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Heute

Kareth Schaffer Question of Belief

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April 14 Replay
Tickets

In ihrer neuen Arbeit widmet sich Choreografin Kareth Schaffer den Dämonen der heutigen Zeit: Zwischen Aktionismus und Faulheit, Ablenkung und Apathie erkämpfen sich die Performerinnen Mădălina Dan und Manon Parent einen Weg durch die sich aufblasende Bühnenlandschaft.

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Vanessa Stern Sleeping Duties
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April 20 | 18.00 Uhr
April 21-30
Mai 01 02 03 04
Theaterfilm
Online | Solidarische Preisstufen 5/10/15/20/25 Euro Tickets

Railroadmovie trifft Kammerspiel: Der Theaterfilm von Vanessa Stern ist noch einmal auf www.dringeblieben.de zu sehen.

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Lea Sherin Kübler + Soraya Reichl & Ensemble Remember Now!
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Mai 07 08 09 | 14.00 Uhr
Mai 07 08 09 | 17.00 Uhr
Performance/Audiowalk
Start im Hof der Sophiensaele | Tickets 5€

An wen wollen wir erinnern und welche Wege gibt es, dies zu tun? Remember Now! lädt zu einem performativen und interaktiven Audiowalk im Berliner Stadtraum ein und wirft einen kritischen Blick auf Berliner Erinnerungsorte. In dynamischen Szenencollagen erlebt das Publikum Geschichte(n) aus einer Perspektive des Widerstands.

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          SPIELSTAND #11 Crisis! What Crisis? Kunstmarkt und Staatskunst SPIELSTAND #11

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          Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung

          Achtung: SPIELSTAND #11 findet in der Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung statt, nicht in den Sophiensaelen!

          Im Sommer 2008 kritisierte Chris Dercon, Direktor des Münchner Hauses der Kunst, in einem Aufsehen erregenden Artikel den kreativwirtschaftlichen ?New Deal? unserer Zeit: jenen Versöhnungsakt zwischen reichen InvestorInnen, PrivatsammlerInnen und erfolgreichen KünstlerInnen auf der einen Seite, und der Masse des künstlerischen Prekariats auf der anderen. Der Kunstmarkt funktionierte bis zu diesem Zeitpunkt ähnlich wie der Handel mit Derivaten: Der Wert eines Produkts wurde von Insidern bestimmt, Spekulation war der vorherrschende Modus der Aneignung. Ständig neue Rankings und Wahnsinnspreise für hochdekorative Werke von Hirst & Co. erzeugten einen Kunst-Hype.

          Sind die Rahmenbedingungen im Frühjahr 2009 nun gänzlich anders geworden? Noch ist der große Crash zwar ausgeblieben, aber eine gewisse Marktbereinigung bei den Kunstmessen, Auktionshäusern und Galerien ist bereits absehbar. Viele KunstproduzentInnen müssen zudem befürchten, dass die Schuldenlast der staatlichen Rettungs- und Konjunkturpakete künftig auch die Finanzierung von Projekten, Stipendien, Ausbildungsstätten und Museumsetats erschwert. Muss sich der gesamte Bereich öffentlich geförderter Kunst womöglich ganz neu legitimieren?

          Insofern bietet die globale Wirtschafts- und Finanzkrise auch Chancen. Das Ende der Boom-Zeiten könnte einen ganz neuen Reflexionsprozess über die Definition von Kunst und Öffentlichkeit einleiten. Gibt es bereits veränderte Kriterien für die Zumessung von Wert und Bedeutung? Erleben etwa ?marktferne? Positionen einen Aufwind? Wie könnte das Verhältnis zwischen musealer Präsentation und kulturindustrieller Spektakelproduktion neu ausgehandelt werden? Welche neuen Allianzen im Hinblick auf Kunstvermittlung wären denkbar?

          Mit: Thomas Girst (Leiter Kulturkommunikation der BMW Group), Udo Kittelmann (Direktor der Nationalgalerie), Barbara Weiss (Galeristin)

          Moderation: Elke Buhr (Monopol ? Magazin für Kunst und Leben)

          ?Spielstand" heißt die Kooperation zwischen der Heinrich-Böll-Stiftung und den Sophiensaelen. Vier Mal im Jahr werden in der offenen Diskursplattform Fragen aus der ästhetischen Praxis mit politischen Debatten konfrontiert.

          Foto © Kerstin Laube