Spielplan
Morgen | 19:00 Uhr
Doris Uhlich
Tank
Doris Uhlich_TANK_c Katja Illner 20190312-164551_HP
Oktober 20 21 | 19.00 Uhr
Tickets
Tanz/Performance
Festsaal | 15/10€

Gefangen in einem gläsernen TANK evoziert Doris Uhlich filmische, robotische und medizinische Assoziationen und geht in eine fesselnde, fast cineastische Auseinandersetzung mit dem Körper als Experimentierfeld. 

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Schwenk & Schmans
Im Wald mit...
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Oktober 19-31
November 01-07

Im März 2021 machten sich vier generationsübergreifende Wandergruppen auf den Weg durch Berlins Wälder: Schüler*innen zwischen neun und dreizehn Jahren wanderten mit jeweils ein bis zwei Großelternteilen an ihrer Seite oder am Telefon. Die Bilder, Videos, Audios, Texte, Fragen und Gedanken, die während diesen Wanderungen gesammelt wurden, haben Schwenk & Schmans zu einem Dokumentarfilm zusammengeführt.

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Vanessa Stern
Gebeine. Die Frieda, die ich meine
Ursula Maria_HP
Oktober 19-31
November 01-07
Eintritt frei

Elf alte Frauen erinnern sich in elf kurzen Filmen an Frieda. Dabei sagen alle die Wahrheit, doch jede weiß etwas anderes. >> hier online zu sehen.

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Cora Rudy van Dongen Frost/ Franz Reimer
Sogar dein Tod war ein Geschenk
Walter Pressefoto 2_HP
Oktober 21 22 23 | 21.00 Uhr
Oktober 22 23 24 | 18.00 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10€

Dieser Abend erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen Cora Frost und Walter Ladengast, dem Schauspieler, Lyriker, Maler, Fotokünstler und Nachbarn aus Coras Kindertagen. Wir lauschen seiner Stimme und beobachten, wie seine Bilder und Fotografien sich zu einem langsamen Lebensfilm formen. 

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Interrobang
Deep Godot: Onlineversion
Interrobang_DeepGodot_FotoLiamHuang_bearbeitet
Oktober 25-31
November 01-07
Tickets
10/7 €

Nach der erfolgreichen Live-Variante tritt das Publikum nun bequem von zuhause aus mit der KI DEEP-GODOT in Kontakt: Die von der Performancegruppe entwickelte und trainierte künstliche Intelligenz DEEP GODOT bietet eine individuelle Altersbegleitung für Menschen von 15 bis 100plus. Mit dem Programm Smart Ageing lernt DEEP GODOT die Menschen schon lange vor ihrem Lebensabend kennen, um sie später im Alter besser und persönlicher begleiten, unterhalten, pflegen und auf ihren Tod vorbereiten zu können.

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Stages of Ageing I: Altern in der freien Szene – Das Berlin Panel
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Oktober 25 | 19.00 Uhr

Stages of Ageing - das Diskursprogramm des Festivals Coming of Age nimmt jene Bedürfnisse im Alter(n) in den Blick, die in unserer Gesellschaft sowie in den Strukturen der Freien Theaterszene bislang zu kurz kommen. Stages of Ageing I ist ein Gespräch zum Thema Altern und Generationengerechtigkeit in der Berliner Freien Szene sowie Vorstellung eines Positionspapiers der AG Konzeptgeförderte Gruppen für die Interessen von langjährig in Berlin arbeitenden Künstler*innen und Gruppen. 

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Stages of Ageing II: Altern in der freien Szene – das überregionale Panel
1_FESTSAAL_historisch_HP
Oktober 26 | 19.00 Uhr

Stages of Ageing - das Diskursprogramm des Festivals Coming of Age nimmt jene Bedürfnisse im Alter(n) in den Blick, die in unserer Gesellschaft sowie in den Strukturen der Freien Theaterszene bislang zu kurz kommen. Stages of Ageing II ist ein überregionales Gespräch über Sichtbarkeit, Wünsche und best-practice-Beispiele zum Altern in den darstellenden Künsten.

