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Festival

Tanztage Berlin 2021

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© Jan Grygoriew

JANUAR 07 bis ∞

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation wird die 30. Ausgabe der Tanztage Berlin unter der neuen Leitung von Mateusz Szymanówka vom 7. bis 16. Januar als Online-Programm starten. Alle geplanten Live-Vorstellungen werden wir dann im Frühjahr 2021 nachholen. Den Auftakt macht am 7. Januar der Film showdown AV der Choreografin Judith Förster und der Filmemacherin Stella Horta. Die erste digitale Premiere des Festivals präsentiert Clay AD am 15. Januar mit der Performance Indication of Spring at the End of Time. Außerdem laden wir zu einer Online-Zukunftswerkstatt ein – einer Gesprächsreihe über Arbeitskultur und psychische Gesundheit, die gemeinsam mit dem Verein ZTB (Zeitgenössischer Tanz Berlin) veranstaltet wird. Weiterhin wird Pedro Marum ein Online-Format kuratieren, das sich auf neue künstlerische Praktiken der Fürsorge in der Clubkultur fokussiert. Das Festival präsentiert darüber hinaus die ersten drei Episoden des Tanztage-Podcasts, die in Zusammenarbeit mit dem queer-feministischen Rave-Kollektiv LECKEN entstanden sind.

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          Polar Die Moral der Krise

          Performance

          2014 November 29 | 19.30 Uhr
          Kantine

          Auf Deutsch - in German

          Die explodierenden Staatsschulden sind im politischen Diskurs schon lange ein Thema. Zu einem breiten gesellschaftlichen Thema wurden Schulden jedoch erst mit der Finanzkrise seit 2007, in der in mehreren Druckwellen deutlich wurde, wie Finanzordnungen ganze Staaten an den Abgrund führen können. Parallel dazu gibt es aber auch eine mentale Krisengeschichte, in der nach den moralischen und psychologischen Implikationen gefragt wird: Wer hat Schuld an den Schulden? Liegt in Schulden überhaupt eine Schuld? Offenbar gibt es in Deutschland eine besondere Angst vor dem Schuldenmachen. Wer nicht zahlen kann, steht auch sozial tief in der Schuld. Was in anderen Sprachen deutlich unterschieden wird (etwa guilt und debt), liegt im deutschsprachigen Raum nah beieinander.


          polar lädt - aus Anlass des Erscheinens der 17. Ausgabe – zum bunten Abend in die Sophiensæle. Serviert wir dein explosives Gemisch: Schuld & Schulden. Angerührt wird es von großartigen Gästen: KulturwissenschaftlerInnen und ÖkonomInnen, PhilosophInnen und JuristInnen. Sie erwartet eine Mischung aus Performance, Lecture und Diskussion. Das Ganze endet wie immer als Tanz auf dem Vulkan mit dem polar-Dj-Team.

          PROGRAMM

          LESUNG:

          Der Spieler von Fjodor Dostojewskij

          Bernardo Arias Porras eröffnet uns mit Dostojewskis Roman faszinierende Einblicke in die Psyche eines Menschen, der im Spiel mit Geld und Risiko jeglichen Realitätsverlust verliert.


          Schuldig to be verschuldet?

          Ideen und Interventionen aus der aktuellen Ausgabe von polar

          DISKUSSION:

          Die Moral der Krise: Wie gerieten wir rein? Wie kommen wir raus?

          Robert Misik (Publizist, Wien / Erklär mir die Finanzkrise! Wie wir da rein gerieten und wie wir wieder rauskommen) Mark Schieritz (Wirtschaftspolitischer Korrespondent Die ZEIT / Die Inflationslüge) Peter Siller (polar)

          Moderation: Bertram Lomfeld (polar)

          KONZERT:

          ERFOLG in concert (Johannes von Weizsäcker von The Chap mit Chor)

          Songs about Griechenlandhilfe, Kochsendungen & das fragmentierte Subjekt

          im Anschluss Party mit dem polar-DJ-Team

          Mitwirkende

          Robert Misik lebt als Publizist in Wien. Er ist Autor der tageszeitung (Berlin) sowie von profil, Falter, Standard (Wien). Letzte Buchveröffentlichungen: Anleitung zur Weltverbesserung. Das machen wir doch mit Links (Aufbau-Verlag, 2011); Halbe Freiheit. Warum Freiheit und Gleichheit zusammen gehört (Suhrkamp-Verlag, 2012); Erklär mir die Finanzkrise! Wie wir da rein gerieten und wie wir wieder rauskommen (Picus-Verlag, 2013).

          Mark Schieritz ist wirtschaftspolitischer Korrespondent der ZEIT. Zuvor arbeitete er bei der Financial Times Deutschland und studierte Volkswirtschaftslehre und Politik in Freiburg und an der London School of Economics.

          Peter Siller ist leitender Redakteur der Zeitzschrift polar. Er ist zudem Leiter der Inlandsabteilung der Heinrich-Böll-Stiftung. Zuvor Scientific Manager des Exzellenzclusters Formation of Normative Orders an der Goethe Universität Frankfurt/M und Mitglied des Planungsstabs im Auswärtigen Amt. Studium der Rechtswissenschaften und der Philosophie. Zahlreiche Veröffentlichungen zu politischer Theorie und Praxis.

          Bertram Lomfeld, 1975, ist Professor für Privatrecht und Rechtsphilosophie an der Freien Universität Berlin. Anfang 2015 erscheint sein neustes Buch Die Gründe des Vertrages im Mohr Verlag. Er ist zudem leitender Redakteur von polar.

          Bernardo Arias Porras, ist seit der Spielzeit 2011/12 Ensemblemitglied der Schaubühne und ist dort u.a. in Inszenierungen von Thomas Ostermeier, Marius und Mayenburg und Lars Eidinger zu erleben. Er studierte an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin.

          ERFOLGist ein Projekt von Johannes von Weizsäcker, Mitglied der London-Berliner Popgruppe The Chap. Da er zeit seines Lebens Angst davor hatte, Musik mit deutschen Texten zu schreiben, andererseits aber inzwischen ein Alter erreicht hat, in dem man sich gewissen Ängsten stellen muss,

          zwang er sich zu diesem Projekt. Und hatte prompt Erfolg! Denn dabei sind ebenso erbauliche wie melancholische Pop-Miniaturen entstanden, die von Griechenlandhilfe, Kochsendungen, dem fragmentierten Subjekt und natürlich von Erfolg handeln. Auf der Bühne sowie bei Aufnahmen wird Erfolg von einem Damenchor begleitet, der sich mit gewissem Recht als „der beste Damenchor aller Zeiten“ bezeichnet. Das Berliner Label Staatsakt veröffentlichte im April 2014 in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Label Euphorie den Sampler Keine Bewegung, das Eröffnungslied ist Erfolg von Erfolg. Das erste Erfolg-Album wird im Frühsommer fertiggestellt und erscheint ebenfalls bei Staatsakt.