Spielplan
Heute | 18:00 Uhr
Cora Rudy van Dongen Frost/ Franz Reimer
Sogar dein Tod war ein Geschenk
01 Cora Frost - Sogar Dein Tod war ein Geschenk_c_Mayra Wallraff_HP
Oktober 22 23 24 | 18.00 Uhr
Oktober 22 23 | 21.00 Uhr
Tickets
Performance/Cinema/Installation
Hochzeitssaal | 15/10€

Dieser Abend erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen Cora Frost und Walter Ladengast, dem Schauspieler, Lyriker, Maler, Fotokünstler und Nachbarn aus Coras Kindertagen. Wir lauschen seiner Stimme und beobachten, wie seine Bilder und Fotografien sich zu einem langsamen Lebensfilm formen. 

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Schwenk & Schmans
Im Wald mit...
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Oktober 22-31
November 01-07

Im März 2021 machten sich vier generationsübergreifende Wandergruppen auf den Weg durch Berlins Wälder: Schüler*innen zwischen neun und dreizehn Jahren wanderten mit jeweils ein bis zwei Großelternteilen an ihrer Seite oder am Telefon. Die Bilder, Videos, Audios, Texte, Fragen und Gedanken, die während diesen Wanderungen gesammelt wurden, haben Schwenk & Schmans zu einem Dokumentarfilm zusammengeführt.

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Vanessa Stern
Gebeine. Die Frieda, die ich meine
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Oktober 22-31
November 01-07
Eintritt frei

Elf alte Frauen erinnern sich in elf kurzen Filmen an Frieda. Dabei sagen alle die Wahrheit, doch jede weiß etwas anderes. >> hier online zu sehen.

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Interrobang
Deep Godot: Onlineversion
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Oktober 25-31
November 01-07
Tickets
10/7 €

Nach der erfolgreichen Live-Variante tritt das Publikum nun bequem von zuhause aus mit der KI DEEP-GODOT in Kontakt: Die von der Performancegruppe entwickelte und trainierte künstliche Intelligenz DEEP GODOT bietet eine individuelle Altersbegleitung für Menschen von 15 bis 100plus. Mit dem Programm Smart Ageing lernt DEEP GODOT die Menschen schon lange vor ihrem Lebensabend kennen, um sie später im Alter besser und persönlicher begleiten, unterhalten, pflegen und auf ihren Tod vorbereiten zu können.

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Stages of Ageing I: Altern in der freien Szene – Das Berlin Panel
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Oktober 25 | 19.00 Uhr

Stages of Ageing - das Diskursprogramm des Festivals Coming of Age nimmt jene Bedürfnisse im Alter(n) in den Blick, die in unserer Gesellschaft sowie in den Strukturen der Freien Theaterszene bislang zu kurz kommen. Stages of Ageing I ist ein Gespräch zum Thema Altern und Generationengerechtigkeit in der Berliner Freien Szene sowie Vorstellung eines Positionspapiers der AG Konzeptgeförderte Gruppen für die Interessen von langjährig in Berlin arbeitenden Künstler*innen und Gruppen. 

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Stages of Ageing II: Altern in der freien Szene – das überregionale Panel
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Oktober 26 | 19.00 Uhr

Stages of Ageing - das Diskursprogramm des Festivals Coming of Age nimmt jene Bedürfnisse im Alter(n) in den Blick, die in unserer Gesellschaft sowie in den Strukturen der Freien Theaterszene bislang zu kurz kommen. Stages of Ageing II ist ein überregionales Gespräch über Sichtbarkeit, Wünsche und best-practice-Beispiele zum Altern in den darstellenden Künsten.

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Stages of Ageing: Altern in der freien Szene
Intergenerationale Peer to Peer-Academy über das Alter(n) in der Freien Szene
Oktober 27 | 10.00 Uhr

Stages of Ageing - das Diskursprogramm des Festivals Coming of Age nimmt jene Bedürfnisse im Alter(n) in den Blick, die in unserer Gesellschaft sowie in den Strukturen der Freien Theaterszene bislang zu kurz kommen. In moderierten Peer-to-Peer-Gesprächen wollen wir uns mit dem Älterwerden in den Künsten auseinandersetzen und dabei nach neuen Wegen und Formen des altersübergreifenden Erfahrungsaustauschs und der gegenseitigen Unterstützung suchen. 

