Spielplan
Heute
Interrobang
Deep Godot
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Oktober 16 17
Oktober 16 17 | 18.00 Uhr
Oktober 16 17 | 19.00 Uhr
Oktober 16 17 | 20.00 Uhr
Oktober 16 17 | 21.00 Uhr
Tickets
Performance
Festsaalfoyer | 15/10 €

Interrobang macht die Ambivalenzen künstlicher Intelligenz für das Publikum erfahrbar: Über Mikrofon und Kopfhörer kommuniziert jede*r Zuschauer*in in einer Einzelkabine mit der KI DEEP GODOT und verhandelt persönliche, medizinische und philosophische Themen.

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Schwenk & Schmans
Im Wald mit...
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Oktober 16-31
November 01-07

Im März 2021 machten sich vier generationsübergreifende Wandergruppen auf den Weg durch Berlins Wälder: Schüler*innen zwischen neun und dreizehn Jahren wanderten mit jeweils ein bis zwei Großelternteilen an ihrer Seite oder am Telefon. Die Bilder, Videos, Audios, Texte, Fragen und Gedanken, die während diesen Wanderungen gesammelt wurden, haben Schwenk & Schmans zu einem Dokumentarfilm zusammengeführt.

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Vanessa Stern
Gebeine. Die Frieda, die ich meine
Ursula Maria_HP
Oktober 16-31
November 01-07
Eintritt frei

Elf alte Frauen erinnern sich in elf kurzen Filmen an Frieda. Dabei sagen alle die Wahrheit, doch jede weiß etwas anderes. >> hier online zu sehen.

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Siegmar Zacharias & Steve Heather
Re-Generation
Waves_4_HP
Oktober 18 | 20.00 Uhr
Tickets

Wie können wir anders zusammen sein? Re-Generation lädt zu einer Listening Session mit dem ganzen Körper ein. Gemeinsam verbinden sich die Zuhörer*innen durch Klangmediationen zu gemeinsamen Resonanzräumen.

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Doris Uhlich
Tank
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Oktober 20 21 | 19.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10€

Gefangen in einem gläsernen TANK evoziert Doris Uhlich filmische, robotische und medizinische Assoziationen und geht in eine fesselnde, fast cineastische Auseinandersetzung mit dem Körper als Experimentierfeld. 

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Cora Rudy van Dongen Frost/ Franz Reimer
Sogar dein Tod war ein Geschenk
Walter Pressefoto 2_HP
Oktober 21 22 23 | 21.00 Uhr
Oktober 22 23 24 | 18.00 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10€

Dieser Abend erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen Cora Frost und Walter Ladengast, dem Schauspieler, Lyriker, Maler, Fotokünstler und Nachbarn aus Coras Kindertagen. Wir lauschen seiner Stimme und beobachten, wie seine Bilder und Fotografien sich zu einem langsamen Lebensfilm formen. 

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Interrobang
Deep Godot: Onlineversion
Interrobang_DeepGodot_FotoLiamHuang_bearbeitet
Oktober 25-31
November 01-07
Tickets
10/7 €

Nach der erfolgreichen Live-Variante tritt das Publikum nun bequem von zuhause aus mit der KI DEEP-GODOT in Kontakt: Die von der Performancegruppe entwickelte und trainierte künstliche Intelligenz DEEP GODOT bietet eine individuelle Altersbegleitung für Menschen von 15 bis 100plus. Mit dem Programm Smart Ageing lernt DEEP GODOT die Menschen schon lange vor ihrem Lebensabend kennen, um sie später im Alter besser und persönlicher begleiten, unterhalten, pflegen und auf ihren Tod vorbereiten zu können.

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Stages of Ageing I: Altern in der freien Szene – Das Berlin Panel
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Oktober 25 | 19.00 Uhr

Stages of Ageing - das Diskursprogramm des Festivals Coming of Age nimmt jene Bedürfnisse im Alter(n) in den Blick, die in unserer Gesellschaft sowie in den Strukturen der Freien Theaterszene bislang zu kurz kommen. Stages of Ageing I ist ein Gespräch zum Thema Altern und Generationengerechtigkeit in der Berliner Freien Szene sowie Vorstellung eines Positionspapiers der AG Konzeptgeförderte Gruppen für die Interessen von langjährig in Berlin arbeitenden Künstler*innen und Gruppen. 

