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Festival

Tanztage Berlin 2021

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© Jan Grygoriew

JANUAR 07 bis ∞

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation wird die 30. Ausgabe der Tanztage Berlin unter der neuen Leitung von Mateusz Szymanówka vom 7. bis 16. Januar als Online-Programm starten. Alle geplanten Live-Vorstellungen werden wir dann im Frühjahr 2021 nachholen. Den Auftakt macht am 7. Januar der Film showdown AV der Choreografin Judith Förster und der Filmemacherin Stella Horta. Die erste digitale Premiere des Festivals präsentiert Clay AD am 15. Januar mit der Performance Indication of Spring at the End of Time. Außerdem laden wir zu einer Online-Zukunftswerkstatt ein – einer Gesprächsreihe über Arbeitskultur und psychische Gesundheit, die gemeinsam mit dem Verein ZTB (Zeitgenössischer Tanz Berlin) veranstaltet wird. Weiterhin wird Pedro Marum ein Online-Format kuratieren, das sich auf neue künstlerische Praktiken der Fürsorge in der Clubkultur fokussiert. Das Festival präsentiert darüber hinaus die ersten drei Episoden des Tanztage-Podcasts, die in Zusammenarbeit mit dem queer-feministischen Rave-Kollektiv LECKEN entstanden sind.

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          ULICA PRAVDY Alexander Petlura Imperium der Dinge Alexander Petlura

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          Festsaal

          25 Jahre hat Alexander Petlura in unermüdlicher Arbeit gesammelt: weggeworfene Alltagsgegenstände, ausrangierte Kleidung und Insignien der russischen Alltagsgeschichte. Seine Sammlung umfasst inzwischen an die 2.000 Paar Schuhe, 1.500 Anzüge und Kleider, 1.000 Stück Frauen- und Männerunterwäsche, etwa 3.000 Stück diverser Accessoires und etwa 2.000 Alltagsgegenstände. Sie ist die größte Sammlung russischer Alltagskultur im heutigen Russland ? an den Sophiensaelen führt er sie ein letztes Mal zusammen. Mit diesem schier unerschöpflichen Reservoir an Kostümen und Requisiten setzt er die Tradition der ?lebenden Bilder? fort und stellt mit den Abfallprodukten des Zerfalls der russischen Welt die Identität Russlands nach.

          Sieben lebende Bilder krönen symbolisch und ortsgebunden das Lebenswerk eines Künstlers, der selbst zur lebenden Legende geworden ist. Der einstige Leiter der größten KünstlerInnenkommune der besetzten Häuser Moskaus bringt sein ?Imperium der Dinge? an die Ost-West-Kreuzung Berlin. ?Wie Velimir Chlebnikov 1916 im ?Brief an zwei Japaner? schrieb, ihr hättet den Ball des Schlagballspiels in unsere Herzen geworfen, so möchte ich 2009 in Berlin den zweiten Schritt tun: Den ewig wiederauflebenden russischen Underground in letzter Wahrheit zeigen.?

          Sieben lebende Bilder: Das Museum aus Menschen
          Juni 18) Die Rote Garde / Im Licht des Spions
          ab 23 Uhr Party mit DJ Osadtschij
          Juni 19*) Der tote Geheimagent / Das Maisfeld
          Juni 20) Diamanten für Arbeiter
          Juni 21) Lebt wohl, meine Tauben! / Völkerfreundschaft
          ab 22 Uhr Party mit DJ Osadtschij

          *Juni 19) Publikumsgespräch mit Waffeln im Anschluss an die Vorstellung

          Regie & Künstlerische Leitung: Alexander Petlura
          Künstlerische Mitarbeit: Katrin Rathert
          Regieassistenz: Alexandra Hennig
          Sound: DJ Osadtschij
          mit sieben PerformerInnen aus Russland und sieben PerformerInnen aus Berlin

          Eine Veranstaltung im Rahmen des Festivals "Ulica Pravdy - Straße der Wahrheit"

          Produktionsleitung: Jelena Charlamowa

          Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.
          Mit freundlicher Unterstützung von Goethe Institut, 95,8 radioeins und Fahrradwerkstatt ?Zum goldenen Lenker?.

          Foto © Alexander Petlura