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          SPIELSTAND #10 Jenseits von Regeln? Die Zukunft von Kunst und Urheberrecht SPIELSTAND #10


          Festsaal

          Was ist heute ein zuschreibbares ?Werk?? Selten geht es bei den Hervorbringungen der Popkultur oder den Experimenten konzeptueller Kunst um genuine Neuschöpfungen, sondern zumeist um Variationen und spezifische Aneignungen von vorgefundenem Material. Zeitgenössische Kulturtechniken des Zitierens, Samplings oder Remixens ergeben ein offenes Gebrauchsfeld, das zwar unzählige Spuren und Schichten kennt, die Unterscheidung von Original und Kopie aber zunehmend unbrauchbar macht. Der digitale Fortschritt, mühelos Eins-zu-eins-Kopien erzeugen zu können, steht jedoch im scharfen Widerspruch zum geltenden Eigentumsprinzip (nicht nur) der Kulturindustrie. Viele ProduzentInnen fürchten um die monetäre Entlohnung ihrer Leistung. Andere kritisieren, dass ihre künstlerische Kreativität längst durch den juristischen Rahmen des Copyrights beschnitten wird. Welche widerstreitenden politischen Konzeptionen gibt es, um einen neuen Ordnungsrahmen für den fairen Ausgleich zwischen ökonomischen Interessen und künstlerischen Freiheiten zu finden?

          Mit: Christian von Borries (Komponist), Carsten Markfort (Fachanwalt für Umwelt- und Medienrecht), Helga Trüpel (MdEP Fraktion der Grünen / Freie Europäische Allianz)
          Moderation: Andreas Poltermann

          ?Spielstand" heißt die Kooperation zwischen der Heinrich-Böll-Stiftung und den Sophiensaelen. Vier Mal im Jahr werden in der offenen Diskursplattform Fragen aus der ästhetischen Praxis mit politischen Debatten konfrontiert.