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Stages of Ageing II: Altern in der freien Szene – das überregionale Panel
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Oktober 26 | 19.00 Uhr

Stages of Ageing - das Diskursprogramm des Festivals Coming of Age nimmt jene Bedürfnisse im Alter(n) in den Blick, die in unserer Gesellschaft sowie in den Strukturen der Freien Theaterszene bislang zu kurz kommen. Stages of Ageing II ist ein überregionales Gespräch über Sichtbarkeit, Wünsche und best-practice-Beispiele zum Altern in den darstellenden Künsten.

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Stages of Ageing: Altern in der freien Szene
Intergenerationale Peer to Peer-Academy über das Alter(n) in der Freien Szene
Oktober 27 | 10.00 Uhr

Stages of Ageing - das Diskursprogramm des Festivals Coming of Age nimmt jene Bedürfnisse im Alter(n) in den Blick, die in unserer Gesellschaft sowie in den Strukturen der Freien Theaterszene bislang zu kurz kommen. In moderierten Peer-to-Peer-Gesprächen wollen wir uns mit dem Älterwerden in den Künsten auseinandersetzen und dabei nach neuen Wegen und Formen des altersübergreifenden Erfahrungsaustauschs und der gegenseitigen Unterstützung suchen. 

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25 Jahre SOPHIENSÆLE
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Oktober 29 | 18.00 Uhr
Fest
gesamtes Haus |

Die Sophiensæle werden 25 Jahre alt und auch unser Festival Tanztage Berlin kann auf sein 25-jähriges Bestehen und seine 30. Ausgabe zurückblicken. Deshalb feiern wir am 29. Oktober alles gemeinsam: Die Sophiensæle, die Tanztage Berlin und die Buch-Premiere unserer Jubiläumspublikation OPENINGS.

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Corinne Maier
Die Zufügung
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Oktober 30 31 | 19.00 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10€

Corinne Maier zeigt eine packende Lecture Performance zum Thema Alter und Altern mit Textfragmenten der Ausnahmeautorin Gerlind Reinshagen, Improvisationen der Performerin und der Musik von Elvis Presley.

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Lajos Talamonti
Alter Hase
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November 04 05 06 07 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10€

Fünf ehemalige Tänzer*innen blicken zurück auf die Zeit ihrer gemeinsamen klassischen künstlerischen Prägung. In einem letzten gemeinsamen Tanz machen sie die starren Strukturen der Klassik biegsam und erzählen vom Leben als oft überraschender Schule, deren Methode jede*r täglich neu für sich erfinden muss. 

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Markus&Markus Theaterkollektiv
Die Brieffreundschaft
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November 10 11 12 13 | 19.30 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10 €

Penthesilea, Judith, Klytaimnestra, Medea, Lady Macbeth. Abend für Abend lassen wir uns von ihren Gewalttaten berieseln und erfreuen uns an Drama, Mord und Totschlag. Wären sie nicht in Reclamheften gefangen, sie wären es wohl im Gefängnis. Dort hat das Markus&Markus Theaterkollektiv für ihr neues Stück die – ganz realen – Protagonistinnen dieses Abends aufgespürt und begonnen ihnen Briefe zu schreiben. Ein Theaterabend, der Fragen nach Menschlichkeit – und nach zweiten Chancen – neu stellt.

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Flinn Works
Artist Talk auf Zoom
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November 10 | 20.00 Uhr

In einem öffentlichen Online-Gespräch mit Sophia Stepf (künstlerische Leiterin von Flinn Works) wird Nora Amin die Stigmatisierung des so genannten "Bauchtanzes" thematisieren.

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Rehema Chachage | Aderemi Adegbite
I shredded them on your behalf | Tutuola Institute
Aderemi Adegbite_credit unknown
November 17 18 | 18.00 Uhr
November 19 | 17.00 Uhr
November 20 | 16.00 Uhr
November 20 | 19.00 Uhr
Kantine |

Installationen im Rahmen von Flinn Works' White Money: Die Künstlerin Rehema Chachage schreddert abgelehnte Förderanträge und verwandelt sie in Papierflieger; der Kurator und Künstler Aderemi Adgebite zeigt Videokunst im frischgegründeten nigerianischen Kulturinstitut und lädt einzelne Zuschauer*innen zu spirituellen Konsultationen durch professionelle Wahrsager.

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Abhishek Thapar
Untitled (AT)
Untitled_Abhishek Thapar_credit Abhishek Thapar_HP
November 17 18 | 18.30 Uhr
November 19 20 | 18.00 Uhr
November 20 | 16.30 Uhr
Tickets
Performance
10/7 €

Im Rahmen von Flinn Works' White Money: Untitled schickt vorgefasste Wahrnehmungen und alltägliche Verwendungsweisen von Geld durch den Schredder. Während das Geld seines Wertes beraubt und auf sein Ausgangsmaterial – Papier – zurückgeführt wird, bringt die künstlerische Arbeit andere Bedeutungen hervor und untersucht den Wert des „Wertes“.

