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          Nordwind-Festival Symposium Implementing reality - New solutions for old problems

          Symposium

          2015 Dezember 06 | 17.00 Uhr
          Hochzeitssaal

          Deutsch/English/Russisch mit Übertiteln

          Feministische Strömungen waren selbstverständlicher Teil der russischen Revolution. Die Emanzipation der Frau erhielt in der Verfassung von 1918 eine gesetzliche Grundlage. Nach mehreren Wellen politischer Unterdrückung ist die russische Gesellschaft heute aber von einem „geschlechtslosen Sexismus“ geprägt. Unterschiede in Geschlecht und Gender wurden aus ideologischen Gründen ausgeblendet, gleichzeitig sind öffentlicher Diskurs und soziale Praktiken extrem sexistisch. Unterschiede zwischen den Geschlechtern gelten als natürlich gegeben und somit unhintergehbar. Unterstützt von den Massenmedien und dem neuen Gesetz gegen „homosexuelle Propaganda“ ist die russische Gesellschaft gemäß strikter Geschlechterrollen organisiert. Von Frauen wird ein dekoratives Äußeres erwartet, Männer hingegen sollen die komplette finanzielle Verantwortung übernehmen und die Ehre ihrer Partnerinnen verteidigen.
           
          Vor dem Hintergrund eines neuen Sexismus in Russland diskutiert das Symposium verschiedene Strategien des Gender Mainstreaming in West-Europa und Russland. Diskussionsrunden, Workshops, Installationen und künstlerische Interventionen untersuchen die soziale Konstruiertheit von Geschlecht und seine ästhetische Repräsentation. Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, die die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Gender nicht nur anerkennt, sondern auch Bedingungen schafft, um ihnen gerecht zu werden? – Nicht nur in Russland, sondern auch im vermeintlich so emanzipierten West-Europa.

          Panel 1 “Feminist power and new resentment in Russia and Sweden” Tiina Rosenberg, Mascha Godowannaja, Ditte Maria Bjerg, Tove Sahlin


          45 Minuten Pause

          Panel 2 „Creating new narratives, establishing new terms” Marina Maraeva, Catharina Bergil, Anders Lundorph, Tanja Krone


          Mit Unterstützung von Svenska Institutet.