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Festival

Tanztage Berlin 2021

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© Jan Grygoriew

JANUAR 07 bis ∞

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation wird die 30. Ausgabe der Tanztage Berlin unter der neuen Leitung von Mateusz Szymanówka vom 7. bis 16. Januar als Online-Programm starten. Alle geplanten Live-Vorstellungen werden wir dann im Frühjahr 2021 nachholen. Den Auftakt macht am 7. Januar der Film showdown AV der Choreografin Judith Förster und der Filmemacherin Stella Horta. Die erste digitale Premiere des Festivals präsentiert Clay AD am 15. Januar mit der Performance Indication of Spring at the End of Time. Außerdem laden wir zu einer Online-Zukunftswerkstatt ein – einer Gesprächsreihe über Arbeitskultur und psychische Gesundheit, die gemeinsam mit dem Verein ZTB (Zeitgenössischer Tanz Berlin) veranstaltet wird. Weiterhin wird Pedro Marum ein Online-Format kuratieren, das sich auf neue künstlerische Praktiken der Fürsorge in der Clubkultur fokussiert. Das Festival präsentiert darüber hinaus die ersten drei Episoden des Tanztage-Podcasts, die in Zusammenarbeit mit dem queer-feministischen Rave-Kollektiv LECKEN entstanden sind.

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          bösediva Fr. Monster

          • stueck_767

          2010 Juni 23 24 25 26 | 21.00 Uhr
          Virchowsaal

          Eine Beziehungsinstallation mit Performanceelementen


          Der Titanenwurz steht im Urwald und stinkt. Er blüht nur alle drei Jahre. Die Blüte ist zwei Meter fünfzig hoch und sieht aus wie ein Schwanz. Sie verströmt scharfen Verwesungsgeruch und lockt Aaskäfer an, die sie bestäuben. Die Aaskäfer legen ihre Eier in der Blüte ab. Die Larven verhungern.

          Ich bin eine berühmte Botanikerin. Monatelang habe ich im Urwald nach dem größten Titanenwurz der Welt gesucht. Als ich ihn gefunden hatte, bin ich bei ihm geblieben. Wenn er Verwesungsgeruch verströmt, bestäube ich ihn lege ich meine Eier in ihm ab. Auch für mich hat die Beziehung viele Vorteile. Der Titanenwurz verdient gut, ist stark und beschützt mich. Aber es rasiert sich nicht. Seine Haare wachsen und wachsen und würgen den Wald ab.

          Heute weiß ich: Jedes Monster ist ein kleiner Wurz. Jede monströse Beziehung muss auf dem Sofa ganz kleinliche Szenen einer Ehe durchspielen. Wir haben uns arrangiert. Ich bin zufrieden.

          Wie schon bei "Lou Blue" und "Godzilla fühlt sich frei" bietet bösediva dem Publikum Interpretationsmöglichkeiten an. Wir machen ihm keine Vorschriften. Mit "Fr. Monster" schlägt das Pendel unserer Arbeit weiter in Richtung bildende Kunst aus. Nicht ohne Exhibitionismus: Die Künstler privat. Aber privat ist das Künstlerpaar nur als Kunstwerk.

          Trailer hier: www.snipurl.com/frmonster

          bösediva arbeitet an einer Maschine, die Theater in bildende Kunst verwandelt. Die Spannung zwischen den romantischen Impulsen theatraler und literarischer Narrative und der ideologiefreien Reinheit des Kunstobjektes ist ein wichtiger Gegenstand der Recherche. Andere Gegenstände sind die verschwimmenden Grenzen zwischen den Geschlechtern, der weiblichen und männlichen Körper und ihrer Darstellung. bösediva arbeitet mit den Mitteln der Performance, der Video- und Klanginstallation, arbeitet postvirtuos und in der Tradition des romantischen Dekonstruktivismus. bösediva sind Robin Detje und Elisa Duca. Sie arbeiten mit dem Musiker Jochen Arbeit (Einstürzende Neubauten) und den Videokünstlern Chris Kondek und Rebecca Salvadori zusammen. Bisherige Produktionen in den Sophiensælen: Lou Blue (2009), Godzilla fühlt sich frei (2010) Fr. Monster (2010), Doppelhamlet (2013).

          Von und mit Elisa Duca und Robin Detje

          Musik: Jochen Arbeit
          Video: Rebecca Salvadori
          Kinderlied gesungen von Lotte Mina Renner
          Assistenz: Lydia Merkel, Eva Häfele
          Anfertigung Monsterkostüm: Jennifer Nicastro

          Eine Produktion von bösediva und Sophiensaele.
          Die Produktion dankt Angelika Winter, Mark Bihler, Maria F. Scaroni, Christian Drewitsch und dem Restaurant Cantamaggio.

          www.boesediva.de

          Texte inspiriert von ?Dylan Dog?, der ?Kritik der Urteilskraft? von Immanuel Kant, der Lebensgeschichte der Julia Pastrana (1834-1860) und dem Drehbuch zu ?Szenen einer Ehe? von Ingmar Bergman.