat, der seit dem 17. Jahrhundert vor allem von KünstlerInnenn als Zeichenhilfe genutzt wurde. Es spiegelt das Bild von einem betrachteten Objekt auf eine horizontale Oberfläche, wo es direkt nachgezeichnet werden kann. Es wird vermutet, dass Künstler wie Ingres, Van Eyck oder Caravaggio ihre naturgetreuen Bilder nicht freihändig, sondern unter Nutzung der Camera Lucida schufen. Camera Lucida II setzt die im Berliner LaborGras 2013 begonnene Werkreihe von Ana-Maria Rodriguez fort. In der aktuellen Version ergänzen zwei MusikerInnen die Tänzerin, das Video und die Elektronik. Das Videomaterial stammt von Aufnahmen, die mittels präparierter Laterna Magicas und altertümlicher Leuchtmittel erzeugt wurden.

 

Für KALKwerk hat Helmut Oehring sich von dem gleichnamigen Roman von Thomas Bernhard inspirieren lassen. Eine „komponierte Vorhölle“ habe er verfasst, so Oehring selbst, und „Klänge gefunden in den ­Innenwänden dieser Figuren einer Verzweiflung“. Der Protagonist des 1970 erschienenen Buches, der Autodidakt Konrad, hat angeblich eine wegweisende Studie über das Gehör entwickelt, scheitert aber immer wieder daran, sie auch aufzuschreiben. Das ensemble mosaik, das bereits die Uraufführung des Werks als Musiktheater gespielt hat, wird jetzt zusammen mit dem Kontrabassisten Matthias Bauer zum ersten Mal die konzertante Fassung von KALKwerk aufführen.

 

Weitere Informationen zum Festival finden sie hier und unter www. klangwerkstatt-berlin.de



klariac

Klarinette Matthias Badczong Akkordeon Christine Paté

 

ensemble mosaik + Gäste
Violine Chatschatur Kanajan, Wolfgang Bender Viola Karen Lorenz Violoncello Lea-Rahel Bader, Mathis Mayr Kontrabass,Stimme Matthias Bauer Klangregie Torsten von Ottersberg Tanz Annapaola Leso Video und Elektronik Ana-Maria Rodriguez

 

Foto © Tomasz Tarczynski



Konzert


Aufführungen

2014
november
06 
19:30 UHR


ORT
Festsaal




Suitable for Non-German Speakers















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