Spielplan
Vanessa Stern
Gebeine. Die Frieda, die ich meine
Ursula Maria_HP
September 18-30
Oktober 01-31
November 01-07
Eintritt frei

Elf alte Frauen erinnern sich in elf kurzen Filmen an Frieda. Dabei sagen alle die Wahrheit, doch jede weiß etwas anderes. >> hier online zu sehen.

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Ursula Martinez
A Family Outing - 20 Years On
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September 24 25 | 19.00 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10 €

In der berührend-lustigen Neuinszenierung der Show A Family Outing stellt sich Performerin und Stand-Up-Ikone Ursula Martinez in einem offenen Gespräch mit ihrer Mutter der Frage, was mit uns passiert, wenn die Zeit voranschreitet.

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Jaha Koo / Campo
The History of Korean Western Theatre
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September 24 25 | 21.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

Jaha Koo stellt sich in einer humorvollen Gesellschaftsanalyse der Frage, wie verloren gegangene Theatertraditionen zu neuer Bedeutung gelangen können. Zwischen Dokumentartheater und Performance tauscht er sich hierfür mit seiner Großmutter, dem neugeborenen Sohn und einem Reiskocher aus. 

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Sheena McGrandles
Dawn: A musical on reproduction
DAWN_Michiel Keuper HP
September 25 26 | 14.00 Uhr
September 25 26 | 19.30 Uhr
Tickets
15/10 €

In einem experimentellen Musical untersucht Sheena McGrandles zusammen mit einem Kollektiv aus Berliner Künstler*innen verschiedene Perspektiven auf Elternschaft und die Symbolkraft des Kindes. Aus Konzert, Spoken Word und Performance entsteht eine vielschichtige und humorvolle künstlerische Arbeit. 

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Olivia Hyunsin Kim / Ddanddarakim
Like Daughter, Like Mother
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Oktober 02 03 04 | 19.00 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10€

Der Weg, Familie und Karriere zu vereinbaren, ist immer noch lang – Olivia Hyunsin Kim hat sich trotzdem für die Mutterschaft entschieden. Anhand der Beziehung zur Mutter und zur frisch geborenen Tochter nimmt sie gesellschaftliche Erwartungen unter die Lupe und gleichzeitig humorvoll aufs Korn. 

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Marjani Forté-Saunders/ 7NMS
Memoirs of a...Unicorn
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Oktober 07 08 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

In ihrem dreifach Bessie-prämierten Solo Memoirs of a... Unicorn zollt Marjani Forté-Saunders den „Einhörnern“ ihres Lebens und ihrer Community Tribut. Eine Performance über Schwarze Männlichkeiten, Magie, Resilienz und politische Widerstände.

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Interrobang
Deep Godot
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Oktober 09 10 13-17
Oktober 09 10 | 16.00 Uhr
Oktober 09 10 | 17.00 Uhr
Oktober 09 10 13-17 | 18.00 Uhr
Oktober 09 10 13-17 | 19.00 Uhr
Oktober 09 10 13-17 | 20.00 Uhr
Oktober 09 10 13-17 | 21.00 Uhr
Tickets
15/10 €

Interrobang macht die Ambivalenzen künstlicher Intelligenz für das Publikum erfahrbar: Über Mikrofon und Kopfhörer kommuniziert jede*r Zuschauer*in in einer Einzelkabine mit der KI DEEP GODOT und verhandelt persönliche, medizinische und philosophische Themen.

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Samara Hersch and Company
Body of Knowledge
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Oktober 14 15 16 17 | 11.30 Uhr
Oktober 15 16 | 22.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10€

In einem generationsübergreifenden Telefongespräch mit acht australischen Teenagern gehen die Zuschauer*innen in einen bewegenden Dialog über Körperlichkeit, Sexualität, Lust, Scham, Consent, Zukunftsängste und Trauer.

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Siegmar Zacharias & Steve Heather
Re-Generation
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Oktober 18 | 20.00 Uhr
Tickets

Wie können wir anders zusammen sein? Re-Generation lädt zu einer Listening Session mit dem ganzen Körper ein. Gemeinsam verbinden sich die Zuhörer*innen durch Klangmediationen zu gemeinsamen Resonanzräumen.

