Specials

Performance/Audiowalk

Lea Sherin Kübler + Soraya Reichl & Ensemble
Remember Now! Eine Geschichte des einander Erinnerns | Jugendprojekt

Hauptmotiv_quer
©Shirin Esione

Mai 07 08 09 l 14 Uhr + 17 Uhr

An wen wollen wir erinnern und welche Wege gibt es, dies zu tun? Remember Now! lädt zu einem performativen und interaktiven Audiowalk im Berliner Stadtraum ein und wirft einen kritischen Blick auf Berliner Erinnerungsorte. In dynamischen Szenencollagen erlebt das Publikum Geschichte(n) aus einer Perspektive des Widerstands.

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          bösediva Doppelhamlet

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          2013 Mai 31 | 20.00 Uhr
          2013 Juni 01 04 05 | 20.00 Uhr
          Festsaal

          Auf Deutsch - in German

          Eine performative Installation

          Papa ist tot. Onkel hat ihn umgebracht. Papa war König. Jetzt ist Onkel König. Und Mama schläft mit Onkel. Hamlet, Prinz von Dänemark, hat ein Problem: Was tun?

          Es gibt zwei Hamlets. Beide treffen radikal unterschiedliche Entscheidungen. Der eine Hamlet sagt: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Es gibt eine Wahrheit und sie muss ans Licht. Auch wenn es Menschenleben kostet. Mein privates Leid und der politische Umsturz sind eins. Der andere sagt: Was verstehe ich schon von Politik? Die Welt ist so kompliziert geworden. Vielleicht war Papa der norwegischen Gefahr nicht mehr gewachsen. Jeder ist seines Glückes Schmied. Ich nehme meine Pillen und genieße das Leben.

          Ophelia ist in Königin Gertrud hineingekrochen und Gertrud in Ophelia. In Gertrud sitzt jetzt ein schönes Mädchen und ruft: Wenn Hamlet mich nicht will, gehe ich ins Wasser. Alles oder nichts! Und in Ophelia sitzt Gertrud und sagt: Lieber Königin bleiben, in meinem Alter finde ich keinen anderen Job mehr. Die Macht ist besser als nichts.

          bösediva nimmt sich Motive und Gedanken aus Shakespeares „Hamlet“ und macht daraus eine Ausstellung mit lebenden Kunstobjekten. Kann man heute noch politisch denken? Und wie macht man das? Kann man noch radikal sein? Und was bedeutet das? Dürfen Frauen älter werden? Wie finden wir zu einer moralischen Entscheidung? Doppelhamlet schafft Orte für diese Fragen und lädt das Publikum zur Ortsbegehung. Zur Hamletbegehung.

          www.boesediva.de

          bösediva arbeitet an einer Maschine, die Theater in bildende Kunst verwandelt. Die Spannung zwischen den romantischen Impulsen theatraler und literarischer Narrative und der ideologiefreien Reinheit des Kunstobjektes ist ein wichtiger Gegenstand der Recherche. Andere Gegenstände sind die verschwimmenden Grenzen zwischen den Geschlechtern, der weiblichen und männlichen Körper und ihrer Darstellung. bösediva arbeitet mit den Mitteln der Performance, der Video- und Klanginstallation, arbeitet postvirtuos und in der Tradition des romantischen Dekonstruktivismus. bösediva sind Robin Detje und Elisa Duca. Sie arbeiten mit dem Musiker Jochen Arbeit (Einstürzende Neubauten) und den Videokünstlern Chris Kondek und Rebecca Salvadori zusammen. Bisherige Produktionen in den Sophiensælen: Lou Blue (2009), Godzilla fühlt sich frei (2010) Fr. Monster (2010), Doppelhamlet (2013).

          MIT Jochen Stechmann, Elisa Duca, John McKiernan, Robin Detje MUSIK Jochen Arbeit VIDEO Chris Kondek TEXTE Robin Detje, William Shakespeare KOSTÜM Elisa Duca, Andy Bonfini PRODUKTIONSLEITUNG, DRAMATURGIE Katrin Dollinger | dIE kULTURNETZWERKERIN REGIEASSISTENZ Assaf Hochman TON Adriano Angiolini BAUTEN Uri Oppenheim BERATUNG Dieta Sixt HOSPITANZ Chris Möller LICHT Walter Freitag PRODUKTIONSFOTOS Eduardo Balanza PRESSE björn & björn

          Eine Produktion von bösediva in Koproduktion mit PATHOS München und SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Dank an Angelika Winter, Hans Peter Streich („Doppelhamlets Geist“) und das unbekannte Nacktmodell.

          Foto © Eduardo Balanza | eduardobalanza.com