Specials
Service
Begleitprogramm
Haus
Suche + Archiv
Programm
    Festivals
      Künstler*innen
        Sonstiges
           

          Johannes Müller / Philine Rinnert Das weiße Rössl am Central Park (In schlechtem Deutsch und ebensolchem Englisch)

          • Das Weisse Rössl_c_Philine Rinnert 2
            © Philine Rinnert
          • Das weisse Roessl_c_Philine Rinnert_HP 4
            © Philine Rinnert
          • Das weisse Roessl_c_Philine Rinnert_HP 3
            © Philine Rinnert
          • Das weisse Roessl_c_Philine Rinnert_HP
            © Philine Rinnert

          Musiktheater

          2020 Mai 20 21 22 | 20.00 Uhr
          Festsaal

          Auf Deutsch - in German

          Dies ist eine Relaxed Performance: Der Zuschauerraum ist nicht komplett abgedunkelt. Wer möchte, kann während der Show ein- und ausgehen oder sich für eine Pause ins Foyer zurückziehen. Stille ist nicht obligatorisch. Alternative Sitzmöglichkeiten und Gehörschutz werden bereitgestellt.

          Ein multimedialer Abend über jüdisch-deutsche Fluchterfahrung, verlorene Entertainment-Geschichte und die schillernde Neu(er)findung von Heimat: Im Weißen Rössl (1930) war eines der letzten legendären Revuetheaterstücke der Weimarer Republik. Später von den Nazis verboten, lebte es in zahlreichen Inszenierungen geflüchteter Europäer*innen in New York weiter. Eins dieser Zeugnisse kultureller Transformation ist Jimmy Bergs' Bearbeitung Das Weisse Rössl am Central Park –  In schlechtem Deutsch und ebensolchem Englisch, das im Emigranten-Treffpunkt Café Vienna in New York gespielt wurde. Der gesamte Raum des Cafés wurde von Berg und seinem Ensemble bespielt, der Oberkellner verwandelte sich am Ende zum Kaiser (der Deus-ex-machina-Figur der Vorlage), der das Publikum nicht nur bediente, sondern auch allen Orden verlieh. In ihrem Projekt tragen Johannes Müller und Philine Rinnert in einer Spurensuche zwischen Wien, Berlin und New York die Überreste dieser vergessenen Rössl-Version zusammen und nähern sich der Geschichte ihres Autors Jimmy Berg. Archiv-Fundstücke, biografische Bruchstücke, Interviews mit Weggefährten und die Musik der berühmten Revuevorlage verschmelzen zu einer Mischung aus Musiktheater und Lecture-Performance. Zwischen Neon-Reklame und rollendem Gepäckwagen, Zeitzeugnissen und Musikeinlagen geraten Performer*innen und Publikum in einen schwindelerregenden Sog.

          JOHANNES MÜLLER / PHILINE RINNERT entwickeln Musiktheater-Hybride, die sowohl die Vergangenheit der Oper, ihre Wirkung und Techniken ins Visier nehmen, die aber auch eine Archäologie der Gegenwart sind, von Entertainment und Queer Culture. Sie verbinden klassische Musik mit aktuellen Diskursen und archäologischen/ pop-kulturellen Artefakten. In ihren Projekten arbeiten Performer*innen / Tänzer*innen / Schauspieler*innen / Wissenschaftler*innen / Drag Queens gemeinsam mit klassischen Musiker*innen und Sänger*innen. Für die Arbeit Reading Salomé erhielten sie 2016 den Jurypreis beim Favoriten-Festival. Im Jahr 2019 wurden sie zusammen mit White Limozeen zum Theaterfestival Impulse eingeladen. www.johannesmueller.eu | www.philinerinnert.de

          KONZEPT, REGIE Johannes Müller KONZEPT, AUSSTATTUNG Philine Rinnert ASSISTENZ AUSSTATTUNG Maria Gamsjäger ARRANGEMENT, MUSIKALISCHE LEITUNG Misha Cvijovic ZUSÄTZLICHE TEXTE Daniel Sauermilch TRACHTEN Leila Hekmat MIT Paul Hübner, Sarai Cole, Misha Cvijovic, Hauke Heumann, Sabrina Ma, Jördis Richter, Shlomi Moto Wagner, Lixue Lin-Siedler, Jochen Carls PRODUKTION ehrliche Arbeit - freies Kulturbüro

          Eine Produktion von Johannes Müller / Philine Rinnert in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE. Gefördert von der Senatskanzlei für Kultur und Europa und dem Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Medienpartner: taz. die tageszeitung

          Mit freundlicher Genehmigung der Österreichischen Exilbibliothek im Literaturhaus Wien und Trude Berg und unter Verwendung von Texten aus Das weisse Rössl am Central Park, The White Horse Rides again (Texte von Jimmy Berg) und einzelner Song-Umdichtungen aus dem Nachlass Bergs. Mit freundlicher Genehmigung der Exilbibliothek Wien und Trude Berg und unter Verwendung von Auszügen aus Im weißen Rössl - Singspiel in drei Akten frei nach dem Lustspiel von Blumenthal und Kadelburg von Hans Müller und Erik Charell, Gesangstexte von Robert Gilbert, Musik von Ralph Benatzky, Sechs musikalische Einlagen von Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten und Robert Stolz. Rechte: Verlag Felix-Bloch-Erben.