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25 Jahre SOPHIENSÆLE
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Oktober 29 | 18.00 Uhr
Fest
gesamtes Haus |

Die Sophiensæle werden 25 Jahre alt und auch unser Festival Tanztage Berlin kann auf sein 25-jähriges Bestehen und seine 30. Ausgabe zurückblicken. Deshalb feiern wir am 29. Oktober alles gemeinsam: Die Sophiensæle, die Tanztage Berlin und die Buch-Premiere unserer Jubiläumspublikation OPENINGS.

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Corinne Maier
Die Zufügung
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Oktober 30 31 | 19.00 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10€

Corinne Maier zeigt eine packende Lecture Performance zum Thema Alter und Altern mit Textfragmenten der Ausnahmeautorin Gerlind Reinshagen, Improvisationen der Performerin und der Musik von Elvis Presley.

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Lajos Talamonti
Alter Hase
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November 04 05 06 07 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10€

Fünf ehemalige Tänzer*innen blicken zurück auf die Zeit ihrer gemeinsamen klassischen künstlerischen Prägung. In einem letzten gemeinsamen Tanz machen sie die starren Strukturen der Klassik biegsam und erzählen vom Leben als oft überraschender Schule, deren Methode jede*r täglich neu für sich erfinden muss. 

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Markus&Markus Theaterkollektiv
Die Brieffreundschaft
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November 10 11 12 13 | 19.30 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10 €

Penthesilea, Judith, Klytaimnestra, Medea, Lady Macbeth. Abend für Abend lassen wir uns von ihren Gewalttaten berieseln und erfreuen uns an Drama, Mord und Totschlag. Wären sie nicht in Reclamheften gefangen, sie wären es wohl im Gefängnis. Dort hat das Markus&Markus Theaterkollektiv für ihr neues Stück die – ganz realen – Protagonistinnen dieses Abends aufgespürt und begonnen ihnen Briefe zu schreiben. Ein Theaterabend, der Fragen nach Menschlichkeit – und nach zweiten Chancen – neu stellt.

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Flinn Works
Artist Talk auf Zoom
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November 10 | 20.00 Uhr

In einem öffentlichen Online-Gespräch mit Sophia Stepf (künstlerische Leiterin von Flinn Works) wird Nora Amin die Stigmatisierung des so genannten "Bauchtanzes" thematisieren.

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Siegmar Zacharias & Samuel Hertz
WAVES #5 – Listening Sessions Towards Social Bodies
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November 15 | 20.00 Uhr
Tickets

Klangmeditationen, um gemeinsam in einem Raum zu verweilen, in dem wir nicht allein sein müssen: Von Mai bis Dezember 2021 laden Siegmar Zacharias und ihr Team gemeinsam mit dem FFT Düsseldorf und den Sophiensælen zu einer Reihe von Listening Sessions ein.

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Rehema Chachage | Aderemi Adegbite
I shredded them on your behalf | Tutuola Institute
Aderemi Adegbite_credit unknown
November 17 18 | 18.00 Uhr
November 19 | 17.00 Uhr
November 20 | 16.00 Uhr
November 20 | 19.00 Uhr
Kantine |

Installationen im Rahmen von Flinn Works' White Money: Die Künstlerin Rehema Chachage schreddert abgelehnte Förderanträge und verwandelt sie in Papierflieger; der Kurator und Künstler Aderemi Adgebite zeigt Videokunst im frischgegründeten nigerianischen Kulturinstitut und lädt einzelne Zuschauer*innen zu spirituellen Konsultationen durch professionelle Wahrsager.

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Abhishek Thapar
Untitled (AT)
Untitled_Abhishek Thapar_credit Abhishek Thapar_HP
November 17 18 | 18.30 Uhr
November 19 20 | 18.00 Uhr
November 20 | 16.30 Uhr
Tickets
Performance
10/7 €

Im Rahmen von Flinn Works' White Money: Untitled schickt vorgefasste Wahrnehmungen und alltägliche Verwendungsweisen von Geld durch den Schredder. Während das Geld seines Wertes beraubt und auf sein Ausgangsmaterial – Papier – zurückgeführt wird, bringt die künstlerische Arbeit andere Bedeutungen hervor und untersucht den Wert des „Wertes“.