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Stages of Ageing: Altern in der freien Szene
Intergenerationale Peer to Peer-Academy über das Alter(n) in der Freien Szene
Oktober 27 | 10.00 Uhr

Stages of Ageing - das Diskursprogramm des Festivals Coming of Age nimmt jene Bedürfnisse im Alter(n) in den Blick, die in unserer Gesellschaft sowie in den Strukturen der Freien Theaterszene bislang zu kurz kommen. In moderierten Peer-to-Peer-Gesprächen wollen wir uns mit dem Älterwerden in den Künsten auseinandersetzen und dabei nach neuen Wegen und Formen des altersübergreifenden Erfahrungsaustauschs und der gegenseitigen Unterstützung suchen. 

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25 Jahre SOPHIENSÆLE
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Oktober 29 | 18.00 Uhr
Fest
gesamtes Haus |

Die Sophiensæle werden 25 Jahre alt und auch unser Festival Tanztage Berlin kann auf sein 25-jähriges Bestehen und seine 30. Ausgabe zurückblicken. Deshalb feiern wir am 29. Oktober alles gemeinsam: Die Sophiensæle, die Tanztage Berlin und die Buch-Premiere unserer Jubiläumspublikation OPENINGS.

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Corinne Maier
Die Zufügung
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Oktober 30 31 | 19.00 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10€

Corinne Maier zeigt eine packende Lecture Performance zum Thema Alter und Altern mit Textfragmenten der Ausnahmeautorin Gerlind Reinshagen, Improvisationen der Performerin und der Musik von Elvis Presley.

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Lajos Talamonti
Alter Hase
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November 04 05 06 07 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10€

Fünf ehemalige Tänzer*innen blicken zurück auf die Zeit ihrer gemeinsamen klassischen künstlerischen Prägung. In einem letzten gemeinsamen Tanz machen sie die starren Strukturen der Klassik biegsam und erzählen vom Leben als oft überraschender Schule, deren Methode jede*r täglich neu für sich erfinden muss. 

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Markus&Markus Theaterkollektiv
Die Brieffreundschaft
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November 10 11 12 13 | 19.30 Uhr
Tickets
Hochzeitssaal | 15/10 €

Penthesilea, Judith, Klytaimnestra, Medea, Lady Macbeth. Abend für Abend lassen wir uns von ihren Gewalttaten berieseln und erfreuen uns an Drama, Mord und Totschlag. Wären sie nicht in Reclamheften gefangen, sie wären es wohl im Gefängnis. Dort hat das Markus&Markus Theaterkollektiv für ihr neues Stück die – ganz realen – Protagonistinnen dieses Abends aufgespürt und begonnen ihnen Briefe zu schreiben. Ein Theaterabend, der Fragen nach Menschlichkeit – und nach zweiten Chancen – neu stellt.

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Flinn Works
Artist Talk auf Zoom
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November 10 | 20.00 Uhr

In einem öffentlichen Online-Gespräch mit Sophia Stepf (künstlerische Leiterin von Flinn Works) wird Nora Amin die Stigmatisierung des so genannten "Bauchtanzes" thematisieren.

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Siegmar Zacharias & Samuel Hertz
WAVES #5 – Listening Sessions Towards Social Bodies
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November 15 | 20.00 Uhr
Tickets

Klangmeditationen, um gemeinsam in einem Raum zu verweilen, in dem wir nicht allein sein müssen: Von Mai bis Dezember 2021 laden Siegmar Zacharias und ihr Team gemeinsam mit dem FFT Düsseldorf und den Sophiensælen zu einer Reihe von Listening Sessions ein.

