Programm
Heute | 20:00 Uhr
Tomi Paasonen
Pas de Q
Tomi Paasonen-final-15
Dezember 01 02 03 | 20.00 Uhr
Dezember 04 | 18.00 Uhr
Tickets
Tanz
Festsaal | 15/10 €

Pas de Q dringt in die klassische Ballettwelt ein, um choreografische Formen und Traditionen auf den Kopf zu stellen und neu zu erfinden. Ein queeres Ensemble aus männlichen und nicht-binären Tänzer*innen treiben Bewegung, Tanz und queere Ästhetik auf die Spitze: In einer utopischen Science-Fiction-Welt fusioniert das Team Dragkunst und Spitzschuhtanz zu einem Labyrinth fantasievoller Perversionen jenseits von Moral und Scham.

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Enad Marouf
In My Hand a Word
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Dezember 09 10 | 20.00 Uhr
Dezember 10 | 17.00 Uhr
Dezember 11 | 18.00 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10 €

In der szenischen Adaption seines eigenen Textes setzt sich der syrisch-deutsche Performance- und Videokünstler Enad Marouf aus einer queeren Perspektive mit Verlust auseinander: dem Verlust von Familie, Heimat und Beziehungen sowie von Bedeutung und Sprache. Das Publikum betritt einen Ort, an dem sich Fragmente überlagern. Dort bewegen sich zwei Figuren durch Szenen, deren innerer Zusammenhang sich durch Erinnerungen, Anekdoten und assoziativen Bezügen immer weiter auflöst.

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Melanie Jame Wolf
The Creep
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Dezember 17 18 | 16.00 Uhr
Performance

The Creep im feldfünf ist die erste einer Reihe von Installationen der in Berlin lebenden Choreografin und bildenden Künstlerin Melanie Jame Wolf, in denen sie ihre laufenden Creep-Studien durchführt. Es ist eine Choreografie zwischen zwei Figuren – einem Cowboy und einem Berg –, die eine poetische Meditation über Gewalt und Geschichtenerzählen verkörpern. 

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Jelena Stefanoska & Saša Asentić
Жизела / Giselle
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Dezember 17 18 | 18.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

Жизела / Giselle erkundet erkundet mit Tanz und Sprache die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen der Künstlerin Jelena Stefanoska und der tragischen Ballettfigur Giselle. Das Stück erzählt von dem Bedürfnis zu lieben und geliebt zu werden – und vor allem von dem Wunsch und Gefühl, ein Leben in Würde zu leben.

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Specials
Festival
Tanztage Berlin 2023
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© Jan Grygoriew

JANUAR 05 – 21

Hey, warum siehst du so müde aus? Die „Dringlichkeitskultur" erwartet von uns, dass wir ständig vernetzt und reaktionsfähig sind. Es bleibt wenig bis gar keine Zeit, sich die Welt anders vorzustellen. Die Tanztage Berlin – ein jährliches Festival, das die Arbeit des Tanznachwuchs der Stadt in den Mittelpunk stellt – sind zurück, um die Gegenwart zu diagnostizieren und die Zukunft vorherzusagen. Die 32. Ausgabe der Tanztage Berlin untersucht unsere tägliche Reizüberflutung und chronische Müdigkeit, indem sie darüber nachdenkt, wie wir uns dem Rhythmus der gegenwärtigen, von sozialen Medien geprägten Highspeed-Realität anpassen und uns durch ihre Herausforderungen navigieren.

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News
Neue künstlerische Leitung ab der Spielzeit 2023/24 steht fest
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© Sarah Böhmer

Die SOPHIENSÆLE freuen sich, ihr neues Leitungsteam ab der Spielzeit 2023/24 vorstellen zu können. Für die Künstlerische Leitung konnten Jens Hillje und Andrea Niederbuchner gewonnen werden. Als Kaufmännische Leitung bleibt Kerstin Müller dem Haus weiterhin erhalten. Gemeinsam werden Jens Hillje, Andrea Niederbuchner und Kerstin Müller die SOPHIENSÆLE ab dem 1. Juli 2023 als geschäftsführendes Team leiten.

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Begleitprogramm
Haus
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Lois Alexander Yeye

  • YEYE_Postermotiv_c_Chanel Kah Yin Liang
    © Chanel Kah Yin Liang
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    © Chanel Kah Yin Liang
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    © Kimani Schumann
  • Yeye foto by Kimani Schumann 2
    © Kimani Schumann
  • Yeye foto by Kimani Schumann
    © Kimani Schumann
Tanz
2022 Oktober 22 25 | 20.00 Uhr
2022 Oktober 23 | 18.00 Uhr
Hochzeitssaal

Live-Premiere 

auf Englisch

Oktober 24 | BiPoc-only: Die Vorstellung am 24. Oktober richtet sich ausschließlich an Menschen, die sich selbst als BIPoC positionieren. BIPoC ist eine Abkürzung für Black, Indigenous and People of Color, also Menschen, die von Rassismus oder Antisemitismus betroffen sind. Dazu gehören Schwarze, Indigene, (post-)migrantische Menschen sowie Sinti*zze, Rom*nja, Jüdinnen und Juden, Latino/a/x, Ost-/Südasiat*innen, Hawaiianer*innen und Pazifikinsulaner*innen usw. Alle sind eingeladen, zu den anderen Aufführungen am 22., 23. + 25. Oktober zu kommen.

