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Tanztage Berlin 2021

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© Jan Grygoriew

JANUAR 07 bis ∞

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation wird die 30. Ausgabe der Tanztage Berlin unter der neuen Leitung von Mateusz Szymanówka vom 7. bis 16. Januar als Online-Programm starten. Alle geplanten Live-Vorstellungen werden wir dann im Frühjahr 2021 nachholen. Den Auftakt macht am 7. Januar der Film showdown AV der Choreografin Judith Förster und der Filmemacherin Stella Horta. Die erste digitale Premiere des Festivals präsentiert Clay AD am 15. Januar mit der Performance Indication of Spring at the End of Time. Außerdem laden wir zu einer Online-Zukunftswerkstatt ein – einer Gesprächsreihe über Arbeitskultur und psychische Gesundheit, die gemeinsam mit dem Verein ZTB (Zeitgenössischer Tanz Berlin) veranstaltet wird. Weiterhin wird Pedro Marum ein Online-Format kuratieren, das sich auf neue künstlerische Praktiken der Fürsorge in der Clubkultur fokussiert. Das Festival präsentiert darüber hinaus die ersten drei Episoden des Tanztage-Podcasts, die in Zusammenarbeit mit dem queer-feministischen Rave-Kollektiv LECKEN entstanden sind.

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          Best of 100° Berlin 2011 Sebastian Matthias tremor Sebastian Matthias

          • stueck_859

          2011 Mai 10 | 20.00 Uhr
          Hochzeitssaal

          Als medizinischer Fachbegriff bezeichnet Tremor jenen unwillkürlichen physiologischen Zustand, in dem sich ein vermeintlich bewegungsloser Körper befindet. Jede absichtsvolle Bewegung, die sich von diesem Grundrauschen des Tremors absetzt, bedarf einer Vielzahl einzelner Komponenten, deren spezifische Qualitäten für gewöhnlich nicht wahrgenommen werden. Sebastian Matthias zerlegt gemeinsam mit Lisanne Goodhue und Isaac Spencer qualitative Bewegungskomponenten in choreografische Bausteine. Zucken, schwingen, ruhen, fallen... die abstrakte Choreografie setzt insgesamt acht Bewegungen und ihre Qualitäten in ein kompositorisches Spannungsverhältnis. Die Soundinstallation mit Snare Drums von Jassem Hindi etabliert dabei mit akustischen Frequenzen den Bühnenraum als akustischen Körper.

          SEBASTIAN MATTHIAS studierte bis 2004 an der Juilliard School in New York und tanzte anschließend am Nürnberger Staatstheater und bei Hubbard Street Dance Chicago, USA. Nach Deutschland zurückgekehrt, studierte er an der FU Berlin Tanzwissenschaft (MA,  2010) und beschäftigte sich gemeinsam mit Karin Hermes mit dem Tanzrepertoire des 20. Jahrhunderts. Ausgehend vom Bauhaus beginnt die Beschäftigung mit Bewegungsqualitäten, welche seine choreografische Arbeit bis heute prägt. 2009 war er Artist‐in-Residence im Rahmen von Pépinières européennes pour jeunes artists am LADMMI, Montréal und 2010 Residenzchoreograf am K3 | Tanzplan Hamburg. Seine Arbeit Tremor (2011) wurde mit dem Jurypreis der Sophiensæle beim 100° Festival 2011 ausgezeichnet und zur Tanzplattform Deutschland 2012 und ImPulsTanz eingeladen. Er vertiefte seinen Ansatz zur künstlerischen Forschung mit einem Doktoranden-Stipendium am Graduiertenkolleg Versammlung und Teilhabe der Hafen Universität Hamburg. Er erweitert seinen Fokus um partizipative Prozesse aus und erprobt diese in Forschungsgruppen mit Zuschauern innerhalb der groove space- Serie, die in Form von Performances von 2014 bis 2017 in unterschiedlichen Städten produziert wurde.

          sebastianmatthias.com

          Mit Sebastian Matthias, Lisanne Goodhue, Isaac Spencer Sound Jassem Hindi

          Eine Produktion von K3 | Tanzplan Hamburg in Koproduktion mit der Dampfzentrale Bern.

          Foto © Arne Schmitt