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Azade Shahmiri | Anuja Ghosalkar
Tempor(e)ality | Double Agent X
Azade_Shahmiri_credit Lys Y. Seng
November 17 | 20.00 Uhr
Tickets
Performance
Festsaal | 15/10 €

Doppelvorstellung im Rahmen von Flinn Works' White Money: Die teheranische Künstlerin Azade Shahmiri setzt sich in einer Lecture Performance mit der historisch-imaginierten Repräsentation des Westens im iranischen Theater auseinander, während die indische Künstler*in Anuja Ghosalkar in einer doku-fiktionalen Performance Strategien der künstlerischen Existenzsicherung vorstellt.

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Anuja Ghosalkar | Nora Amin
Double Agent X | My Dance
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November 18 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

Doppelvorstellung im Rahmen von Flinn Works' White Money: Die indische Künstler*in Anuja Ghosalkar stellt in einer doku-fiktionalen Performance Strategien der künstlerischen Existenzsicherung vor, während Nora Amin den sogenannten Bauchtanz von den Sedimenten der Geschichte befreit.

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Flinn Works
Artist Talk
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November 19 | 18.00 Uhr
Festsaal |

Das Flinn Works Team und Abhishek Thapar sprechen über das Projekt White Money.

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Azade Shahmiri | Nora Amin
Tempor(e)ality | My Dance
Flinn Works_white money_my Dance_c_Ehab Abdellatif_HP
November 19 20 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

Doppelvorstellung im Rahmen von Flinn Works' White Money: Die teheranische Künstlerin Azade Shahmiri setzt sich in einer Lecture Performance mit der historisch-imaginierten Repräsentation des Westens im iranischen Theater auseinander, während Nora Amin den sogenannten Bauchtanz von den Sedimenten der Geschichte befreit.

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Anuja Ghosalkar
Double Agent X
Double Agent X_Anuja Ghosalkar_credit Debanshu Bhaumik HP
November 20 | 18.00 Uhr
Tickets
Performance
Festsaal | 10/7 €

Im Rahmen von Flinn Works' White Money: In Indien gibt es kaum öffentliche Kulturförderung. In ihrer doku-fiktionalen Performance sucht die Theatermacherin Anuja Ghoshalkar als Double Agent X mithilfe von Videos, Dokumenten und Erfahrungsberichten nach Strategien der künstlerischen Existenzsicherung.

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Company Christoph Winkler
We are going to Mars
We are Going to Mars_c_HP
November 22 | 18.00 Uhr
November 23-30
Film/Video
Eintritt frei

We are going to Mars widmet sich in internationalen Videoarbeiten der Geschichte des ersten afrikanischen Raumfahrtprogramms und untersucht, wie sich die Rezeption dieser Story in den vergangenen fünfzig Jahren verändert hat.

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Raus aus dem Kopf, rein in den Körper
November 25 | 18.00 Uhr - 19.30 Uhr
Workshop
15/10 €

Die Workshop-Reihe für alle, die mehr Bewegung in ihren (Arbeits-)Alltag bringen wollen! 

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Public in Private / Clémentine M. Songe
Living Room
November 25 26 27 | 20.30 Uhr
November 28 | 16.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

In Living Room erforscht Clémentine M. Songe (aka Clément Layes) die Dynamik des Wohnzimmers, jenes Ortes, an dem wir uns mit Dingen umgeben, die uns vertraut, intim, wiedererkennbar und sicher erscheinen. In Zusammenarbeit mit einer Architektin, einer Lichtdesignerin und einem bildenden Künstler deckt Clémentine M. Songe die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen unserem Leben und diesem Ort auf und zeigt dabei, wie sehr wir unsere gewohnte Umgebung als selbstverständlich ansehen und uns auf sie verlassen, um uns in der Welt „zu Hause“ zu fühlen.

