Theaterdiscounter

Jeder & Solche - eine Betriebsstörung

?Das Gehirn des männlichen Homo Sapiens wird früh mit Testosteron überschüttet, soviel ist klar.? (Spiegel 2/08)

Sitzen zwei Schwule auf der Parkbank. Sagt der eine: ?Dies ist eine undidaktische Untersuchung heterosexuell geprägter Realität, schwuler Praxis und der daraus resultierenden Kollisionen.?
Sagt der andere: ?Ist das wirklich nötig?? ? Jeder Körper ist sexuell. Und die Jungs glotzen, weil die Jungs ficken. Kein Grund zur Panik. Den Körpern ist keine Betriebsanleitung beigelegt, wie die Öffnungen zu nutzen sind. Schwul ist positive Selbstbenennung und Schimpfwort. Beide Verwendungen sind Werkzeug und Waffe, markieren Körper mit Bedeutung. Und Namen tendieren dazu, Identität zu erzwingen. Gibt es sie wirklich, die ?schwule Identität??
Schwulsein 2008 ? Auf schwules Selbstverständnis scheißen, die besten Typen abschleppen, Liebe nur mit drei Buchstaben schreiben und jenseits von Sex trotzdem eine Gemeinschaft bilden? Weshalb sollten wir? Wütende Manifeste treffen auf Reproduktionsmythen, Hassreden auf schweigsame Körper, authentische Interviews auf radikale Ansichten und Fleisch.

Mit: Christian Bormann, Konstantin Achmed Bürger, Alexander Schröder, Heiko Senst, Ingmar Skrinjar

Regie: Michael Müller
Dramaturgie: Heike Pelchen
Bühne: Silke Bauer
Fotos: Martin Profittlich

Eine Produktion von blint und Theaterdiscounter. Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin ? Senatskanzlei ? Kulturelle Angelegenheiten.

Foto © Martin Profittlich

Aufführungen

Juli 17)(18)(19


ORT
Hochzeitssaal
















sophiensaele sophiensaele