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Doris Uhlich
Tank
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Oktober 20 21 | 19.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10€

Gefangen in einem gläsernen TANK evoziert Doris Uhlich filmische, robotische und medizinische Assoziationen und geht in eine fesselnde, fast cineastische Auseinandersetzung mit dem Körper als Experimentierfeld. 

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Cora Rudy van Dongen Frost/ Franz Reimer
Sogar dein Tod war ein Geschenk
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Oktober 21 22 23 | 21.00 Uhr
Oktober 22 23 24 | 18.00 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10€

Dieser Abend erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen Cora Frost und Walter Ladengast, dem Schauspieler, Lyriker, Maler, Fotokünstler und Nachbarn aus Coras Kindertagen. Wir lauschen seiner Stimme und beobachten, wie seine Bilder und Fotografien sich zu einem langsamen Lebensfilm formen. 

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Stages of Ageing
Oktober 25 26 | 19.00 Uhr
Oktober 27 | 10.00 Uhr - 15.00 Uhr
Eintritt frei

Stages of Ageing - das Diskursprogramm des Festivals Coming of Age nimmt jene Bedürfnisse im Alter(n) in den Blick, die in unserer Gesellschaft sowie in den Strukturen der Freien Theaterszene bislang zu kurz kommen.

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25 Jahre SOPHIENSÆLE
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Oktober 29 | 18.00 Uhr
Fest
gesamtes Haus |

Die Sophiensæle werden 25 Jahre alt und auch unser Festival Tanztage Berlin kann auf sein 25-jähriges Bestehen und seine 30. Ausgabe zurückblicken. Deshalb feiern wir am 29. Oktober alles gemeinsam: Die Sophiensæle, die Tanztage Berlin und die Buch-Premiere unserer Jubiläumspublikation OPENINGS.

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Corinne Maier
Die Zufügung
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Oktober 30 31 | 19.00 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10€

Corinne Maier zeigt eine packende Lecture Performance zum Thema Alter und Altern mit Textfragmenten der Ausnahmeautorin Gerlind Reinshagen, Improvisationen der Performerin und der Musik von Elvis Presley.

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Lajos Talamonti
Alter Hase
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November 04 05 06 07 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10€

Fünf ehemalige Tänzer*innen blicken zurück auf die Zeit ihrer gemeinsamen klassischen künstlerischen Prägung. In einem letzten gemeinsamen Tanz machen sie die starren Strukturen der Klassik biegsam und erzählen vom Leben als oft überraschender Schule, deren Methode jede*r täglich neu für sich erfinden muss. 

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Specials
Festival
Coming of Age
Coming of Age_Grafik HP
© Jan Grygoriew

Age is just a number – um das Altern kommen wir trotzdem nicht herum. Inmitten der Debatten rund um Klimabewegung, Identitätspolitik und Körperbilder ist es Zeit, längst überkommene Generationsverträge neu zu verhandeln. So hat nicht erst die jüngere Pandemiegeschichte gezeigt, dass Fragen nach Verantwortungen und der Solidarität neu gestellt werden müssen. Das Performance-Festival COMING OF AGE, das vom 15. September bis zum 7. November an den Sophiensælen stattfindet, widmet sich verschiedenen Facetten des Alterns in der Gesellschaft – und blickt dabei auf die unterschiedlichen Herausforderungen eines Phänomens, das uns alle betrifft.

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Milo Rau / IIPM – International Institute of Political Murder Das Kongo Tribunal (Teil 2) Die Berlin Hearings

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Tribunal Performance
2015 Juni 26 | 19.00 Uhr - 21.00 Uhr
2015 Juni 27 | 12.00 Uhr - 15.00 Uhr
2015 Juni 27 | 17.00 Uhr - 20.00 Uhr
2015 Juni 28 | 14.00 Uhr - 20.00 Uhr
Festsaal
Deutsch / Englisch

