Spielplan
Heute
Rita Mazza
DANDELION II
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Juli 26-30
Video on Demand
Online | Eintritt frei

Nach Erfahrungen in der europäischen tauben Performance-Community zeigt Rita Mazza nun ihre erste choreografische Arbeit an den Sophiensælen. Die Bühne als Spielwiese betrachtend erforscht sie die Kombination von Tanz und Gebärdensprache und schafft eine ganz neue Form von visueller Poesie. >>HIER GEHT ES ZUM VIDEO

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Heute
TANZSCOUT 2.0
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Juli 26-31
August 01
Tune-In und Wrap-Up
Online

Mit diesem AUDIO Tune-in & COLLAGE Wrap-up online ist es dem Tanzscout-Team möglich, weiterhin Verbindungen zwischen Tanzstück und Zuschauer*innen herzustellen.

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Jess Thom
Biscuits Without Borders + Disability Culture in a Time of Pandemic
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Juli 26-31

Jess Thoms Lecture Disability Culture in a Time of Pandemic und ihr Gespräch Biscuits Without Borders mit Noa Winter sind nun auch als Videos on Demand verfügbar. Beide Veranstaltungen fanden im Oktober 2020 im Rahmen des Performancefestivals Risk and Resilience statt. >> Hier geht es zu den Videos

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Ania Nowak
INFLAMMATIONS (PANDEMIC EDITION)
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Juli 29 30 31
August 01
Tickets
Website |

Verletzlichkeit wird zur Wegbereiterin einer neuen Körper-, Sprach- und Care-Ökonomie: Ausgehend von der Frage, welche Erwartungen wir an hyperfunktionale Körper auf der Bühne und im Alltag haben, fordern die Performer*innen einen Platz für instabile Körper - mit all ihren Risiken und Potenzialen, im Tanz ebenso wie in der Gesellschaft.

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Rachel Bagshaw
THE SHAPE OF THE PAIN / WHERE I GO
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Juli 29 | 19.00 Uhr
EINTRITT FREI

Während der Pandemie adaptierten Rachel Bagshaw und ihr künstlerisches Team die Bühnenperformance The Shape of the Pain für den Bildschirm. Aus diesem Prozess entstand das 18-minütige BBC-Feature Where I Go

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RAQUEL MESEGUER ZAFE
A CRASH COURSE IN CLOUDSPOTTING
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Juli 30 31 | 16.00 Uhr
Juli 30 31 | 19.00 Uhr
Tickets
Website | 15/10 €

Eine besondere und intime Audio-Reise von fragiler Schönheit: Für ihre dokumentarische Arbeit hat Raquel Meseguer Zafe über 300 Geschichten von Menschen gesammelt, die wie sie selbst darauf angewie­sen sind, sich im öffentlichen Raum hinzulegen und auszuruhen. 

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WORKSHOP: CREATIVE CAPTIONS
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Juli 31 | 11.00 Uhr - 15.00 Uhr
Eintritt frei

Barrierefreiheit ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern ein noch viel spannenderes kreatives Werkzeug: Rachel Bagshaw und Sophie Woolley teilen ihre Erfahrungen im kreativen Umgang mit Untertitelung und stellen einige Übungen vor, die andere Kunstschaffende bei der eigenen Verwendung und Stil-Entwicklung von Untertiteln unterstützen.

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IN CONVERSATION
August 01 | 18.00 Uhr
Eintritt frei

Digitales Gespräch auf Zoom mit den Künstler*innen der Produktionen Inflammations, A Crash Course in Cloudspotting und The Shape of the Pain: Sie thematisieren das Navigieren durch einen oft ableistischen Kunstsektor und erzählen, welche Arbeitsmethoden und Ästhetiken sie entwickelt haben.

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Layton Lachman & Samuel Hertz
DOOM (THE MOVIE)
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August 05 | 19.30 Uhr
Tickets

Gemeinsam mit Layton Lachman & Samuel Hertz und Open Air Neukölln im Freiluftkino Hasenheide möchten wir euch zur Premiere von DOOM (THE MOVIE) einladen.

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James Batchelor + Collaborators
An Evening-length Performance
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August 12 13 14 15 | 19.00 Uhr
Tickets
Tanz
Festsaal |

Mit An Evening-length Performance reimaginiert der australische Choreograf James Batchelor den barocken Ballsaal als Ort queeren Ausdrucks und der Begegnung.

