Specials

Performance/Audiowalk

Lea Sherin Kübler + Soraya Reichl & Ensemble
Remember Now! Eine Geschichte des einander Erinnerns | Jugendprojekt

Hauptmotiv_quer
©Shirin Esione

Mai 07 08 09 l 14 Uhr + 17 Uhr

An wen wollen wir erinnern und welche Wege gibt es, dies zu tun? Remember Now! lädt zu einem performativen und interaktiven Audiowalk im Berliner Stadtraum ein und wirft einen kritischen Blick auf Berliner Erinnerungsorte. In dynamischen Szenencollagen erlebt das Publikum Geschichte(n) aus einer Perspektive des Widerstands.

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          Spielstand #15 Gegen die Wand? Kulturpolitik revisited Spielstand #15

          • stueck_812

          2010 Dezember 07 | 20.00 Uhr
          Virchowsaal

          Auch wenn der Krisendiskurs schon zum lästigen Ohrwurm zu werden droht, so geht er uns alle an: Das im Juni verabschiedete Sparpaket und die Verankerung der Schuldenbremse im Grundgesetz zwingt die Länder zu einem strikten Konsolidierungskurs. Damit ist auch die Sicherung der kulturellen Infrastruktur in Gefahr. Überschuldete Kommunen suchen verzweifelt nach Sparpotenzialen und kürzen im Bereich freiwilliger Leistungen, zu denen etwa der Unterhalt von Museen und Bibliotheken gehört. Der Deutsche Städtetag sieht bereits die ?Grenze der Belastbarkeit? erreicht und sorgt sich um den Fortbestand der Theaterlandschaft. Wuppertal ist überall.

          Die Kulturhoheit und das Kooperationsverbot, welche durch die Föderalismusreform festgeschrieben wurden, machen Ideen wie einen nationalen Hilfsfonds zunichte. Guter Rat ist also teuer, zumal die Verteilungskämpfe härter werden dürften. In einer solch prekären Situation reichen die eingeübten alarmistischen Reflexe der Kultur-Lobby nicht aus. Selbst die Bestandswahrung muss angesichts der abnehmenden Handlungsspielräume in jedem Einzelfall überzeugend begründet werden. Die Anpassung an den demographischen Wandel, die Konkurrenz durch netzbasierte Angebote sowie die mangelnde Teilhabe von Jugendlichen und Migrant_innen am Kulturbetrieb machen zudem veränderte Aufgabendefinitionen und institutionelle Strategien erforderlich.

          Wie könnte eine nachhaltige und inklusive Kulturpolitik für das nächste Jahrzehnt aussehen? Wie kommen wir zu einem neuen Paradigma der Förderung und Beteiligung? Und wie ?systemrelevant? sind Kunst und Kultur für unsere zunehmend fragmentierte Gesellschaft?

          ?Spielstand" heißt die Kooperation zwischen der Heinrich-Böll-Stiftung und den Sophiensaelen. Vier Mal im Jahr werden in der offenen Diskursplattform Fragen aus der ästhetischen Praxis mit politischen Debatten konfrontiert.

          Mit: Kathrin Tiedemann (Forum Freies Theater, Düsseldorf), Mark Terkessidis (Publizist), Alice Ströver (MdA, Kulturpolitische Sprecherin der Abgeordnetenhausfraktion Bündnis 90 / Die Grünen), Veit Sprenger (Theatergruppe Showcase Beat Le Mot), Moderation: Jens Bisky