Yeye ist eine Hommage an Yemayá, die im Pantheon der Yoruba als Göttin des Meeres und der Mutterschaft gilt. In ihrer jüngsten Performancearbeit, die nach der Videopremiere nun erstmalig auf der Bühne zu erleben ist, beschäftigt sich Lois Alexander mit den Folgen der Sklaverei und dem Nachhall auf unsere Gegenwart.

In dem Roman Menschenkind (Beloved) wirft die Schriftstellerin Toni Morrison einen präzisen Blick auf das Zusammenspiel von Liebe, Trauma und Erinnerung, als eine Mutter zu einer unaussprechlichen Tat getrieben wird. Beeinflusst von Morrisons Schreibstil und gestützt auf eigene Recherchen zu der Darstellung Schwarzer Mütter in Mythologie und Religion, schafft Lois Alexander ihre eigene Sprache, in der sich persönliche Erzählung, Historizität und Spiritualität vermischen. Am Beispiel von Ikonen wie der Schwarzen Madonna untersucht die Performance Prozesse und Folgen von Synkretisierung, der Vermischung verschiedener religiöser Ansichten. Dabei nutzt Lois Alexander Materialien wie Stoff und Ton und lässt durch ihre Berührung und Erinnerung unterschiedliche Spannungen spürbar werden.

Yeye sucht nach Wegen der Heilung, erprobt zugleich aber auch Strategien der Verweigerung und des Widerstands. Was sind die Zeitlichkeiten eines rassifizierten Körpers, der von sichtbaren und unsichtbaren Wunden gezeichnet ist? Indem sie sich durch verschiedene Ebenen von Video, Text und Performance bewegt, schafft Lois Alexander eine berührende Auseinandersetzung mit einer modernen Ära, die eng mit kolonialer Geschichte, Müttern und dem Meer verwoben ist.

Wenn aus den folgenden Informationen Fragen offenbleiben, wenden Sie sich gern an Hannah Aldinger unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35. Bitte beachten Sie, dass sich Einzelheiten gegebenenfalls bis zum Veranstaltungstag ändern.

Die Show dauert 50-60 Minuten. Die Performance nutzt englische Lautsprache. Das Publikum sitzt im Dunkeln. Der Publikumsbereich ist in der letzten Reihe bestuhlt. In den Reihen davor liegen Sitzkissen auf der stufenförmig abfallenden Tribüne. In der ersten Reihe gibt es zwei Rollstuhlplätze und zwei Sitzsackplätze, die je nach Verfügbarkeit reserviert oder im Online-Ticketshop oder an der Abendkasse erworben werden können. Wenn Sie aufgrund von sichtbaren oder unsichtbaren Behinderungen auf einen bestimmten Sitzplatz oder einen entspannteren Einlass angewiesen sind, kommen Sie bitte 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn, um unser Early Boarding-Angebot in Anspruch zu nehmen.

LOIS ALEXANDER ist Tänzerin und Choreografin und lebt in Berlin. Lois schloss 2014 ihr Studium an der Juilliard School mit einem Bachelor of Fine Arts in Tanz ab und hat seitdem mit zahlreichen Choreograf*innen und Regisseur*innen gearbeitet, darunter Stijn Celis, Christoph Winkler, Romeo Castellucci, Susanne Linke und Zufit Simon. Mit ihren Choreografien lässt sich Lois von dem inspirieren, was Tina Campt als „textured identities“ beschreibt, und möchte so die verkörperte Natur von Tanz und Performance nutzen, um einen Zustand des Dazwischen und der Migration aus einer Schwarzen, feministischen Perspektive zu artikulieren. Ihre erste Soloarbeit Neptune war eine der ausgewählten Aerowaves Twenty21 Artists und tourte durch Europa als Teil des Aerowaves Network.

KONZEPT, CHOREOGRAFIE, PERFORMANCE Lois Alexander SOUND Sea Novaa BÜHNENBILD Nina Kay KOSTUMBILD Sarah Seini DRAMATURGIE Jasco Viefhues CINEMATOGRAFIE Diara Sow, Kimani Schumann PRODUKTIONSLEITUNG Nick Germeys SOUND, VIDEO Julia Cremers PRODUKTIONSASSISTENZ Ben Mohai MIT DANK AN Marisa Godoy, Mateusz Szymanówka, das Sophiensaele-Team

Eine Produktion von Lois Alexander in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE. Das Stück und seine Wiederaufnahme sind gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Medienpartner: RosaMagtaz, die tageszeitung.