Specials

Tanz/Film

Sheena McGrandles
Figured + Flush

figured
Figured | © Martin Rottenkolber

FEBRUAR 20 | 19.00 UHR | Premiere
FEBRUAR 21 – MÄRZ 06

In Figured und Flush setzt sich Sheena McGrandles mit radikaler Zeitlichkeit auseinander. Mit viel Liebe zum Detail deckt Figured die Absurdität und Künstlichkeit von Alltagsgesten auf. Flush bricht in Anlehnung an Gertrude Stein lineare und traditionelle Formen des Erzählens auf – die vielleicht sogar eine neue lesbische Zeitrechnung und Ästhetik evozieren.

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          TANZTAGE BERLIN 2010 Kat Vàlastur & Sonia Delbost-Henry / Lea Helmstädter Kat Vàlastur & Sonia Delbost-Henry / Lea Helmstädter

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          Festsaal

          Die TANZTAGE BERLIN 2010 behalten ihre Berliner Wurzeln im Auge, beobachten genau die Szene und wuchern dabei über ihre Grenzen. Junge Berliner KünstlerInnen werden unter die Lupe genommen und gleichzeitig unterstützt und gefördert.
          Trotz des Berlin-Bezugs muss das Festival die Lebens- und Produktionswirklichkeit der Tanzszene miteinbeziehen, die in hohem Maße von Flexibilität, Mobilität und Transnationalität geprägt ist. So entwickeln sich die TANZTAGE BERLIN mit den Ansprüchen und Erfahrungen der jungen KünstlerInnen-Generation weiter und stoßen dabei immer wieder an ihre finanziellen Grenzen. Mehr denn je wird dieses Jahr das Festival durch seine PartnerInnen, Netzwerke und Brückenschläge, aber auch durch die Eigeninitiative und die Kooperationen der beteiligten KünstlerInnen ermöglicht.
          Diese reichen von unseren Berliner PartnerInnen und nationalen Kooperationen über die Schweiz nach Kroatien, Frankreich, Portugal und Argentinien.


          Kat Válastur: So many Gens Dark


          Choreografie / Tanz: Kat Válastur
          Tanz: Marialena Mamareli, Nikos Kamontos, Kiriakos Hatziioannou, Katja Scholz, Laura Lozza
          Musik: Antonis Anissegos
          Kostüme / Bühnenbild: Teresa Hahn
          Licht: Nysos Vasilopoulos
          Unterstützt von: Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz ? Pilotprojekt Tanzplan Berlin (MA SODA), EKETHEH Hellenic Ministry of Culture

          Gestus: den Hals gestreckt. Der Blick gen Himmel.
          Grundbewegung: Der menschliche Körper als Objekt gegensätzlicher Kräfte, wie Aufstieg/Schwerkraft oder vorwärts/rückwärts zeitlich gesehen, die der Choreografie die Struktur eines Kreuzes geben. Das Ergebnis gibt die Entwicklung dieser Interaktionen wieder.
          Entwicklung von Bewegung: Die Bewegung erreicht ihren Maximalpunkt und kehrt zur ursprünglichen Grundbewegung zurück. Verdeutlicht wird dies durch das Bild des geschossenen Pfeils. Wenn der Pfeil abgeschossen ist, bleibt der Bogen inaktiv, bis er durch einen neuen Pfeil wieder in Bewegung kommt.
          Form der Entwicklung: spiralförmig, aufeinander folgende Kreise streben dem schlussendlichen Höhepunkt zu.
          Indem ein einzelnes Symbol (Jeanne) für die Vielzahl gewöhnlicher Menschen (Gens) gültig gemacht wird, ist sichtbar, was jedem einzelnen von uns möglich wäre, wenn wir aus unserer eigenen inneren Dunkelheit Kraft schöpfen würden.


          Sonia Delbost-Henry / Lea Helmstädter: Im Park (Arbeitstitel) (UA)


          ?Niemand vermag mehr in den Park einzudringen.
          Die Äste der Bäume halten sich tausendfach umschlungen, der ganze Park ist nur mehr ein einziges, gigantisches Lebewesen.
          Und ewige Nacht lastet unter dem riesigen Blätterdach. Und tiefes Schweigen! Und die Luft ist durchtränkt von Vermoderungsdünsten!
          Manchmal aber erwacht der Park aus schweren Träumen. Dann strömt er ein Erinnern aus an kühle Sternennächte, an tief verborgene heimliche Stellen, da er fiebernde Küsse und Umarmungen belauschte, an Sommernächte, voll glühender Pracht und Herrlichkeit, da der Mond wirre Bilder auf den schwarzen Grund zauberte, an Menschen, die zierlich galant, voll rhythmischer Bewegungen unter seinem Blätterdache dahinwandelten, die sich süße, verrückte Worte zuraunten, mit feinem verheißenden Lächeln.
          Und dann versinkt der Park wieder in seinen Todesschlaf.?
          Aus Georg Trakl, ?Verlassenheit?

          Eine nächtliche Kavalkade, jedes Mal unvollendet.
          Wir folgen den abrupten Wegen, wir steigen auf und ab im Galopp eines berauschenden Rennens. Immer wieder von neuem überkommen von der Aussicht, ein Ganzes zu erobern, fahren wir fort, aufzunehmen, was wir wahrnehmen: Bilder der wankelmütigen Wirklichkeit.
          Allegorisches Stück für zwei Tänzerinnen und einen Musiker.

          Choreografie / Tanz: Sonia Delbost-Henry, Lea Helmstädter
          Musik: Pierrick Monnereau
          Kostüm: Odrée Chaminade
          In Koproduktion mit TANZTAGE BERLIN.

          www.tanztage.de
          tanzpresse.de
          www.tanzforumberlin.de/trailer_tt2010.html

          Künstlerische Leitung: Peter Pleyer
          Produktionsleitung: Franziska Schrage
          Technische Leitung: Benjamin Schälike
          Produktionsbüro: Lina Maria Stahl, Cilgia Gadola

          Die 19. TANZTAGE BERLIN sind eine Produktion der Tanztage Berlin GbR in Zusammenarbeit mit Sophiensaele, Tanzfabrik Berlin e.V. und dem Polnischen Institut Berlin. Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin ? Senatskanzlei ? Kulturelle Angelegenheiten. Mit freundlicher Unterstützung von Eliashof, Tanzwerkstatt Berlin, Akt-Zent e.V. und tanzpresse.de.

          Foto © Casper Hedberg