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Rita Mazza + Anne Zander
Space 1880
Rita Mazza_Space 1880_c_Mayra Wallraff_HP
November 26 27 28 | 19.00 Uhr
Tickets
Performance
Hochzeitssaal | 15/10 €

Ausgehend von der Geschichte und Kultur der tauben Community widmen sich Rita Mazza und Anne Zander in einer visuellen Gebärdensprachperformance neuen Formen der Kunst in der Gebärdensprache.

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Specials
Festival
Coming of Age
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© Jan Grygoriew

Age is just a number – um das Altern kommen wir trotzdem nicht herum. Inmitten der Debatten rund um Klimabewegung, Identitätspolitik und Körperbilder ist es Zeit, längst überkommene Generationsverträge neu zu verhandeln. So hat nicht erst die jüngere Pandemiegeschichte gezeigt, dass Fragen nach Verantwortungen und der Solidarität neu gestellt werden müssen. Das Performance-Festival COMING OF AGE, das vom 15. September bis zum 7. November an den Sophiensælen stattfindet, widmet sich verschiedenen Facetten des Alterns in der Gesellschaft – und blickt dabei auf die unterschiedlichen Herausforderungen eines Phänomens, das uns alle betrifft.

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Jubiläum
25 Jahre SOPHIENSÆLE
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© Jan Grygoriew

Die Sophiensæle werden 25 Jahre alt und auch unser Festival Tanztage Berlin kann auf sein 25-jähriges Bestehen und seine 30. Ausgabe zurückblicken. Deshalb feiern wir am 29. Oktober alles gemeinsam: Die Sophiensæle, die Tanztage Berlin und die Buch-Premiere unserer Jubiläumspublikation OPENINGS.

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Performance, Tanz, Installation
Flinn Works: White Money
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Aderemi Adegbite & Konradin Kunze

Gemeinsam mit sechs internationalen Künstler:innen und in unterschiedlichen Performance-Formaten widmet sich Flinn Works dem Thema White Money. White Money fließt als Kulturförderung von Europa in den Rest der Welt und bestimmt dadurch mit, wie zeitgenössische Ästhetik aussieht. Dabei werden rassistische und (neo-)koloniale Strukturen fortgeschrieben, exotisierende Bilder von „anderen“ Körpern präsentiert und komplexe Inhalte für ein europäisches Publikum auf ihre konsumierbare Oberfläche reduziert. Wie alle transnational agierenden Kulturschaffenden ist die Kompanie Flinn Works Teil des Systems und befragt dieses mit White Money künstlerisch.

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Haus
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!KF - Institut für künstlerische Forschung Infame Perspektiven

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2013 Oktober 24 25 26 27 | 20.30 Uhr
Festsaal
Auf Deutsch - in German

>> Die ursprünglich für den 27. Oktober angekündigte Vorstellung muss leider entfallen!

WAS FASZINIERT UNS AN GESCHICHTEN AUS DER SICHT VON VERBRECHER/INNEN?

Diese Frage untersucht das Projekt Infame Perspektiven, das im März 2013 mit einem Experiment begann und nun fortgeführt wird. Eine Installation lädt zum Selbstversuch ein, die Aufführung reflektiert den Verlauf des Experiments und im Symposion werden Sinn und Möglichkeiten der Übernahme infamer Perspektiven diskutiert.

Was fasziniert uns an Erzählungen aus der Sicht von pädophilen MörderInnen, Serien-killerInnen oder KriegsverbrecherInnen? Verkauft sich eine Zeitung besser, wenn sie mit einer grausamen Gewalttat titeln kann? Gilt: Je abstoßender, desto anziehender? Wir lesen von uns unbekannten Perversionen und empfinden Abscheu, Ekel oder Scham und wollen uns daher distanzieren. Warum fasziniert andererseits die Einnahme bösartiger, verbrecherischer, ekliger oder schambesetzter Perspektiven in Literatur, Theater, Kino und Computerspielen? Mit welchen Motiven und Strategien geschieht dies jeweils? Und wie gelingt der Ausstieg? Das Institut für künstlerische Forschung untersucht diese Perspektivübernahmen, die vom bloßen Wissen um eine andere Weltsicht über Verständnis, Einfühlung bis hin zu Sympathie oder gar Identifikation reichen. Bieten diese Perspektivübernahmen auch einen Sinn und Wert für den gesellschaftlichen Umgang, beispielsweise mit extremen Gewalttaten? Können sie gar zur Prävention beitragen?

