Specials

Tanz/Film

Sheena McGrandles
Figured + Flush

figured
Figured | © Martin Rottenkolber

FEBRUAR 20 | 19.00 UHR | Premiere
FEBRUAR 21 – MÄRZ 06

In Figured und Flush setzt sich Sheena McGrandles mit radikaler Zeitlichkeit auseinander. Mit viel Liebe zum Detail deckt Figured die Absurdität und Künstlichkeit von Alltagsgesten auf. Flush bricht in Anlehnung an Gertrude Stein lineare und traditionelle Formen des Erzählens auf – die vielleicht sogar eine neue lesbische Zeitrechnung und Ästhetik evozieren.

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          Performance Platform. Body Affects Videos von Lygia Clark, Amanda Baggs, Nao Bustamante BODIES AND OBJECTS Videoscreening

          2012 Juli 06 | 22.30 Uhr
          Kantine

          LYGIA CLARK

          MÉMORIA DO CORPO

          Lygia Clark (1920-1988, Brasilien) betonte zu Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn die Visualität.Zwischen 1947 und der Mitte der 1960er Jahre lag der Schwerpunkt ihrer künstlerischen Produktion nacheinander auf Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen.In den 1960er Jahren verschob sich Clarks Oeuvre jedoch nach und nach in Richtung einer Auseinandersetzung mit Körperlichkeit und bezog die Entwicklung von interaktiven Objekten mit ein.Diese Verschiebung der künstlerischen Themen, Materialien und Vorgehensweisen geschah gleichzeitig auf vier Ebenen:durch eine fortschreitende Destabilisierung des Kunstobjekts, die systematische Umwandlung der ZuschauerInnen in aktive SchöpferInnen, die Auflösung des traditionellen Konzepts des Autors und das graduelle Verlassen des künstlerischen Milieus und seiner Produktions- und Konsumptionsweisen.Clarks letztes Projekt – eine psychophysische Therapie genannt Estruturação do Self(1976-88) – war der Höhepunkt einer poetischen und ethischen Bewegung, die darauf zielte, die strenge Trennung von Objekt und Körper, Zuschauerschaft und Autorschaft, Ästhetik und Heilung, Kunst und Nicht-Kunst aufzuheben.

          Mémoria do Corpo (Erinnerung des Körpers) ist ein Dokumentarfilm über Lygia Clarks Therapie (Estruturação do Self oder engl. The structuring of the self). Clark präsentiert die relationalen Objekte und behandelt damit den brasilianischen Kunstkritiker Paulo Sérgio Duarte.

          REGIE Mário Carneiro

          Mit freundlicher Genehmigung von The Associação Cultural “O Mundo de Lygia Clark”.

          AMANDA BAGGS

          IN MY NATIVE LANGUAGE (ENGL.)

          Das YouTube-Video In My Native Language (2007) der Autismus-Aktivistin Amanda Baggs führt jede Art von „Guck-mal-die-Autistin-Freakshow“ ad absurdum und kritisiert, „was als Denken, Intelligenz, Persönlichkeit, Sprache und Kommunikation gilt und was nicht.“ In ihrem zweiteiligen Video schildert und übersetzt Baggs ihre eigene Sprache, in der es „…darum geht, ein konstantes Zwiegespräch mit jedem Aspekt meiner Umgebung zu führen“ und „physisch auf alle Elemente meiner Umgebung zu (re)agieren.“

          http://www.youtube.com/watch?v=JnylM1hI2jc

          NAO BUSTAMANTE

          SANS GRAVITY

          Der Körper der PerformerIn, Nao Bustamante, wird mit durchsichtigen Wasserballons beklebt. Auf diese Weise wird der Körper zugleich präsentiert wie auch durch mehr und mehr Ballons zum Verschwinden gebracht und in seiner Form umgestaltet.
          Eine Helferin reicht dem Publikum auf einem Tablett Nadeln und Messer, eine Art Operationsbesteck. Die PerformerIn setzt sich den Handlungen des Publikums aus, das aufgefordert wird, in den Plastikballon-Körper zu stechen oder zu schneiden, wodurch Wasser herausläuft und der Wasserballon-Körper kleiner wird. Das Stechen und Schneiden der Anderen wird zu einer möglichen Bedrohung/Verletzung, aber auch zu einer Erleichterung, da die auf dem Körper lastenden Gewichte reduziert werden. (Quelle: www.sfb-performativ.de/freaky/films.html)