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Azade Shahmiri | Anuja Ghosalkar
Tempor(e)ality | Double Agent X
Azade_Shahmiri_credit Lys Y. Seng
November 17 | 20.00 Uhr
Tickets
Performance
Festsaal | 15/10 €

Doppelvorstellung im Rahmen von Flinn Works' White Money: Die teheranische Künstlerin Azade Shahmiri setzt sich in einer Lecture Performance mit der historisch-imaginierten Repräsentation des Westens im iranischen Theater auseinander, während die indische Künstler*in Anuja Ghosalkar in einer doku-fiktionalen Performance Strategien der künstlerischen Existenzsicherung vorstellt.

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Anuja Ghosalkar | Nora Amin
Double Agent X | My Dance
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November 18 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

Doppelvorstellung im Rahmen von Flinn Works' White Money: Die indische Künstler*in Anuja Ghosalkar stellt in einer doku-fiktionalen Performance Strategien der künstlerischen Existenzsicherung vor, während Nora Amin den sogenannten Bauchtanz von den Sedimenten der Geschichte befreit.

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Flinn Works
Artist Talk
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November 19 | 18.00 Uhr
Festsaal |

Das Flinn Works Team und Abhishek Thapar sprechen über das Projekt White Money.

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Azade Shahmiri | Nora Amin
Tempor(e)ality | My Dance
Flinn Works_white money_my Dance_c_Ehab Abdellatif_HP
November 19 20 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

Doppelvorstellung im Rahmen von Flinn Works' White Money: Die teheranische Künstlerin Azade Shahmiri setzt sich in einer Lecture Performance mit der historisch-imaginierten Repräsentation des Westens im iranischen Theater auseinander, während Nora Amin den sogenannten Bauchtanz von den Sedimenten der Geschichte befreit.

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Anuja Ghosalkar
Double Agent X
Double Agent X_Anuja Ghosalkar_credit Debanshu Bhaumik HP
November 20 | 18.00 Uhr
Tickets
Performance
Festsaal | 10/7 €

Im Rahmen von Flinn Works' White Money: In Indien gibt es kaum öffentliche Kulturförderung. In ihrer doku-fiktionalen Performance sucht die Theatermacherin Anuja Ghoshalkar als Double Agent X mithilfe von Videos, Dokumenten und Erfahrungsberichten nach Strategien der künstlerischen Existenzsicherung.

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Company Christoph Winkler
We are going to Mars
We are Going to Mars_c_HP
November 22 | 18.00 Uhr
November 23-30
Film/Video
Eintritt frei

We are going to Mars widmet sich in internationalen Videoarbeiten der Geschichte des ersten afrikanischen Raumfahrtprogramms und untersucht, wie sich die Rezeption dieser Story in den vergangenen fünfzig Jahren verändert hat.

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Public in Private / Clémentine M. Songe
Living Room
November 25 26 27 | 20.30 Uhr
November 28 | 16.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

In Living Room erforscht Clémentine M. Songe (aka Clément Layes) die Dynamik des Wohnzimmers, jenes Ortes, an dem wir uns mit Dingen umgeben, die uns vertraut, intim, wiedererkennbar und sicher erscheinen. In Zusammenarbeit mit einer Architektin, einer Lichtdesignerin und einem bildenden Künstler deckt Clémentine M. Songe die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen unserem Leben und diesem Ort auf und zeigt dabei, wie sehr wir unsere gewohnte Umgebung als selbstverständlich ansehen und uns auf sie verlassen, um uns in der Welt „zu Hause“ zu fühlen.

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Rita Mazza + Anne Zander
Space 1880
Rita Mazza_Space 1880_c_Mayra Wallraff_HP
November 26 27 28 | 19.00 Uhr
Tickets
Performance
Hochzeitssaal | 15/10 €

Ausgehend von der Geschichte und Kultur der tauben Community widmen sich Rita Mazza und Anne Zander in einer visuellen Gebärdensprachperformance neuen Formen der Kunst in der Gebärdensprache.

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Specials
Festival
Coming of Age
Coming of Age_Grafik HP
© Jan Grygoriew

Age is just a number – um das Altern kommen wir trotzdem nicht herum. Inmitten der Debatten rund um Klimabewegung, Identitätspolitik und Körperbilder ist es Zeit, längst überkommene Generationsverträge neu zu verhandeln. So hat nicht erst die jüngere Pandemiegeschichte gezeigt, dass Fragen nach Verantwortungen und der Solidarität neu gestellt werden müssen. Das Performance-Festival COMING OF AGE, das vom 15. September bis zum 7. November an den Sophiensælen stattfindet, widmet sich verschiedenen Facetten des Alterns in der Gesellschaft – und blickt dabei auf die unterschiedlichen Herausforderungen eines Phänomens, das uns alle betrifft.