In einem Hotelzimmer im belgischen Aalst ermordete 1999 ein Elternpaar seine beiden Kinder. Vor Gericht sagten sie: „Wir wollten nur das Beste für sie.“ Beide wurden für schuldfähig erklärt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Ist es möglich, sich in die Innenwelt solch extremer Figuren zu versetzen? Bei Infame Perspektiven - Das Experiment fand im Frühjahr 2013 ein Selbstversuch statt: Es wurden die Rollen der Eltern aus dem Prozess in dem Drama Aalst von Pol Heyvaert und Dimitri Verhulst aufgezeichnet. Höhepunkt des Projekts ist nun die Premiere des Stücks, das den Verlauf und die Ergebnisse des Experiments als Theaterproduktion dokumentiert und verarbeitet. Parallel dazu findet ein öffentliches Symposion mit VertreterInnen von Berufsgruppen statt, die sich „infame Perspektiven“ professionell erschließen: JuristInnen, PsychiaterInnen, KriminologInnen, SchriftstellerInnen und SchauspielerInnen, Literatur- und KunstwissenschaftlerInnen nutzen jeweils unterschiedliche Strategien, um die Subjekte solcher Perspektiven zu verurteilen, zu therapieren, zu beschreiben, darzustellen oder schlicht zu verstehen.

THEMENSCHWERPUNKT GERICHT UND PROZESS

In den letzten Jahren beschäftigen sich auffallend viele Theaterschaffende mit juristischen Fragen und Gerichtsprozessen. Die Spannweite ist groß und reicht von nachgestellten Prozessen, über die Erforschung von Gesetzen, das Hinterfragen von Institutionen wie dem Gericht an sich bis hin zu medien- und politikwirksamen Justiz-Spektakeln. Unter dem Themenschwerpunkt Gericht und Prozess werden im Oktober und November in den Sophiensælen Arbeiten von Julian Klein / Institut für künstlerische Forschung, Herbordt/ Mohren und Milo Rau / International Institut of Political Murder zu sehen sein. Die präsentierten Arbeiten umfassen Installationen, Ausstellungen, Symposien, Diskursformate, Materialsammlungen, Archive, Bühnenperformances und eine Talkshow.

Das INSTITUT FÜR KÜNSTLERISCHE FORSCHUNG (!KF) wurde im Jahr 2009 von der Gruppe a rose is, dem Radialsystem V und Mitgliedern der Jungen Akademie an der BBAW und der Leopoldina in Berlin als außeruniversitäre Forschungseinrichtung gegründet. Ästhetisches Erleben, künstlerische Erfahrung und ein interdisziplinärer Ansatz sind die Grundlagen der Arbeitsweise des !KF. Mit ihrer Hilfe entwickeln Künstler_innen und Wissenschaftler_innen aus unterschiedlichen Disziplinen Methoden und Formate, in denen neue Erkenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet des künstlerischen Wissens produziert, vermittelt und diskutiert werden können.

www.artistic-research.de

KÜNSTLERISCHE LEITUNG Julian Klein DRAMATURGIE Marion Hirte REGIEASSISTENZ Katharina Haverich VIDEO Daniel Kötter BÜHNE Rob Feigel KÜNSTLERISCHE MITARBEIT Matthias Neukirch, Arndt Schwering-Sohnrey, Nina Claassen WISSENSCHAFTLICHE LEITUNG, KONZEPT Martin von Koppenfels, Ricarda Schubotz, Julian Klein, Julia Fischer, Thomas Jacobsen, Claudia Wiedemer, Monika Wiedemer WISSENSCHAFTLICHE MITARBEIT Rebecca Jürgens ASSISTENZ Anne-Marie Franz PRODUKTION, PR DON Kommunikation

Eine Produktion des !KF, Institut für künstlerische Forschung und der SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, der Schering-Stiftung und der Rudolf Augstein Stiftung. Medienpartner: taz.die tageszeitung.

     

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