Ausgelöst vom ruandischen Genozid 1994, hat der aufgrund der direkten oder indirekten Verwicklung aller Großmächte unserer Zeit auch als „Dritter Weltkrieg“ bezeichnete Kongo-Krieg bereits bis zu 6 Millionen Tote gefordert. Viele BeobachterInnen sehen in ihm nicht nur einen Kampf um die politische Vorherrschaft in Zentralafrika, sondern zugleich eine der entscheidenden wirtschaftlichen Verteilungsschlachten im Zeitalter der Globalisierung. Mag die Zahl der beteiligten Rebellenheere undurchschaubar sein – noch undurchschaubarer sind die in den Nachschublinien wirkenden Waffenhändler, die Rolle ausländischer Diplomaten und humanitärer Hilfswerke, aber auch die Verwicklungen multinationaler Minengesellschaften. Entscheidet sich in diesem bisher größten und blutigsten Wirtschaftskrieg der Menschheitsgeschichte die zukünftige Ordnung der Weltgemeinschaft?


In der Tradition des Vietnam Tribunals durchleuchtet das Langzeit-Projekt Das Kongo Tribunal anhand eines Tribunals vor Ort im Ostkongo (Mai 2015) und in Berlin (Juni 2015) die Hintergründe des seit bald 20 Jahren andauernden Kongokriegs mit bisher an die 6 Millionen Toten. Während die Anhörungen im Ostkongo auf drei lokale Fälle fokussieren, stehen in Berlin die Verwicklung der EU, der Weltbank, der internationalen Gemeinschaft und der multinationalen Unternehmen im Mittelpunkt. Ein menschlich erschütterndes, analytisch tiefgründiges Tableau der neokolonialen Weltordnung.

ERÖFFNUNGSSITZUNG (FREITAG, 26. JUNI, 19:00-21:00 UHR)

Eröffnungsreden

Präsentation der Befunde der Bukavu Hearings

Erläuterung der Ordnung und der Aufgaben des Tribunals

SESSION 1: VERANTWORTUNG DER MULTINATIONALEN UNTERNEHMEN UND DER WELTBANK (SAMSTAG, 27. JUNI, 12:00-15:00 UHR)

Die unterschiedlichen Maßnahmen – wie der Dodd-Frank Act oder die OECD-Richtlinien –, die den Handel und die Verarbeitung von sogenannten „Konfliktmineralien“ aus dem Ostkongo eindämmen sollen, scheinen bis heute vor allem der Imagepflege der Elektronikindustrie zu dienen, während sich die Lage vor Ort kaum verbessert. Stattdessen werden die kongolesischen Minenarbeiter verdrängt von multinationalen Unternehmen, die von der politischen Instabilität während des Krieges profitiert und Konzessionen zu günstigen Bedingungen erworben haben.

Leitfrage: Sind die Unternehmen mitverantwortlich für die Menschenrechtsverletzungen im Ostkongo oder tragen sie im Gegenteil zur Stabilisierung der Region bei?

SESSION 2: VERANTWORTUNG DER EU, IHRER MITGLIEDSSTAATEN UND DER SCHWEIZ (SAMSTAG, 27. JUNI, 17:00-20:00 UHR)

Während die Sanktionen gegen die „Konfliktmineralien“ vor allem die kongolesischen Minenarbeiter treffen, werden die multinationalen Unternehmen für Verstöße gegen die Menschenrechte im Kongo kaum zur Verantwortung gezogen. Angesichts des weiterhin steigenden Rohstoffbedarfs in den westlichen Industriestaaten scheint die Regulations-Politik der EU in Zentralafrika vor allem der Sicherung des zukünftigen Konsums zu dienen. So setzt die „saubere“ Energiepolitik der Industriestaaten auf eine neokoloniale Auslagerung aller „schmutzigen“ Primärindustrien und wird von gewaltigen Umsiedlungsaktionen begleitet.

Leitfrage: Werden die multinationalen Unternehmen für ihre Menschenrechtsverletzungen nicht belangt, weil ihr Engagement in Afrika notwendig ist für die aktuelle Rohstoff- und Energiepolitik Europas?

