Specials
Service
Begleitprogramm
Haus
Suche + Archiv
Programm
    Festivals
      Künstler*innen
        Sonstiges
           

          Company Christoph Winkler It's All Forgotten Now A Performative Mixtape For Mark Fisher

          • glitch_HP
            © Gabriella Fiore
          • vimeo Video

            Mit dem Abspielen des Videos stimme ich der Datenschutzerklärung von Vimeo und damit auch der Übertragung von Daten in die USA zu.

          Tanz/Film

          2020 November 23 24 | 18.00 Uhr
          2020 November 25-29
          Online

          Auf Englisch

          Covid19-bedingt konnten viele Tänzer*innen des Stücks nicht anreisen. Um sie dennoch in die Produktion einzubinden, haben sie in ihren jeweiligen Ländern Videos produziert. Daraus sind neben dem Material für das Bühnenstück auch eigene Videoarbeiten entstanden. Diese sind die Ghosts der Produktion und komplementieren die Bühnenfassung des Stückes.

          Tanz trifft Musik, Film, Video und Spoken-Word: Eine performative Hommage an Mark Fisher. Der britische Kulturwissenschaftler und Poptheoretiker Mark Fisher prägte mit seinem legendären Blog K-Punk eine ganze Generation von popaffinen Kapitalismuskritiker*innen. In seinen Texten über wenig bekannte Musik, zeitgenössische Filme und Bücher attestierte er der Gesellschaft ein kulturelles Erschöpfungssyndrom und kritisierte die weitverbreitete Auffassung, es gäbe keine Alternative mehr zur kapitalistischen Realität: Das Ende der Welt kann man sich vorstellen, das Ende des Kapitalismus nicht?

          Knapp drei Jahre nach Mark Fishers Suizid 2017 nähert sich die Company Christoph Winkler einigen Konzepten seiner Theorie an, die sich nicht nur politisch, sondern auch ästhetisch ausdrücken: Beispielsweise die „Hauntology“, also Ideen und Theorien, die die Gegenwart wie Geister aus der Vergangenheit heimsuchen, oder „the Weird & the Eerie“, das Seltsame, das jedoch nicht mit dem Schrecklichen zu verwechseln ist. Mit einem performativen Mixtape aus Musik, Film, Tanz, Video und Spoken-Word-Texten, u. a. von Mark Fisher selbst, schafft die Kompanie eine Hommage an einen der größten popkulturellen Gegenwartsdiagnostiker unserer Zeit.

          CHRISTOPH WINKLER erarbeitete seit 1998 als freischaffender Künstler mehr als 78 Tanzstücke und gilt als einer der vielseitigsten Choreografen Deutschlands. 2014 gewann Das Wahre Gesicht den FAUST Preis des Deutschen Bühnenvereins in der Kategorie Beste Choreografie. 2016 wurde Aloalii Tapu als Bester Tänzer für die Christoph-Winkler-Produktion Urban Sou Café ausgezeichnet. 2020 wurde Christoph Winkler eine George Tabori Auszeichnung verliehen. Seine Arbeit umfasst ein weites Spektrum von Formaten und reicht von sehr persönlichen bis zu politischen Themen. Seit 2009 realisiert er Arbeiten an den Sophiensælen, u.a. das Tanzfonds Erbe-Projekt Abendliche Tänze (2014) und Golden Stars on blue - a sonic Tableau (2015). 2016 kuratierte er in Zusammenarbeit mit den Sophiensælen das Witch Dance Project. Im selben Jahr zeigte er Five Studies On Post-Colonialism (2016) und zuletzt das Projekt Speak Boldly - The Julius Eastman Dance Project (2018). http://christoph-winkler.com/

          Konzept, Choreografie Christoph Winkler Tanz Lois Alexander, Lisa Rykena, Michael Gagawala Kaddu, Raha Nejad, Kevin Lau Video contributions Aloalii Tapu, Joshua Faleatua, Robert Ssempijja - Dance Revolution East Africa, Bria Johnson, Symara Sarai Johnson Videodesign Matthias Härtig, Gabriella Fiore Kostümassistenz Marie Akoury Produktionsleitung Laura Biagioni Technische Leitung Fabian Eichner Film Tanzforum Berlin

          Eine Produktion der Company Christoph Winkler in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE. Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa und vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien und in Kooperation mit Schalldruck Veranstaltungstechnik. Die Audiodeskription zu It's all forgotten now wird durchgeführt in Kooperation mit mapping dance berlin, Teil des Projektes Attention Dance II. Das Projekt wird von 2018-2021 gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und das Land Berlin. Medienpartner: taz. die tageszeitung