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Tanztage Berlin 2021

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© Jan Grygoriew

JANUAR 07 bis ∞

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation wird die 30. Ausgabe der Tanztage Berlin unter der neuen Leitung von Mateusz Szymanówka vom 7. bis 16. Januar als Online-Programm starten. Alle geplanten Live-Vorstellungen werden wir dann im Frühjahr 2021 nachholen. Den Auftakt macht am 7. Januar der Film showdown AV der Choreografin Judith Förster und der Filmemacherin Stella Horta. Die erste digitale Premiere des Festivals präsentiert Clay AD am 15. Januar mit der Performance Indication of Spring at the End of Time. Außerdem laden wir zu einer Online-Zukunftswerkstatt ein – einer Gesprächsreihe über Arbeitskultur und psychische Gesundheit, die gemeinsam mit dem Verein ZTB (Zeitgenössischer Tanz Berlin) veranstaltet wird. Weiterhin wird Pedro Marum ein Online-Format kuratieren, das sich auf neue künstlerische Praktiken der Fürsorge in der Clubkultur fokussiert. Das Festival präsentiert darüber hinaus die ersten drei Episoden des Tanztage-Podcasts, die in Zusammenarbeit mit dem queer-feministischen Rave-Kollektiv LECKEN entstanden sind.

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          Rodrigo Garcia Alves / Liz Rosenfeld Residency Showing: New Techniques I

          • showing
            © Rodrigo Garcia Alves, Liz Rosenfeld

          Showing | Tanz

          2020 Dezember 17 | 20.00 Uhr
          Kostenfrei hier zu sehen | 24 Stunden online

          Auf Englisch mit deutschen Untertiteln

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          Im Rahmen des Sophiensæle-Residenzprogramms New Techniques laden wir zu einem ersten Online-Showing ein: Am 17. Dezember werden Rodrigo Garcia Alves und Liz Rosenfeld Einblick in ihre fortlaufende künstlerische Forschung zum Thema queeres Hospiz in Form von choreografischen Video-Partituren und einem Gespräch mit dem Tanzdramaturgen Mateusz Szymanówka geben.

          Wie werden wir als nicht blutsverwandte Familie füreinander sorgen? Was brauchen wir als queere Menschen, um sicherzustellen, dass wir in der Lage sind, am Lebensende für die Pflege zu sorgen, die wir uns vorstellen? Wie kann künstlerische Forschung zu einer lebenslangen Aufgabe werden, die in verschiedenen Formen und Spielarten erforscht wird? Während ihrer Residenz in den Sophiensælen haben Rodrigo Alves Garcia und Liz Rosenfeld Persönlichkeiten getroffen, die sowohl ganz pragmatisch als auch kreativ mit dem Tod arbeiten: darunter ein Palliativmediziner, eine Sterbebegleiterin, ein Chorleiter, eine Bondage-Expertin und ein Tätowierungsheiler. Gemeinsam haben sie ihr Wissen rund um das Sterben und die queere Pflege vertieft. Dabei entstanden choreografische Partituren, Video- und Textarbeiten, die sich mit Fragen der Intimität auseinandersetzen und untersuchen, wie queere Familien politisch, künstlerisch, räumlich und emotional weiterhin Raum füreinander halten können, während sie sich auf ihr Hospiz vorbereiten. Während ihrer Residenz haben sie mit Colin Self, Maja Zimmermann, Fercha Pombo, Andre Neely, Imogen Heath, Christian Küllmei und Dasnyia Sommer gearbeitet.

          Mit dem Residenzprogramm NEW TECHNIQUES wollen die Sophiensæle Tanzschaffende unterstützen, die bisher noch nicht von einer strukturellen Förderung profitiert haben. Bis Ende 2021 wird pro Halbjahr ein*e Choreograf*in mit künstlerischem Team für einen Monat an der Residenz teilnehmen. Im November/Dezember 2020 werden Rodrigo Garcia Alves und Liz Rosenfeld Fragen der Queer Care erforschen, im März 2021 wird Tiran Willemse Normanson den Zusammenhang zwischen Race, Gender und Melancholie erforschen und im November 2021 wird Angela Alves zum Thema Lust und Visualisierung arbeiten. Die Sophiensæle sind eines von neun Berliner Produktionshäusern, die am Pilotprojekt Residenzförderung Tanz der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa teilnehmen.

          LIZ ROSENFELD (geb. 1979, USA/DE) ist eine in Berlin lebende Künstlerin, die in den Bereichen Film/Video, Performance und persönlicher diskursiver Schreibpraxis arbeitet. Liz erforscht die Nachhaltigkeit emotionaler und politischer Ökologien, Cruising-Methoden und sowohl vergangene als auch zukünftige Geschichten, die mit der Art und Weise zusammenhängen, wie die Erinnerung in eine Warteschlange gestellt wird. Liz' Arbeit nähert sich dem Fleisch als nicht-binärem, kollaborativem Material, wobei sie sich speziell auf die Potenzialität von physischem Überfluss und Exzess konzentriert und sich Fragen nach der Verantwortung und dem Privileg, Raum einzunehmen, nähert. Ausgehend vom Persönlichen ist Liz' Schreiben in Fragen verwurzelt, die sich damit auseinandersetzen, wie queere Ontologien sowohl in politischen als auch in persönlichen Varianten heuchlerischen Begehrens verwurzelt sind. Liz ist eines der Mitglieder des in Berlin ansässigen Filmkollektivs nowMomentnow. Ihre Filme werden von Video Data Bank und LUX Moving Image vertreten.

          RODRIGO GARCIA ALVES (geb. 1983, BR/DE) ist ein in Berlin lebender Choreograf, Performancekünstler und Kurator. Seit 2005 entwickelt er Solos und kollaborative Arbeiten zu Themen wie: kreative Übersetzung (Transkreation), queere Affekte und dekoloniale Diskurse. Studio Disorder ist eine von ihm 2013 gegründete Plattform, die als Ort des Austauschs für bildende und darstellende Künstler mit einem experimentellen und politischen Ansatz des Kunstmachens gedacht ist. Er studierte Solo Dance Authorship am HZT Berlin.

          MIT Rodrigo Garcia Alves, Liz Rosenfeld IM GESPRÄCH MIT Mateusz Szymanówka

          Das Residenzprogramm NEW TECHNIQUES ist gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa im Rahmen des Pilotprojekts Residenzförderung Tanz.