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Rehema Chachage | Aderemi Adegbite
I shredded them on your behalf | Tutuola Institute
Aderemi Adegbite_credit unknown
November 17 18 | 18.00 Uhr
November 19 | 17.00 Uhr
November 20 | 16.00 Uhr
November 20 | 19.00 Uhr
Kantine |

Installationen im Rahmen von Flinn Works' White Money: Die Künstlerin Rehema Chachage schreddert abgelehnte Förderanträge und verwandelt sie in Papierflieger; der Kurator und Künstler Aderemi Adgebite zeigt Videokunst im frischgegründeten nigerianischen Kulturinstitut und lädt einzelne Zuschauer*innen zu spirituellen Konsultationen durch professionelle Wahrsager.

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Abhishek Thapar
Untitled (AT)
Untitled_Abhishek Thapar_credit Abhishek Thapar_HP
November 17 18 | 18.30 Uhr
November 19 20 | 18.00 Uhr
November 20 | 16.30 Uhr
Tickets
Performance
10/7 €

Im Rahmen von Flinn Works' White Money: Untitled schickt vorgefasste Wahrnehmungen und alltägliche Verwendungsweisen von Geld durch den Schredder. Während das Geld seines Wertes beraubt und auf sein Ausgangsmaterial – Papier – zurückgeführt wird, bringt die künstlerische Arbeit andere Bedeutungen hervor und untersucht den Wert des „Wertes“.

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Azade Shahmiri | Anuja Ghosalkar
Tempor(e)ality | Double Agent X
Azade_Shahmiri_credit Lys Y. Seng
November 17 | 20.00 Uhr
Tickets
Performance
Festsaal | 15/10 €

Doppelvorstellung im Rahmen von Flinn Works' White Money: Die teheranische Künstlerin Azade Shahmiri setzt sich in einer Lecture Performance mit der historisch-imaginierten Repräsentation des Westens im iranischen Theater auseinander, während die indische Künstler*in Anuja Ghosalkar in einer doku-fiktionalen Performance Strategien der künstlerischen Existenzsicherung vorstellt.

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Anuja Ghosalkar | Nora Amin
Double Agent X | My Dance
Flinn Works_white money_my Dance_c_Ehab Abdellatif_HP
November 18 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

Doppelvorstellung im Rahmen von Flinn Works' White Money: Die indische Künstler*in Anuja Ghosalkar stellt in einer doku-fiktionalen Performance Strategien der künstlerischen Existenzsicherung vor, während Nora Amin den sogenannten Bauchtanz von den Sedimenten der Geschichte befreit.

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Flinn Works
Artist Talk
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November 19 | 18.00 Uhr
Festsaal |

Das Flinn Works Team und Abhishek Thapar sprechen über das Projekt White Money.

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Azade Shahmiri | Nora Amin
Tempor(e)ality | My Dance
Flinn Works_white money_my Dance_c_Ehab Abdellatif_HP
November 19 20 | 20.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

Doppelvorstellung im Rahmen von Flinn Works' White Money: Die teheranische Künstlerin Azade Shahmiri setzt sich in einer Lecture Performance mit der historisch-imaginierten Repräsentation des Westens im iranischen Theater auseinander, während Nora Amin den sogenannten Bauchtanz von den Sedimenten der Geschichte befreit.

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Anuja Ghosalkar
Double Agent X
Double Agent X_Anuja Ghosalkar_credit Debanshu Bhaumik HP
November 20 | 18.00 Uhr
Tickets
Performance
Festsaal | 10/7 €

Im Rahmen von Flinn Works' White Money: In Indien gibt es kaum öffentliche Kulturförderung. In ihrer doku-fiktionalen Performance sucht die Theatermacherin Anuja Ghoshalkar als Double Agent X mithilfe von Videos, Dokumenten und Erfahrungsberichten nach Strategien der künstlerischen Existenzsicherung.

