Specials

Performance/Audiowalk

Lea Sherin Kübler + Soraya Reichl & Ensemble
Remember Now! Eine Geschichte des einander Erinnerns | Jugendprojekt

Hauptmotiv_quer
©Shirin Esione

Mai 07 08 09 l 14 Uhr + 17 Uhr

An wen wollen wir erinnern und welche Wege gibt es, dies zu tun? Remember Now! lädt zu einem performativen und interaktiven Audiowalk im Berliner Stadtraum ein und wirft einen kritischen Blick auf Berliner Erinnerungsorte. In dynamischen Szenencollagen erlebt das Publikum Geschichte(n) aus einer Perspektive des Widerstands.

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          Margrét Sara Guðjónsdóttir + Angela Schubot Blind Spotting

          • blind-spotting_foto_david-kiers_hp

          Tanz/Performance

          2014 Juni 12 13 14 15 | 20.00 Uhr
          Festsaal

          Suitable for Non-German Speakers

          TANZPERFORMANCE ÜBER DIE EIGENE verwundbarkeit in der leistungsgesellschaft

          Erschöpfung als Diagnose unserer Zeit, Isolation als Mittel der Wahl – mit einem Ensemble von acht TänzerInnen betreten Margrét Sara Guðjónsdóttir und Angela Schubot in Blind Spotting den blinden Fleck im unaufhörlichen Rauschen des Alltags. In eindrucksvollen und zugleich verstörenden Bildern legen sie die Verwundbarkeit der fragilen Körper unserer Leistungsgesellschaft frei und schärfen den Blick für die Kraft in seiner vermeintlichen Schwäche.

          Wer kennt nicht das Gefühl der Erschöpfung im Alltag der Großstadt, den Wunsch, sich zurückzuziehen und zu verschließen vor den mannigfaltigen Eindrücken? Abgrenzung ist das Schlagwort unserer Zeit. Wir haben gelernt, unsere Wahrnehmung auf ein Minimum zu reduzieren – und doch gibt es Ereignisse und Momente, die wie aus dem Nichts in unser Bewusstsein dringen und uns berühren.

          Poetisch, verstörend und unheimlich zugleich dringt das Ensemble von acht TänzerInnen zu diesem blinden Fleck unserer Wahrnehmung vor und lädt dazu ein, gemeinsam das fragile Selbst in unseren überladenen Körpern zu erfassen. Verunsichert durch die schier grenzenlose Empathie mit den Anderen beginnt dieses Selbst damit, seinen eigenen Blick zu beobachten und seine Wahrnehmung zu erforschen. In dichter Atmosphäre, erfüllt von einschüchternder Intimität, der man sich nur schwer entziehen kann, versuchen die PerformerInnen gemeinsam mit ihrem Publikum, das Bewusstsein für die individuelle Präsenz des Gegenübers zu schärfen und einen anderen, verletzbaren und fragilen Körper zu behaupten: Einen Körper, der in seiner Verwundbarkeit und Offenheit die eigene Stärke entdeckt.

          Die isländische Choreografin MARGRÉT SARA GUÐJÓNSDÓTTIR setzt nach Arbeiten wie Soft target, Variations on closer und Step Right To It setzt mit Blind spotting gemeinsam mit Angela Schubot und einem Ensemble von sieben weiteren TänzerInnen ihre Arbeit an der Konfrontation des Zuschauers/der Zuschauerin mit seiner/ihrer Rolle fort. Wohin richtet sich - zwischen Empathie und Anziehung, Intimität und Entfremdung – der eigene Blick.

          Konzept Margrét Sara Guðjónsdóttir, Angela Schubot Regie, Choreografie, Bühnen- und Kostümbild Margrét Sara Guðjónsdóttir Choreografie, Performance Louise Dahl, Annie Kay Dahlström, Catherine Jodoin, Angela Schubot, Laura Siegmund, Suet-Wan Tsang, Marie Ursin, Rodrigo Vilarinho Musik Peter Rehberg Lichtdesign, Bühnenbild Andreas Harder Dramaturgische Beratung Anja Röttgerkamp, Thomas Schaupp Produktionsleitung Gabi Beier Produktionsmitarbeit, Presse björn & björn Fotografie David Kiers Filmversion Antoine Verbièse

          Eine Produktion von Margrét Sara Guðjónsdóttir und Angela Schubot in Koproduktion mit Life Long Burning Cultural Programme of the European Union 2013-2018, Cullberg Ballett, MDT Stockholm, Wilderness dance as part of keðja unterstützt vom Culture Programme of the European Union, Nordic Culture Fund und Kultur Kontakt Nord sowie regionalen und nationalen Förderern und SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Unterstützt von der Tanzfabrik Berlin und Advancing Performing Arts Project (APAP). Wir bedanken uns bei unserem Medienpartner taz.die tageszeitung.

          Foto © David Kiers