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Performance, Tanz, Installation
Flinn Works: White Money
PR pic_Flinn works_white money_credit_Aderemi Adegbite & Konradin Kunze HP
Aderemi Adegbite & Konradin Kunze

Gemeinsam mit sechs internationalen Künstler:innen und in unterschiedlichen Performance-Formaten widmet sich Flinn Works dem Thema White Money. White Money fließt als Kulturförderung von Europa in den Rest der Welt und bestimmt dadurch mit, wie zeitgenössische Ästhetik aussieht. Dabei werden rassistische und (neo-)koloniale Strukturen fortgeschrieben, exotisierende Bilder von „anderen“ Körpern präsentiert und komplexe Inhalte für ein europäisches Publikum auf ihre konsumierbare Oberfläche reduziert. Wie alle transnational agierenden Kulturschaffenden ist die Kompanie Flinn Works Teil des Systems und befragt dieses mit White Money künstlerisch.

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Service
Begleitprogramm
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Say Anything? Politiken des Sprechens (in Kunst und Kultur) - Abschlusspanel

Diskussion
2017 Juni 28 | 19.00 Uhr
Festsaal
Deutsch + Englisch

Wörter und Bilder haben eine explosive Kraft – das macht das aktuelle politische Klima sehr deutlich. Die Fronten verhärten sich in der Frage, wo die Grenzen des Sag- und Machbaren liegen. Wer kann für wen sprechen? Während unterrepräsentierte Gruppen langsam mehr Beachtung in den Kulturinstitutionen finden, ist es für Kulturschaffende an der Zeit sich zu positionieren. Heißt künstlerische Freiheit um jeden Preis immer alles sagen zu können? Auch wenn das Gesagte andere zum Schweigen bringt und tradierte rassistische Stereotype fortschreibt? Beschränken wir schon allein mit der Formulierung dieser Fragen die freie Entfaltung von Ideen? Und wie können wir uns der Debatte stellen ohne in sprachliche Orthodoxie zu verfallen? Dies sind einige der Fragen, die uns durch diesen Gesprächsabend führen werden – mit einem Künstler, einer Aktivistin, einem Akademiker, einer Journalistin und dem Publikum.

MIT Daniel C. Barber, Natasha A. Kelly, Isaiah Lopaz, Sheila Mysorekar MODERATION, KURATION Sarah Lewis-Cappellari DJ Zen Jefferson

Things you can tell just by looking at him

Der in Berlin lebende Künstler Isaiah Lopaz beschäftigt sich mit der Gegenständlichkeit von Worten und der Gewalt, die sie auf Körper ausüben können. Dabei erzählt er von seinem aktuellen Projekt Him Noir, ein Blog über Kultur, race und Politik, der als Galerie für den fotografischen Essay Things You Can Tell Just By Looking At Him begann. In der Sammlung aus Selbstporträts trägt Lopaz T-Shirts mit aufgedruckten rassistischen Kommentaren, Mikroagressionen und Herabsetzungen, die ihm in seiner Berliner Zeit widerfuhren.

Critical Failure

Daniel C. Barbers Vortrag untersucht den Kontext, in dem öffentliche Debatten über Zensur, gute Absichten und Anti-Rassismus stattfinden. Dabei bezieht er sich auf einige Fälle der letzten Zeit, in denen Versuche, Rassismus kritisch auszustellen, damit beschuldigt wurden, sich Schwarzes Leid anzueignen. Dabei thematisiert Barber Fragen zum Verhältnis zwischen künstlerischem Ausdruck, sozialer Macht und der Rolle der Kritik.

The Danger of Binary Stories - A Black German Perspective

Die „akademische Aktivistin“ und Berlinerin Natasha A. Kelly setzt sich mit Fragen der Sichtbarkeit afrodeutscher Perspektiven in Kultur- und Wissensproduktion auseinander. Ausgehend von ihren Forschungen zur Bedeutung von Community und zu Strategien für die Zukunft, setzt sie sich in ihrem Beitrag mit verschiedenen lokalen Positionen auseinander, welche Taktiken darin abzulesen sind und wie die Sichtbarkeit Schwarzer, deutscher Perspektiven verstärkt werden kann.