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Company Christoph Winkler
We are going to Mars
We are Going to Mars_c_HP
November 22 | 18.00 Uhr
November 23-30
Film/Video
Eintritt frei

We are going to Mars widmet sich in internationalen Videoarbeiten der Geschichte des ersten afrikanischen Raumfahrtprogramms und untersucht, wie sich die Rezeption dieser Story in den vergangenen fünfzig Jahren verändert hat.

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Public in Private / Clémentine M. Songe
Living Room
November 25 26 27 | 20.30 Uhr
November 28 | 16.00 Uhr
Tickets
Festsaal | 15/10 €

In Living Room erforscht Clémentine M. Songe (aka Clément Layes) die Dynamik des Wohnzimmers, jenes Ortes, an dem wir uns mit Dingen umgeben, die uns vertraut, intim, wiedererkennbar und sicher erscheinen. In Zusammenarbeit mit einer Architektin, einer Lichtdesignerin und einem bildenden Künstler deckt Clémentine M. Songe die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen unserem Leben und diesem Ort auf und zeigt dabei, wie sehr wir unsere gewohnte Umgebung als selbstverständlich ansehen und uns auf sie verlassen, um uns in der Welt „zu Hause“ zu fühlen.

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Rita Mazza + Anne Zander
Space 1880
Rita Mazza_Space 1880_c_Mayra Wallraff_HP
November 26 27 28 | 19.00 Uhr
Tickets
Performance
Hochzeitssaal | 15/10 €

Ausgehend von der Geschichte und Kultur der tauben Community widmen sich Rita Mazza und Anne Zander in einer visuellen Gebärdensprachperformance neuen Formen der Kunst in der Gebärdensprache.

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Specials
Festival
Coming of Age
Coming of Age_Grafik HP
© Jan Grygoriew

Age is just a number – um das Altern kommen wir trotzdem nicht herum. Inmitten der Debatten rund um Klimabewegung, Identitätspolitik und Körperbilder ist es Zeit, längst überkommene Generationsverträge neu zu verhandeln. So hat nicht erst die jüngere Pandemiegeschichte gezeigt, dass Fragen nach Verantwortungen und der Solidarität neu gestellt werden müssen. Das Performance-Festival COMING OF AGE, das vom 15. September bis zum 7. November an den Sophiensælen stattfindet, widmet sich verschiedenen Facetten des Alterns in der Gesellschaft – und blickt dabei auf die unterschiedlichen Herausforderungen eines Phänomens, das uns alle betrifft.

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Performance, Tanz, Installation
Flinn Works: White Money
PR pic_Flinn works_white money_credit_Aderemi Adegbite & Konradin Kunze HP
Aderemi Adegbite & Konradin Kunze

Gemeinsam mit sechs internationalen Künstler:innen und in unterschiedlichen Performance-Formaten widmet sich Flinn Works dem Thema White Money. White Money fließt als Kulturförderung von Europa in den Rest der Welt und bestimmt dadurch mit, wie zeitgenössische Ästhetik aussieht. Dabei werden rassistische und (neo-)koloniale Strukturen fortgeschrieben, exotisierende Bilder von „anderen“ Körpern präsentiert und komplexe Inhalte für ein europäisches Publikum auf ihre konsumierbare Oberfläche reduziert. Wie alle transnational agierenden Kulturschaffenden ist die Kompanie Flinn Works Teil des Systems und befragt dieses mit White Money künstlerisch.

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Service
Begleitprogramm
Haus
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Wörterbuch des Krieges

Festsaal

VON A BIS Z: DAS UNMÖGLICHE ALPHABET DES KRIEGES

Zweitägige Wörterbuch-Performance von und mit internationalen
Künstlern, Theoretikern und Wissenschaftlern
am 23.2.2007 ab 17:00 und 24.2.2007 ab 14:00 Uhr, Sophiensæle

Krieg ist im weitesten Sinne ein Kampf um Deutungsmacht und Bedeutung,
der nicht im Zentrum, sondern an den Rändern der Wörter ausgetragen
wird. Was aber können Wörter noch ausrichten, wenn der Krieg längst
zum weltweiten Normalzustand geworden ist?

