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Festival

Tanztage Berlin 2021

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© Jan Grygoriew

JANUAR 07 bis ∞

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation wird die 30. Ausgabe der Tanztage Berlin unter der neuen Leitung von Mateusz Szymanówka vom 7. bis 16. Januar als Online-Programm starten. Alle geplanten Live-Vorstellungen werden wir dann im Frühjahr 2021 nachholen. Den Auftakt macht am 7. Januar der Film showdown AV der Choreografin Judith Förster und der Filmemacherin Stella Horta. Die erste digitale Premiere des Festivals präsentiert Clay AD am 15. Januar mit der Performance Indication of Spring at the End of Time. Außerdem laden wir zu einer Online-Zukunftswerkstatt ein – einer Gesprächsreihe über Arbeitskultur und psychische Gesundheit, die gemeinsam mit dem Verein ZTB (Zeitgenössischer Tanz Berlin) veranstaltet wird. Weiterhin wird Pedro Marum ein Online-Format kuratieren, das sich auf neue künstlerische Praktiken der Fürsorge in der Clubkultur fokussiert. Das Festival präsentiert darüber hinaus die ersten drei Episoden des Tanztage-Podcasts, die in Zusammenarbeit mit dem queer-feministischen Rave-Kollektiv LECKEN entstanden sind.

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          Nicholas Bussmann Barnes Dance Nicholas Bussmann

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          2010 September 16 17 18 19 | 20.00 Uhr
          Festsaal

          Oper für 7 Stimmen, 4 Schlagzeuger und 1 Joker.
          Nach einer Idee des amerikanischen Verkehrsingenieurs Henry Barnes.


          Der Begriff Barnes Dance bezieht sich auf eine Ampelschaltung, die allen FußgängerInnen einer Kreuzung die exklusive Überquerung in jede Richtung ermöglicht. Auch diagonale Bewegungen sind erlaubt. Entwickelt wurde dieses System in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts von dem amerikanischen Verkehrsingenieur Henry Barnes, der damit das zunehmende Verkehrsaufkommen regulieren wollte: ?The traffic engineer transforms disorganized confusion into orderly chaos!?
          Der Berliner Musiker und Kurator Nicholas Bussmann hat dieses Motto zum Mantra seiner ersten Straßen-Kreuzungs-Oper gemacht und dafür eine internationale Gruppe aus vier Schlagzeugern und sechs SängerInnen zusammengestellt, die unterschiedlicher nicht sein können: Die japanische Noise-Geisha Hanayo, das australische Präzisionsmetronom Tony Buck, der brasilianische Komponist und Bossanova-König Chico Mello, der alevitische Stimmschamane Yusuf Ergün, der Wiener Schlagwerker Martin Brandlmayr, der Duracell-Trommler Hanno Leichtmann und neun weitere Extrem-IndividualistInnen versuchen mit Hilfe einiger musikalischer Verkehrsregeln, Methodik in das Chaos der Verwirrung zu bringen.

          Eine auf Ampelschaltungen basierende Komposition dient den AkteurInnen als musikalischer Leitfaden und strukturiert die Bewegungsabläufe der Kreuzung, wobei die SängerInnen die Rolle der FußgängerInnen übernehmen. Die Musik wird nicht verstärkt. Die Bühne ist Raumlabor. Das Experiment ist nicht ergebnisorientiert.

          Ein performativer Bastard im Niemandsland zwischen Kunstmusik und Bewegungs-Legasthenie!
          Übrigens: Eine Barnes Dance-Kreuzung in Berlin gibt es an historischer Stelle: Rudi Dutschke Str. / Friedrichstrasse.

          September 18*) Publikumsgespräch mit Waffeln im Anschluss an die Vorstellung

          Die Schlagzeuger:
          Martin Brandlmayr (Österreich, Radian www.myspace.com/martinbrandlmayr)
          Tony Buck (Australien, The Necks www.thenecks.com/bio)
          Brendan Dougherty (USA)
          Hanno Leichtmann (Deutschland, Static, Paloma, Pole, Raz O`Hara)

          Die SängerInnen:
          Hanayo (Japan, www.myspace.com/hanapoo)
          Yusuf Ergün (Deutschland)
          Yvonne Harder (Schweiz)
          Laura Mello (Brasilien)
          Chico Mello (Brasilien, www.myspace.com/chicomello)
          Charles Ndubisi (Nigeria)
          T. Schlopsnies (Deutschland)

          Komposition & Regie: Nicholas Bussmann
          Dramaturgie: Lindy Annis
          Bühne: Benjamin Förster-Baldenius (www.raumlabor-berlin.de/)
          Kostüm: Katja Wetzel
          Kostümassistenz: Anika Klippstein
          Produktion: Ilja Fontaine für Grand Prix d?Amour Productions
          Presse: Marc Weiser

          Eine Produktion von Grand Prix d'Amour Productions und Sophiensaele Berlin.
          Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.
          Mit freundlicher Unterstützung der Allianz Kulturstiftung im Rahmen der Aktion KulturAllianzen.

          Allianz Generalvertretung Kothe & Christ oHG
          Charlottenstr. 18
          10117 Berlin-Mitte
          T. 030 76 49 200
          www.kothe-christ.de

          www.grandprixdamour.com

          Foto © Nicholas Bussmann