Stefan Otteni

Navid Kermani ? Du sollst

?Er liest ihre Gedanken ? schließlich liebt er sie und fürchtet also das Schlimmste.?

In "Du sollst" adaptieren Stefan Otteni und seine Schauspieler den gleichnamigen Text des deutsch-persischen Autors und Islamwissenschaftlers Navid Kermani für die Bühne: Zehn Geschichten, den zehn Geboten des Alten Testaments zugeordnet, erzählen von den intimsten Momenten zwischen Mann und Frau: Euphorie, Alltag, Ekstasen, Abstürze so genau beschrieben, bis es wehtut, bis der Humor kommt. (Kermanis Garten der Lüste ist ein Ort, wo sich Verlangen und Enttäuschung, Zärtlichkeit und Gewalt kreuzen.) Paradies und Hölle sind in der körperlichen Liebe keine voneinander getrennten Orte mehr. Sobald man versucht in der Sexualität das Göttliche zurück zu gewinnen, kommen die Fragen: Wer lügt mehr, der sprechende Mensch oder sein schweigender Körper? Und: Was, wenn Gott der eifersüchtigste aller Liebhaber ist?
An diesem Abend ist das Paradies immer auf der Bühne ? aber keiner weiß vorher, ob man es wieder ungestraft betreten darf.


Regie: Stefan Otteni
Bühne: Peter Scior
Kostüme: Sonja Albartus
Licht: Peter Meier
Dramaturgie: Ina Schott, Sonja Bachmann
Produktionsleitung: Karin Müller

Mit: Frank Büttner, Carmen Dalfogo, Christian Kerepeszki, Oktay Khan, Katharina Linder.

Eine Produktion von Stefan Otteni und Sophiensaele.
Realisiert aus den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Aufführungen

05., 06., 07., 11., 12., 13., 14., 15. April 2007, 20h Publikumsgespräch mit dem Autor am 15. April


ORT
Festsaal
















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