Die vierte und vorerst letzte Ausgabe des WÖRTERBUCH DES KRIEGES wird
am 23. und 24. Februar 2007 in Berlin in den Sophiensaelen
stattfinden. Frei nach diesem Motto "Begriffe erschaffen heißt
zumindest, etwas tun" ist das WÖRTERBUCH DES KRIEGES eine
kollaborative Plattform zur Herstellung von Begriffen. Bereits 75
Begriffe zum Thema Krieg wurden in bislang drei öffentlichen, jeweils
zweitägigen Veranstaltungen in Frankfurt, München, und Graz von
Wissenschaftlern, Künstlern, Aktivisten, Theoretikern gebildet, vor
Publikum vorgestellt und veröffentlicht.

An der Berliner Ausgabe des WÖRTERBUCH DES KRIEGES nehmen teil:

Der Londoner Künstler und Magier Jonathan Allen; der Dirigent
Christian von Borries aus Berlin; der Berliner Science-Fiction-Autor
Heinrich Dubel; der Historiker Stefan Doernberg, der 1945 als
Dolmetscher der Roten Armee an den Kapitulationsverhandlungen mit der
deutschen Wehrmacht beteiligt war; Theaterautor Felix Ensslin;
Schriftsteller Stefan Heidenreich; der Choreograph und Regisseur Emil
Hrvatin aus Ljubljana; der ehemalige Leiter des Museums Karlshorst,
Peter Jahn; die serbische Künstlergruppe kuda.org; die Historikerin
und Kuratorin Andrea Moll aus Berlin; die Kölner Kuratorin Vanessa
Joan Müller; die Musiker Quio & Darius James; der us-amerikanische
Philosoph Sylvere Lotringer; der Theoretiker Brian Massumi aus
Montreal; der südafrikanische Filmregisseur Khalo Matabane; Avi
Mograbi, Filmemacher aus Israel; die Frankfurter Grafiker Martin
Neumeier & Nathalie Landenberger; der Künstler Michalis Pichler; die
Theatermacher vom Rimini Protokoll; die Soziologin Saskia Sassen aus
Chicago; der Münchner Fotograf Armin Smailovic; Künstler Simon
Starling aus Glasgow; der Berliner Autor Marcus Steinweg; der
Architekt Stephan Trüby aus Stuttgart; der israelische Fotograf Meir
Wigoder und die Theoretikerin Irit Rogoff aus London; Soenke Zehle,
Wissenschaftler aus Saarbrücken.

Mit dem WÖRTERBUCH DES KRIEGES sollen Schlüsselbegriffe gebildet
werden, die in den aktuellen Auseinandersetzungen um Krieg entweder
eine bedeutende Rolle spielen, bislang vernachlässigt wurden oder erst
erschaffen werden müssen. Ziel ist es, die Neubildung oder Umdeutung
von Begriffen transparent zu machen als mehr oder weniger offene
Prozesse, in die durchaus zu intervenieren ist; gleichzeitig sollen
Modelle entwickelt werden, die die Bildung von Begriffen auf der
Grundlage nicht interdisziplinärer, sondern undisziplinierter, nicht
unbedingt kooperativer, sondern kollaborativer Prozesse neu bestimmen.

Das Projekt WÖRTERBUCH DES KRIEGES startete im Juni 2006 in der
Staedelschule in Frankfurt und zeichnete sich von Beginn an durch eine
enorme Bandbreite von äußerst vielschichtigen Zugängen aus. Die
Münchener Ausgabe Ende Juli vergangenen Jahres war überschattet vom
Krieg im Nahen Osten, das Gesamtprojekt gewann durch viele fokussierte
Beiträge an Substanz. In Graz, im Rahmen des Festivals "Steirischer
Herbst", fand eine weitere beeindruckende Differenzierung der Begriffe
und Vervielfältigung der Formate statt.