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Colette Sadler + Mikko Gaestel
ARK 1
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August 13 | 16.00 Uhr
August 13 | 17.30 Uhr
August 13 | 19.00 Uhr
August 13 | 20.30 Uhr
Tickets
Tanz

In einer immersiven Solo-Performance-Installation befragen die Choreografin Colette Sadler und der bildende Künstler Mikko Gaestel im Rahmen einer virtuellen 3D-Umgebung die Zukunft des Menschen in Beziehung zur Technologie.

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Turbo Pascal
Irgendwie Mitte
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August 18 19 20 21 | 21.30 Uhr
Tickets
10/15/25/50 €

Viele Menschen ordnen sich der Mitte zu. Doch wo liegt die eigentlich genau – irgendwo zwischen oben und unten, arm und reich? Im Rahmen einer vierteiligen Live-Reality-Serie begibt sich Turbo Pascal auf die Suche nach den diffusen Kategorien und Verhältnissen, die die sogenannte Mitte ausmachen.

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Thiago Granato
The Sound They Make When No One Listens
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August 19 20 21 22 | 19.00 Uhr
Tickets
Tanz
Festsaal |

Der brasilianische Choreograf Thiago Granato erforscht den Akt des Zuhörens in Zeiten ökologischer, politischer und persönlicher Krisen.

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Melanie Jame Wolf mit Teresa Vittucci
SHOW BUSINESS
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August 30 31 | 20.00 Uhr
September 01 02 | 20.00 Uhr
Festsaal | 15/10 €

There’s no business like show business. In ihrem ersten gemeinsamen Performance-Abend gehen Melanie Jame Wolf und Teresa Vittucci der Frage nach: Was braucht es, um eine Show great zu machen? 

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Making A Difference
Owning spaces - Conversations and actions from bed
Konferenz save the date
September 01-05

Konferenz Auf Zoom
September 01-05

Als Team behinderter Künstler*innen/Kurator*innen laden Kate Marsh und Noa Winter ein zu Gesprächen, Praxis, Safer Spaces und öffentlichem Austausch. 

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Specials
Festival
Cripping the Pain
A Crash Course in Cloudspotting Main Image Credit Paul Samuel White-SMALL
© Paul Samuel White

JULI 29 – AUGUST 01

Schmerzen werden auf der Bühne selten verhandelt. Der Schwerpunkt CRIPPING THE PAIN, der pandemiebedingt im Juni 2020 nicht stattfinden konnte und nun in digitaler Form nachgeholt wird, präsentiert künstlerische Arbeiten, Workshops und Gespräche, die dieser Komplexität Raum geben und sich dominanten ableistischen Körperwahrnehmungen widersetzen.

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Festival
Coming of Age
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© Jan Grygoriew

Age is just a number – um das Altern kommen wir trotzdem nicht herum. Inmitten der Debatten rund um Klimabewegung, Identitätspolitik und Körperbilder ist es Zeit, längst überkommene Generationsverträge neu zu verhandeln. So hat nicht erst die jüngere Pandemiegeschichte gezeigt, dass Fragen nach Verantwortungen und der Solidarität neu gestellt werden müssen. Das Performance-Festival COMING OF AGE, das vom 15. September bis zum 7. November an den Sophiensælen stattfindet, widmet sich verschiedenen Facetten des Alterns in der Gesellschaft – und blickt dabei auf die unterschiedlichen Herausforderungen eines Phänomens, das uns alle betrifft.

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Service
Begleitprogramm
Haus
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After Europe Beiträge zur dekolonialen Kritik

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© Jan Grygoriew
Symposium
2019 Oktober 12 | 14.00 Uhr
Hochzeitssaal
Auf Deutsch und Englisch

Unter dem Stichwort der dekolonialen Kritik wird derzeit in Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft die eigene koloniale Verstricktheit reflektiert. In diesem Diskurs wird der Kolonialismus nicht als ein zeitlich und räumlich ferner Zusammenhang begriffen, welcher mit der historischen Dekolonisation Mitte des 20. Jahrhhunderts abgeschlossen wäre; sondern als grundsätzliche Strukturierung der Moderne verstanden. Unsere Welt ist durchzogen von einer kolonialen Matrix, einer Grammatik, die beispielsweise das Polizeirecht weißer Siedler in der Kolonie Deutsch-Südwest-Afrika genauso ermöglicht, wie die gegenwärtige polizeiliche Praxis des Racial Profiling. Aber auch bisher unverdächtige Begriffe, wie Ästhetik, und deren Apparate, wie White Cube und Black Box, erscheinen seltsam gewalttätig im neuen Licht der Dekolonialität.