Talking and Naming: Media and Power Politics

Sheila Mysorekar ist Journalistin, Beraterin für Medien in Post-Konflikt-Staaten und Vorsitzende des Vereins Neue deutsche Medienmacher e.V. (NdM), der sich für mehr kulturelle Diversität in der deutschen Medienlandschaft einsetzt. In ihrem Beitrag setzt sie sich mit Fragen der Repräsentation und Diskurshoheit auseinander sowie mit Medienethik und Meinungsfreiheit. 

Daniel Colucciello Barber ist Assistenzprofessor der Philosophie und Religionswissenschaften an der Pace University (New York). Er ist Autor von Deleuze and the Naming of God und On Diaspora. Zurzeit recherchiert er über Logik, Geschichte und Politik der „Bekehrung“.

Zen Jefferson ist ein US-amerikanisch-schweizer Performer, DJ und Sound Collage Künstler, der aktuell in Brüssel lebt. 2006 schloss er sein Tanzstudium an der Juilliard School in New York. Er tanzte in den letzten zehn Jahren bei verschiedenen Choreograf_innen und Kompanien in ganz Europa. In seiner künstlerischen Praxis untersucht er Diskriminierungen in der Performance-Szene und versucht mithilfe von (Heilungs)Ritualen Bruchstellen in das imperialistisch-kapitalistische Patriarchat unter Weißer Vorherrschaft zu schlagen. Seine Werkzeuge sind der Körper, Sound und Community. 

Natasha A. Kelly ist promovierte Kommunikationswissenschaftlerin und Soziologin. Als Herausgeberin, Autorin und Dozentin nutzt sie verschiedene Kunstformen, um schwer greifbare Phänomene wie Rassismus und Sexismus zu vergegenständlichen – wie etwa in ihrer Ausstellung EDEWA (www.edewa.info) Sie versucht stets Theorie und Praxis miteinander zu verbinden, um die Wichtigkeit und Notwendigkeit von Transferleistungen zwischen Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zu betonen. Ihre Dissertationsschrift „AfroKultur. ‚der raum zwischen gestern und morgen‘“ (Unrast Verlag 2016) beschäftigt sich mit Werk und Schaffen von W. E. B. Du Bois, Audre Lorde und May Ayim, drei Schwarzen Wissensproduzent_innen, die maßgeblich zur Bildung einer afro-deutschen Identität beitrugen. 

Sarah Lewis-Cappellari ist eine in Berlin ansässige dominikanisch-US-amerikanische Kuratorin, Geisteswissenschaftlerin und  Kulturproduzentin. Im Zuge ihres Kulturschaffens arbeitet sie regelmäßig als Moderatorin. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Wissensvermittlung durch theatrale Formen. Dabei versucht sie Situationen zu schaffen, in denen die hierarchische Wertung von Fachgebieten aufgebrochen und stattdessen die wechselseitige Abhängigkeit unterschiedlicher Experten_innenkenntnisse in den Fokus gerückt wird, da wir letztlich alle Produzent_innen unserer Kultur sind. Sarah erhielt ihren Master-Abschluss im Rahmen des „Art in Context“-Programms der Universität der Künste Berlin und arbeitet seit 2013 bei der Mobile Academy Berlin.

Isaiah Lopaz ist ein Künstler, der Sexualität, U.S. Geschichte, Popkultur und persönliche Mythologie miteinander verwebt. Daraus entstehen neue Erzählungen, die den Schwarzen Körper als Herr_in der Geschichte und Hüter_in der zeitgenössischen Kultur präsentieren. Er ist außerdem Mitbegründer von Him Noir – ein Blog über Kultur, race und Politik. Lopaz interessiert sich dafür, wie Konzepte von race auf die Körper Nicht-Weißer projiziert werden. In Zusammenarbeit mit anderen Personen, die Rassismus erleben, möchte er auch deren Erfahrungen dokumentieren und dadurch die Präsenz von race und ihre Auswirkungen auf unterschiedliche Gesellschaften veranschaulichen.

Sheila Mysorekar ist indodeutsche Rheinländerin und Vorsitzende des Vereins Neue deutsche Medienmacher e.V. (NdM). Ihr Studium absolvierte sie in Köln und London. Sie arbeitete als Journalistin (Politik/Wirtschaft) u.a. in Jamaika, Indien, den USA und vielen Ländern Lateinamerikas, darunter elf Jahre als freie Korrespondentin für die ARD in Argentinien. Zur Zeit arbeitet sie als Trainerin für konfliktsensiblen Journalismus und Beraterin für Medien in Post-Konflikt-Staaten, unter anderem in Libyen und dem Südsudan.

Eine Veranstaltung von SOPHIENSÆLE.