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Tanztage Berlin 2021

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© Jan Grygoriew

JANUAR 07 bis ∞

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation wird die 30. Ausgabe der Tanztage Berlin unter der neuen Leitung von Mateusz Szymanówka vom 7. bis 16. Januar als Online-Programm starten. Alle geplanten Live-Vorstellungen werden wir dann im Frühjahr 2021 nachholen. Den Auftakt macht am 7. Januar der Film showdown AV der Choreografin Judith Förster und der Filmemacherin Stella Horta. Die erste digitale Premiere des Festivals präsentiert Clay AD am 15. Januar mit der Performance Indication of Spring at the End of Time. Außerdem laden wir zu einer Online-Zukunftswerkstatt ein – einer Gesprächsreihe über Arbeitskultur und psychische Gesundheit, die gemeinsam mit dem Verein ZTB (Zeitgenössischer Tanz Berlin) veranstaltet wird. Weiterhin wird Pedro Marum ein Online-Format kuratieren, das sich auf neue künstlerische Praktiken der Fürsorge in der Clubkultur fokussiert. Das Festival präsentiert darüber hinaus die ersten drei Episoden des Tanztage-Podcasts, die in Zusammenarbeit mit dem queer-feministischen Rave-Kollektiv LECKEN entstanden sind.

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          Nordwind-Festival Symposium Implementing reality - New solutions for old problems

          Symposium

          2015 Dezember 06 | 17.00 Uhr
          Hochzeitssaal

          Deutsch/English/Russisch mit Übertiteln

          Feministische Strömungen waren selbstverständlicher Teil der russischen Revolution. Die Emanzipation der Frau erhielt in der Verfassung von 1918 eine gesetzliche Grundlage. Nach mehreren Wellen politischer Unterdrückung ist die russische Gesellschaft heute aber von einem „geschlechtslosen Sexismus“ geprägt. Unterschiede in Geschlecht und Gender wurden aus ideologischen Gründen ausgeblendet, gleichzeitig sind öffentlicher Diskurs und soziale Praktiken extrem sexistisch. Unterschiede zwischen den Geschlechtern gelten als natürlich gegeben und somit unhintergehbar. Unterstützt von den Massenmedien und dem neuen Gesetz gegen „homosexuelle Propaganda“ ist die russische Gesellschaft gemäß strikter Geschlechterrollen organisiert. Von Frauen wird ein dekoratives Äußeres erwartet, Männer hingegen sollen die komplette finanzielle Verantwortung übernehmen und die Ehre ihrer Partnerinnen verteidigen.
           
          Vor dem Hintergrund eines neuen Sexismus in Russland diskutiert das Symposium verschiedene Strategien des Gender Mainstreaming in West-Europa und Russland. Diskussionsrunden, Workshops, Installationen und künstlerische Interventionen untersuchen die soziale Konstruiertheit von Geschlecht und seine ästhetische Repräsentation. Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, die die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Gender nicht nur anerkennt, sondern auch Bedingungen schafft, um ihnen gerecht zu werden? – Nicht nur in Russland, sondern auch im vermeintlich so emanzipierten West-Europa.

          Panel 1 “Feminist power and new resentment in Russia and Sweden” Tiina Rosenberg, Mascha Godowannaja, Ditte Maria Bjerg, Tove Sahlin


          45 Minuten Pause

          Panel 2 „Creating new narratives, establishing new terms” Marina Maraeva, Catharina Bergil, Anders Lundorph, Tanja Krone


          Mit Unterstützung von Svenska Institutet.