In Beiträge zur dekolonialen Kritik sprechen Denker*innen mit dem Publikum und miteinander über zentrale Begriffe und Zusammenhänge für die dekoloniale Arbeit in Deutschland im Jahr 2019. Wir beginnen mit einer Begriffsklärung. Der Zürcher Kulturanthropologe Rohit Jain wird einige Begriffe, mit denen derzeit gearbeitet wird, u.a. Postkolonialismus, (De)Kolonialität und Diversity, ordnen und in einem europäischen und globalen Zusammenhang problematisieren. Weiter geht es mit einem Herzstück der Dekolonialität, nämlich der Kritik am philosophischen Universalismus. Die documenta Professorin Nora Sternfeld wird dem entgegen über Geschichte und Möglichkeiten eines Universalismus der Marginalen sprechen. Zu guter Letzt beschäftigen wir uns mit der Frage nach dem Kolonialismus der Anderen. Die Protestforscherin Olga Reznikova präsentiert uns Inneneinsichten eines nicht-westlichen russischen Imperialismus.

JULIAN WARNER arbeitet als freier Kulturanthropologe an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kulturanthropologie der Georg-August-Universität Göttingen, Dramaturg und Performer diverser Performances von Oliver Zahn sowie Dramaturg und Ethnograph von Anta Helena Reckes Schwarzkopie von Mittelreich. Julian Warner ist gemeinsam mit Elisa Liepsch Ko-Herausgeber des Sammelbandes ALLIANZEN — Kritische Praxis an weißen Institutionen und arbeitet als Kurator am Künstler_innenhaus Mousonturm in Frankfurt, den Sophiensælen in Berlin und den Münchner Kammerspielen. Er unterrichtet Seminare und Workshops an Universitäten und Kunstinstitutionen im In- und Ausland.

NORA STERNFELD ist Kunstvermittlerin und Kuratorin. Sie ist documenta Professorin an der Kunsthochschule Kassel und Co-Leiterin des /ecm – Masterlehrgangs für Ausstellungstheorie und -praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien. Sternfeld ist Gründungsmitglied von trafo.K (Büro für Bildung, Kunst und kritische Wissensproduktion Wien) und seit 2011 Teil von freethought (Plattform für Forschung, Bildung und Produktion London). Sie war eine der künstlerischen Leiter_innen der Bergen Assembly 2016 und publiziert u.a. zu zeitgenössischer Kunst und Antirassismus.

ROHIT JAIN ist Forscher am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaften (ISEK) der Universität Zürich und arbeitet als Geschäftsführer des postmigrantischen Think & Act Tank Institut Neue Schweiz (INES). Er publizierte u.a. zu postkolonialen öffentlichen Räumen zwischen der Schweiz und Indien. Jain war beteiligt an den künstlerischen Forschungsprojekten zur Rolle von Goldhandel für den öffentlichen Raum der Schweiz (Zürcher Hochschule der Künste) sowie zu Urban Citizenship (Shedhalle Zürich) und ist Mitbegründer des rassismus-kritischen Humorfestivals Laugh Up. Stand Up! sowie des Salon Bastarde, einer Reihe postmigrantischer Happenings in Zürich.

OLGA REZNIKOVA hat am St. Petersburger Institut für Jüdische Studien und an der LMU München studiert und Abschlüsse in den Fächern Europäische Ethnologie, Soziologie und Geografie an der LMU München (2012). Ihr wissenschaftliches Interesse liegt im Bereich Antisemitismusforschung, feministischer und postkolonialer Theorien sowie in der ethnographischen Erforschung der Arbeiter_innen-Proteste und Streiks. Derzeit promoviert sie an der Georg-August-Universität in Göttingen im Fach Kulturanthropologie zum Thema LKW-Fahrer Proteste in Russland.

MIT Nora Sternfeld, Rohit Jain, Olga Reznikova MODERATION Julian Warner