Specials

Tanz/Film

Isabelle Schad
Knotting mit Francesca d’Ath

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© Dieter Hartwig

März 12 | 19.00 Uhr
März 13-21

Der Film zu der Performance Knotting ist als Experiment kurz vor der Premiere entstanden und dokumentiert in Ausschnitten die Recherche zum Stück. Das choreografische Porträt ist inspiriert von den flüssigen, elastischen, raumgreifenden Bewegungen der Tänzerin Francesca d’Ath, die sich physisch mit der Form des Knotens auseinandersetzt. 

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Tanz/Film

Sheena McGrandles
Figured + Flush

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Figured | © Martin Rottenkolber

FEBRUAR 20 | 19.00 UHR | Premiere
FEBRUAR 21 – MÄRZ 06

In Figured und Flush setzt sich Sheena McGrandles mit radikaler Zeitlichkeit auseinander. Mit viel Liebe zum Detail deckt Figured die Absurdität und Künstlichkeit von Alltagsgesten auf. Flush bricht in Anlehnung an Gertrude Stein lineare und traditionelle Formen des Erzählens auf – die vielleicht sogar eine neue lesbische Zeitrechnung und Ästhetik evozieren.

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          Spielstand #5 Nicht-Krieg ? Der Alltag des Ausnahmezustands

          • stueck_485


          Virchowsaal

          Für Tolstoi war die Unterscheidung von Krieg und Frieden noch evident. Heute droht diese klare Grenzziehung verloren zu gehen, weil die Logik militärischer Auseinandersetzungen immer mehr hin zu graduellen Eskalationsstufen tendiert. Das Pressefoto des Jahres zeigte die Beiruter Jeunesse dorée, die neugierig durch die Trümmerlandschaften der israelischen Libanon-Offensive cruiste. Gewalt und Zerstörung sind im Nahen Osten so sehr an der Tagesordnung, dass das Gegenüber einer ?friedlichen" Normalität zusehend unscharf wird. Auch uns westlichen Beobachtern, fernab der war zones dieser Welt, fehlen mitunter die Begrifflichkeiten, um noch sinnvoll zwischen Krieg und Nicht-Krieg unterscheiden zu können. So kann über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan denn auch nur mit unscharfen Begriffen gesprochen werden, was die öffentliche Meinungsbildung erschwert. Wie lässt sich der neue Raum beschreiben, der durch die Permanenz und Namenlosigkeit bewaffneter Konflikte markiert wird? Welchen Beitrag können künstlerische Arbeiten leisten, um unseren Blick auf diesen prekären (Nicht-)Kriegszustand neu zu schulen?

          Mit: Karin Mlodoch (Haukari e.V., Irak/Deutschland), Niels Werber (Medienwissenschaftler), Katya Sander und Ashley Hunt (Videoinstallation "9 Scripts For A Nation At War")
          Moderation: Cornelia Visman (Rechtshistorikerin und Kulturwissenschaftlerin)

          Eine Veranstaltung von Heinrich-Böll-Stiftung und Sophiensaele.