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          müller***** was wäre wenn müller*****

          • stueck_843

          2011 März 03 04 05 | 20.00 Uhr
          Hochzeitssaal

          ?Wir erleben gerade das Entstehen einer neuen Form der Identifizierung: Unsere digitalen Spuren, zum Beispiel Kommunikationsverhalten und Ortsangaben, kreieren das Mosaik unserer Existenz. Diese neue Form der Identifikation ist dynamisch, prozessual. Man erkennt uns, weil wir leben.? (Bernd Graff, Süddeutsche Zeitung, 25.1.2010)

          Auch in der realen Welt kann das Identifizieren mit sich selbst als Prozess beschrieben werden: Eine Person verfügt nie über eine ?wahre Identität?, sondern operiert gleichzeitig mit mehreren Teilen, die sich durch Wechselwirkungen mit dem sozialen Gefüge und durch subjektive Verarbeitung des Erlebten stetig entwickeln.
          Identität ist dabei immer die illusorische Vorstellung einer Deckungsgleichheit des Ich mit der Wahrnehmung der Außenwelt. Anders gesagt: Ihre Realität ist Fiktion mit Wahrheitswert.
          müller***** arbeitet in diesem Projekt mit eigenen und geliehenen Biografien und
          erforscht das Konstruieren und Inszenieren von Identitäten.
          Wie viele mögliche Identitäten ein und derselben Person gibt es?

          Das Label müller***** entwickelt seit 2008 in unterschiedlichen Konstellationen Produktionen, deren ästhetische Umsetzung sich durch eine starke Unmittelbarkeit und die Thematisierung gesellschaftlicher Zusammenhänge auszeichnen.

          Das Theater/Performance-Produktionslabel müller***** wurde 2008 von Elisa Müller gegründet und entwickelt in unterschiedlichen Konstellationen Theaterproduktionen, u.a. bisher in Kooperationen mit dem LOFFT.Leipzig, dem Ballhaus Ost Berlin, der Fleetstreet Hamburg und den Sophiensælen Berlin („was wäre wenn“ 2011).

          müller***** arbeitet immer mit dem persönlichen Material der beteiligten KünstlerInnen und konzentriert sich bei der ästhetischen Umsetzung auf die unmittelbare Erfahrbarkeit für die ZuschauerInnen durch das Live-Medium Theater. In den Arbeiten werden gesellschaftliche Zusammenhänge thematisiert, die spielerisch auf die Theatersituation selbst, auf das Aufeinandertreffen von DarstellerInnen und ZuschauerInnen, übertragen werden.

          müller***** entwickelt Formate, die die Konstruktion Theater reflektieren und nach ihrer Relevanz im öffentlichen Diskurs fragen. Im Juni 2012 wird ihre neue Produktion „Utopisch denken“ in den Sophiensælen Premiere haben.

          www.labelmüller.de

          Von und mit Angelika Waniek / Andree Gubisch / Elisa Müller / Frank Sievers Dramaturgie Sarah Reimann / Eva Böhmer Konzept und Leitung Elisa Müller

          Eine Produktion von müller***** in Kooperation mit Lichthof Theater Hamburg und sophiensæle.

          Gefördert aus Mitteln der Hamburgischen Kulturstiftung und der Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung.