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          deufert&plischke Hermaphrodismus als kritische Praxis

          • stueck_817

          2010 Dezember 10 | 20.00 Uhr

          Der Hermaphrodit ist eine Zwitter-Figur. Sie ist gleichzeitig mehr und weniger als eins. Sie markiert eine Unentscheidbarkeit, sie verweist auf das Tabu der Verschmelzung und der Uneinheitlichkeit. In der Geschichte wurde der Hermaphrodit verehrt, bewundert, verspottet, gejagt, ausgestellt und zum Objekt medizinischer und juristischer Operationen. Der Künstlerzwilling deufert&plischke nimmt die Figur des Hermaphrodoten an, um in den eigenen künstlerischen und Lebensprozessen resistent zu bleiben gegenüber den Forderungen der sichtbaren Addition und der erfolgreichen Produktion. In der Lecture stellt deufert&plischke sich als Hermaphrodit und wichtige Motive seiner künstlerischen Arbeit der letzen 9 Jahre vor: die 2 im Singular, die Jagd über dem Abgrund, Wucherung als Prinzip der Emergenz, Topologien der Leidenschaft.

          Interview #7: Im Anschluss an die Lecture spricht Heike Albrecht mit dem Künstlerzwilling.

          Thomas Plischke und Dr.in Kattrin Deufert arbeiten seit 2003 als Künstlerzwilling deufert&plischke an verschiedenen Theaterprojekten, Dia- und Video-Installationen sowie Text- und Video-Publikationen. Sie unterrichten Komposition und Dramaturgie an der Universität Hamburg sowie an europäischen Kunsthochschulen. Im Jahr 2006 waren sie Gastprofessor_innen im Studiengang Performance Studies Hamburg, im Jahr 2008 übernahmen sie die Gastprofessur am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen und von 2010 - 2014 unterrichteten sie Tanz, Kontext, Choreographie [BA-Kurs] am Interuniversitären Zentrum für Tanz Berlin (HZT). Im Jahr 2015 koordinierten sie gemeinsam mit Alain Franco ein Forschungsseminar bei P.A.R.T.S.
          deufertandplischke.net

          www.artistwin.de/index2.html

          Foto © Marin Franov