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Festival

Tanztage Berlin 2021

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© Jan Grygoriew

JANUAR 07 bis ∞

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation wird die 30. Ausgabe der Tanztage Berlin unter der neuen Leitung von Mateusz Szymanówka vom 7. bis 16. Januar als Online-Programm starten. Alle geplanten Live-Vorstellungen werden wir dann im Frühjahr 2021 nachholen. Den Auftakt macht am 7. Januar der Film showdown AV der Choreografin Judith Förster und der Filmemacherin Stella Horta. Die erste digitale Premiere des Festivals präsentiert Clay AD am 15. Januar mit der Performance Indication of Spring at the End of Time. Außerdem laden wir zu einer Online-Zukunftswerkstatt ein – einer Gesprächsreihe über Arbeitskultur und psychische Gesundheit, die gemeinsam mit dem Verein ZTB (Zeitgenössischer Tanz Berlin) veranstaltet wird. Weiterhin wird Pedro Marum ein Online-Format kuratieren, das sich auf neue künstlerische Praktiken der Fürsorge in der Clubkultur fokussiert. Das Festival präsentiert darüber hinaus die ersten drei Episoden des Tanztage-Podcasts, die in Zusammenarbeit mit dem queer-feministischen Rave-Kollektiv LECKEN entstanden sind.

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          White on White #6 - Queer Sells

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          • vimeo Video

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          2014 Februar 27 28 | 20.00 Uhr
          2014 März 01 | 20.00 Uhr
          Hochzeitssaal

          Suitable for English Speakers

          In #6 - Queer Sells untersucht White on White rhetorische Figuren, mit denen es weißen Subjekten gelingt, ihre Identität als GewinnerInnen der globalen Gegenwart zu verwischen und so ihre Machtposition zu erhalten. Hierzu enthüllt das mann-männliche Duo die noch geheime Rezeptur der zukünftigen Konsistenz von Macht: eine geschickte Kombination von Zeichen der Zugehörigkeit zur Norm mit den Zeichen eines möglichen Minderheitenstatus - im Fall von White on White also die strategische Mixtur von Weißsein und Queersein.

          Wie einige Beispiele der Gegenwart/Avantgarde bereits zeigen, muss zu den Zeichen der Norm mindestens ein weiteres Zeichen kommen, das den MachthaberInnen die Möglichkeit bietet, sich auch authentisch auf eine Minderheitenposition zu beziehen, also als der Andere zu sprechen. Die entsprechenden Sprechakte unserer Zeit wären hier: "Ja, ich bin der Präsident der Vereinigten Staaten und ein Mann, aber ich bin auch schwarz." oder "Ja, ich bin Kanzler eines der mächtigsten Länder Europas und weiß, aber ich bin auch eine Frau." Wie aber, wenn sich der Sprechakt nicht anhand von sichtbaren Markierungen authentifizieren lässt? Etwa im Fall von „Ja, ich bin der Bürgermeister der Hauptstadt, ein Mann und weiß, aber ich bin auch schwul." Wie Judith Butler beobachtet hat, „entsteht jeweils eine gewisse Komik, wenn das Wort „queer“ sich soweit von sexueller Praxis ablöst, dass jede/r wohlmeinende Heterosexuelle es sich zu eigen machen kann.“ In #6 – Queer Sells versuchen sich Iggy Malmborg und Johannes Schmit an diesem komischen Genre und präsentieren ein queeres Performance-Duo, consisting of two straight males. Entsprechend der Logik des glücklichen Sprechakts, gilt hier: Was ich von mir sage, das bin ich.

          White on White ist die künstlerische Beziehung zwischen Iggy Malmborg (Malmö) und Johannes Schmit (Berlin). Erklärtes Ziel des Duos ist es den Identifikationsprozess zwischen weißem Performer und weißem Publikum zu untersuchen / zu kritisieren / zu affirmieren.

          VON UND MIT Iggy Malmborg, Johannes Schmit LICHTDESIGN Daniel Goody


          Eine Produktion von White on White in Koproduktion mit Inkonst, Malmö. Mit freundlicher Unterstützung von Kanuti Gildi SAAL, Tallinn. Wir danken unseren Medienpartnern Jungle World und taz.die tageszeitung.

          Bild © Grygoriew + Himmelspach