Henrike Iglesias

I can be your hero Baby

Ich mach mir ein bisschen Gedanken, weil sie hat `ne tolle Oberweite, aber sie ist nicht sehr elegant.                         

(Thomas Hayo, Juror bei Germany's Next Topmodel)

 

Sexarbeit und Heidi Klums „Modelschule“ – wem gehört der weibliche Körper? Was bedeuten Selbstbestimmung und Freiheit innerhalb eines repressiven Schönheitsideals oder in Anbetracht von Existenznot? Henrike Iglesias setzen sich zwischen Runway und Laufhaus mit Zwang und Freiwilligkeit in den Kosmen der sexuellen und der ästhetischen Dienstleistungen auseinander.

 

Zwischen Faszination und kritischer Analyse bewegen sich die vier Performerinnen auf dem schmalen Grat zwischen "Wir sehen einfach nicht, dass du es wirklich willst" (Heidi Klum) und "Du willst es doch auch": Für ihr Stück führten sie innerhalb einer halbjährigen Recherchephase Gespräche mit Sexarbeiterinnen, mit einer Soziologin mit Forschungsschwerpunkt Sexarbeit, mit Mitarbeiterinnen von Beratungsstellen für Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution und mit einer ehemaligen Kandidatin von Germany’s Next Topmodel. Die draus entstandenen Texte bilden - neben der Kenntnis der letzten neun Staffeln von Germany's Next Topmodel - das Ausgangsmaterial für ihr Stück. In I can be your hero baby vermischen sich die Interviews mit Posen und Bewegungsabläufen aus der Modewelt und dem Sexbusiness auf dem Catwalk und Reenactments von Videoclips aus Germany's Next Topmodel zu einem eigenen großen Showfinale.

 

Henrike Iglesias ist ein Autorinnen- und Performerinnenkollektiv aus Hildesheim. Ihr Einsatzgebiet erstreckt sich vom Populären über das Persönliche zum Politischen. Mit ihrem Debüt wir kommen nicht aus dem showbiz (auch wenn man das vielleicht denken könnte) gewannen sie 2013 den Publikumspreis beim 100° Berlin Festival der Sophiensæle. 2014 entstand I can be your hero baby in der Residenz des Schauspiel Leipzig. Für das Festival Männer in Garagen der Sophiensæle entwickelten sie 2014 die Carwash-Performance Erotische Außenreinigung ihres PKW ohne Trocknung oder: Car Wash.



HENRIKE IGLESIAS ist ein queerfeministisches Theaterkollektiv based in Berlin und Basel und wurde 2012 von Anna Fries, Laura Naumann, Marielle Schavan und Sophia Schroth gegründet. Ihr theatrales Einsatzgebiet erstreckt sich vom Populären über das Persönliche zum Politischen. Sie begreifen popkulturelle und massenmediale Phänomene als Spiegel gesellschaftlicher Zu- und Missstände und haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese aus explizit weiblichen* Perspektiven zu beleuchten. Sie treten gern als Feminist Killjoys, DJ Henrike Iglesias und als Internetuserinnen auf. Mit ihrem Debüt Wir kommen nicht aus dem Showbiz (auch wenn man das vielleicht denken könnte) gewannen sie 2013 den Publikumspreis beim 100° Berlin Festival. Seitdem zeigten sie in den Sophiensælen I can be your hero baby (2014), Erotische Außenreinigung Ihres PWKs ohne Trocknung oder: Car Wash (2014), GRRRRRL (2016), das serielle Workshop-Format ACADEMY (seit 2017) und den feministische live-Porno OH MY (2018). Bis 2020 befinden sich Henrike Iglesias in einer Doppelpass-Partner*innenschaft mit den Münchner Kammerspielen und dem jungen theater basel, in der 2019 FRESSEN entstand, das nun ebenfalls tourt. Zur festen Crew Henrike Iglesias gehören zudem Eva G. Alonso für Licht und Video, sowie Malu Peeters für Musik und Sound. Angezogen werden sie von Mascha Mihoa Bischoff. Ihr Produktionsbüro ist die ehrlicheARBEIT.



Henrike Iglesias Anna Fries, Laura Naumann, Marielle Schavan, Sophia Schroth Technik Dennis Kopp Ausstattung Hanne Lauch

 

Eine Produktion von Henrike Inglesias, entstanden im Rahmen der Residenz des Schauspiel Leipzig.

 

Fotos © Rolf Arnold



Performance


Aufführungen

2015
april
29 30 
19:30 UHR

2015
mai
02 
19:30 UHR


ORT
Festsaal



Auf Deutsch - in German















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