SESSION 3: VERANTWORTUNG DER NGOS UND DER VEREINTEN NATIONEN (SONNTAG, 28. JUNI, 14:00-20:00 UHR, 18:00 Schlusssitzung MIT SCHLUSSREDEN)

Im Kongo wie in vielen anderen ehemaligen Kolonien konnte sich nach der Unabhängigkeit nie eine stabile demokratische Regierung ausbilden – geschweige denn eine funktionierende Zivilgesellschaft. An die Stelle der zerstörten traditionellen und zivilgesellschaftlichen Strukturen und des abwesenden staatlichen Gewaltmonopols traten westlich finanzierte Parallelstrukturen: die NGOs und die Friedensmissionen der UNO. Als bloß sich selbst erhaltende, fatal in die jeweiligen Machtsysteme verstrickte, jeden Wandel durch Paternalismus und Mediation verhindernde Apparate neokolonialer Machart verschrien, befinden sich die NGOs und die UNO-Missionen aktuell in einer Legitimationskrise.

Leitfrage: Ist die Peace-Keeping Politik der internationalen Gemeinschaft vor Ort mitverantwortlich für den anhaltenden Konflikt?

PRESSEKONFERENZ (MONTAG, 29. JUNI, 14:00-16:00 UHR)

Präsentation der Befunde durch die Jury

Ort: bpb - Bundeszentrale für politische Bildung, Friedrichstr. 50, 4.OG

Eintritt: frei

Anmeldung unter AUGUSTIN PR | Yven Augustin
T +49.30.240 88 28 21 | presse@augustinpr.de

Das IIPM – INTERNATIONAL INSTITUTE OF POLITICAL MURDER wurde vom Regisseur und Autor MILO RAU 2007 gergründet. Seitdem konzentriert sich das IIPM auf die multimediale Bearbeitung historischer oder gesellschaftspolitischer Konflikte: Unter anderem holte die Produktionsgesellschaft die Erschießung des Ehepaars Ceausescu (Die letzten Tage der Ceausescus), den ruandischen Völkermord (Hate Radio) und den norwegischen Terroristen Anders B. Breivik (Breiviks Erklärung) auf die Bühne, boxte per Theaterperformance das Ausländerstimmrecht ins Parlament einer Schweizer Stadt (City of Change) und hob mit mehrtägigen Justiz-Spektakeln (Die Moskauer Prozesse und Die Zürcher Prozesse) ein völlig neues Theaterformat aus der Taufe. Die vom IIPM produzierten Filme, Videoinstallationen, Performances und Inszenierungen touren international. Im November 2013 fand in den Sophiensælen unter dem Titel Die Enthüllung des Realen (2013) eine Retrospektive zur Arbeit von Milo Rau und dem IIPM statt. Anlässlich der Ausstellung erschien im Verlag Theater der Zeit eine gleichnamige Monographie mit Beiträgen, die das „Realtheater“ (Alexander Kluge) des IIPM aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. In den Sophiensælen zeigte Milo Rau You will not like what comes after america - Die Berliner Gespräche (2014), Das Kongotribunal (2015) und Five Easy Pieces (2016), das zum 54. Theatertreffen eingeladen wurde.

international-institute.de

KONZEPT, DREHBUCH, REGIE Milo Rau RECHERCHE, CASTING Eva-Maria Bertschy BÜHNE, AUSSTATTUNG Anton Lukas SOUND Jens Baudisch PRODUKTIONSLEITUNG Mascha  Euchner-Martinez, Eva-Karen Tittmann RECHERCHE VOR ORT Chrispin Mvano, Kris Berwouts, Jean-Moreau Tubibu ASSISTENZ REGIE, RECHERCHE Mirjam Knapp VORSITZ DES TRIBUNALS Jean-Louis Gilissen, Sylvestre Bisimwa GERICHTSSCHREIBERIN Kathrin Röggla VIDEOEINSPIELUNGEN Marc Stephan

Ein Film- und Theaterprojekt von Milo Rau/IIPM - International Institute of Political Murder in Koproduktion mit der Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK) und SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, des Hauptstadtkulturfonds, des Goethe Instituts Johannesburg und der Bundeszentrale für politische Bildung. Mit freundlicher Unterstützung von Brussels Airlines. Medienpartner: taz.die tageszeitung