Die kompletten, live von vier Kameras und Zuspielern gemischten
Video-Mitschnitte der bisherigen Ausgaben des WÖRTERBUCH DES KRIEGES
stehen auf der Website des Projektes zum kostenlosen Download zur
Verfügung. woerterbuchdeskrieges.de/de-dict/v2v

Auch die 25 Begriffe der Berliner Ausgabe werden leicht zeitversetzt
im Netz unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht und legen
zusammen mit den bereits publizierten Beiträgen die Grundlage für ein
sicherlich einzigartiges, thematisch ausgerichtetes und über 50
Stunden Material umfassendes Multimedia-Archiv. Schon jetzt werden die
Video-Dokumente aus dem WÖRTERBUCH DES KRIEGES von Tausenden von Usern
weltweit zu Recherchezwecken genutzt, in neuen Kontexten remixt und
weiterverarbeitet oder als Unterrichtsmaterial eingesetzt. Im
kommenden Herbst wird zudem im Merve Verlag tatsächlich ein Buch
erscheinen, das als virtuelle, fünfte Ausgabe konzipiert ist.

Die Berliner Ausgabe des WÖRTERBUCH DES KRIEGES beginnt am Freitag,
den 23. Februar um 17:00 Uhr in den Sophiensaelen, Sophienstrasse 18
in Berlin-Mitte, und wird am Samstag, den 24. Februar ab 14:00 Uhr
fortgesetzt. Am 25. Februar wird das Projekt mit einem Postscriptum am
historischen Ort der bedingungslosen Kapitalutation des faschistischen
Deutschland, dem heutigen "Deutsch-russischen Museum" in Karlshorst,
abgeschlossen. Und um 20:00 Uhr abends zeigt Pirate Cinema Chris
Markers Film "Scenes from the Third World War 1967-1977".

Die Begriffe werden von ihren jeweiligen Begriffspersonen in
alphabetischer Reihenfolge in jeweils halbstündigen Präsentationen
oder Performances vorgestellt.

FREITAG, 23.2.2007

17:00 Alert / Meir Wigoder & Irit Rogoff
17:30 Anti-War / Saskia Sassen
18:00 Anxiety / Felix Ensslin
18:30 Autoxylopyrocycloboros / Simon Starling
19:00 Coloniality / Soenke Zehle
19:30 Davos/Dubai / Christian von Borries
20:00 Disparu / Sylvere Lotringer
20:30 Entertainment / Emil Hrvatin
21:00 Experience / Arianna Bove
21:30 Flintenweiber / Andrea Moll

SAMSTAG, 24.2.2007

14:00 Helikopter (Heinrich Dubel)
14.30 Heraklit (Marcus Steinweg)
15:00 Homefront (Michalis Pichler)
15:30 Homeland Security Advisory System (Stephan Trüby)
16:00 Magic (Jonathan Allen)
16:30 Perception Attack (Brian Massumi)
17:00 Pleasure (Avi Mograbi)
17:30 Plündern (Vanessa Joan Müller)
18:00 Porträt (Armin Smailovic)
18:30 Präventivkrieg (Stefan Doernberg)
19:00 Profit (Stefan Heidenreich)
19:30 Resist...Refuse...Rebel (Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
featuring: Darnell Stephen Summers and Dave Blalock)
20:00 Safe Distance (kuda.org)
20:30 Stance (Khalo Matabane)
21:00 Untermensch im Osten (Peter Jahn)
21:30 War, Nuclear (Quio & Darius James)

Eintrittskarten kosten 10 Euro, ermässigt 5 Euro, pro Tag.

Weitere Informationen unter:

woerterbuchdeskrieges.de

oder

info@woerterbuchdeskrieges.de

WÖRTERBUCH DES KRIEGES ist eine Veranstaltung von Multitude e.V. und
Unfriendly Takeover, in Zusammenarbeit mit Sophiensaele. WÖRTERBUCH
DES KRIEGES wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.