Specials
Service
Begleitprogramm
Haus
Suche + Archiv
Programm
    Festivals
      Künstler*innen
        Sonstiges
           

          Politics of Love Repräsentation in Theater und Gesellschaft #3 Letting Go

          Diskurs

          2018 November 07 | 19.00 Uhr
          Festsaalfoyer

          In English

          Die dritte Ausgabe unserer Gesprächsreihe Politics of Love steht im Zeichen des nahenden Performance-FestivalsSave your Soul und widmet sich mit dem Loslassen einem zentralen therapeutischen Thema: Vergangenes hinter sich lassen, offene Wunden heilen, endlose Geschichten zu Ende bringen –  das sind bekanntlich besonders oft Motive, die Menschen dazu bewegen, sich professionelle Unterstützung zu suchen. Auch das Theater verwickelt sich gerne in Anwendungen und Rituale der Verabschiedung. Welche Potenziale bietet die Bühne also, um Loslassen zu üben oder gar zu vollziehen? Und wie lassen sich jene politischen Machtverhältnisse thematisieren und bearbeiten, die einige Subjekte zu Expert_innen der Verlusterfahrung machen?

          Politics of Love widmet sich Formen des Füreinander-Einstehens, die sorgsam und liebevoll Gemeinschaft stiften. Fragen der Repräsentation bewegen aktuell Theater und Politik. Wer vertritt hier eigentlich wen? Wer darf wen darstellen? Und wie steht man noch mal für sich selbst? Gemeinsam mit Gästen aus den aufführenden Künsten, ästhetischer und politischer Theorie diskutieren wir Strategien der Stellvertretung und damit die Grundvereinbarungen von Theater und Demokratie. Im Mittelpunkt steht dabei die Affirmation von Konzepten mit solidarischer und hegemoniekritischer Ausrichtung.

          KONZEPT, MODERATION Joy Kristin Kalu Gast Jaamil Olawale Kosoko

          Jaamil Olawale Kosoko Der nigerianisch-amerikanische Choreograf und Performer widmet sich in seinen Arbeiten vornehmlich der Verlusterfahrung und ihrer Verarbeitung und stellt sie dabei in den politischen Kontext der spezifisch Schwarzen Erfahrung einer permanenten Nähe zum Verschwinden aufgrund von rassistischer Gewalterfahrung. Jaamil Olawale Kosoko kommt ursprünglich aus Detroit und tourt mit seinen Vorträgen und Performances international. Mit seinen Performance-Arbeiten war er bereits auf Festivals in ganz Europa zu Gast - unter anderem bei Moving in November (Finnland), TakeMeSomewhere (UK), SICK! (UK), Tanz im August (Berlin), Oslo Internasjonale Teaterfestival (Norwegen), Zurich MOVES! (Schweiz), Beursschouwburg (Belgien) und Spielart Festival (München). Seit 2017 ist er Stipendiat sowohl des Princeton Arts als auch des Cave Canem Poetry Programms.