Spielplan

Heute | 00:00 Uhr - 23:59

Liz Rosenfeld In Walking Distance

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Oktober 25 Spaziergang im Freien
Lustgarten | 10/7 EURO

Während des Festivals laden wir Künstler*innen und Publikum zu Begegnungen bei 1:1 Spaziergängen ein und bieten damit all jenen, die es noch nicht wieder in die Theaterräume zieht, die Möglichkeit eines unmittelbaren Austauschs.

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Heute | 20:00 Uhr

Marjani Forté-Saunders + Meena Murugesan Memoirs of a Unicorn: A Film (First Cut)

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Oktober 25 26 | 20.00 Uhr Online-Filmscreening + Gespräch
ONLINE | EINTRITT FREI

In ihrem dreifach Bessie-prämierten Solo Memoirs of a... Unicorn zollt die Choreografin und Tänzerin Marjani Forté-Saunders den „Einhörnern“ ihres Lebens und ihrer Community Tribut: prägenden Figuren wie Vater, Sohn und Bruder, Homies, Pahtnas und Fams. Die Choreografie verwebt Erinnerungen an ihren Vater – sein mystisches Wissen, seine Liebe für Science-Fiction-Literatur und seine besondere Fähigkeit Realitäten zu schaffen – mit kollektiven Erinnerungen und historischen Fragmenten. 

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Jess Thom Biscuits without Borders:
Oktober 27 | 12.00 Uhr Gespräch via Zoom
Online | EINTRITT FREI

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Lernen aus dem Lockdown? Nachdenken über Freies Theater.
Oktober 27 | 19.00 Uhr Buchvorstellung
Festsaal + Online | JETZT ANMELDEN!

Kultur in der Krise? In der neuen Publikation des Impulse Theater Festivals beschäftigen sich Freie Theaterschaffende und Verantwortliche aus Kultur und Politik mit ihren aus der Corona-Krise gewonnenen Erkenntnissen, Ideen und Forderungen zum Kulturleben.

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Jess Thom Disability Culture in a time of Pandemic
Oktober 29 | 12.00 Uhr Lecture via Zoom
Online | EINTRITT FREI

Touretteshero-Mitbegründerin Jess Thom untersucht und reflektiert die Hindernisse und die Möglichkeiten, die aus der Corona-Pandemie und dem daraus resultierenden Lockdown entstanden sind.

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Raus aus dem Kopf, rein in den Körper
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Oktober 29 | 18.00 Uhr Online Workshop
Online | EINTRITT FREI

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Flinn Works Learning Feminism from Rwanda
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Oktober 29 30 31 | 21.00 Uhr
November 01 | 18.00 Uhr
Performance
Hochzeitssaal | 15/10 EURO

Wie verändert die Frauen-Quote Kultur und Geisteshaltung? Mit flammenden Reden, Statistiken, Klageliedern und Protestchoreografien begeben sich Flinn Works auf die Spuren des ruandischen Fast-Track-Feminismus'.

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Teresa Vittucci, Michael Turinsky + Claire Vivianne Sobottke We Bodies
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Oktober 30 31 | 18.00 Uhr Tanz / Performance
Festsaal | 15/10 EURO

Um sich Kategorien wie „normal“ oder „schön“ zu entziehen, arbeiten die drei Performer*innen mit dem Begriff des Monsters und entwerfen eine Serie von Exorzismen, in denen sie popkulturelle Figuren und Phänomene ins Monströse verzerren.

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Jule Flierl, Luise Meier oder Vera Pulido In Walking Distance
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Oktober 31
November 01
Spaziergang im Freien
Start: Im Hof der Sophiensæle | 10/7 EURO

Während des Festivals laden wir Zuschauer*innen zu Eins-zu-Eins-Begegnungen mit Künstler*innen bei Spaziergängen ein und bieten damit all jenen, die es noch nicht wieder in die Theaterräume zieht, die Möglichkeit eines unmittelbaren Austauschs.

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Tanzscout 2.0
Tanzscout-Einführung
November 02-12 Tune-In & Wrap-Up
Online | EINTRITT FREI

Mit diesem Audio Tune-in & Collage Wrap-up online ist es dem Tanzscout-Team möglich, weiterhin Verbindungen zwischen Tanzstück und Zuschauer*innen herzustellen - hurra!

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Isabelle Schad Knotting & Rotations
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November 06 07 08 09 | 20.00 Uhr Tanz
Hochzeitssaal | 15/10 EURO

Isabelle Schad feiert in zwei kraftvollen Soli die Schönheit einfacher Bewegungsabläufe.

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Company Christoph Winkler It's All Forgotten Now
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November 12 13 14 | 20.00 Uhr Tanz
Festsaal | 15/10 EURO

Tanz trifft Musik, Film, Video und Spoken-Word: Eine performative Hommage an Mark Fisher.

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Vanessa Stern Sleeping Duties
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November 19 20 21 22 | 19.30 Uhr Theater
Festsaal | 15/10 EURO

Railroadmovie trifft Kammerspiel: Vier Zugreisende halten sich auf der Fahrt nach Spitzbergen mit Problemen wach.

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Sheena McGrandles Figured
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November 21 22 | 15.00 Uhr Tanz
Hochzeitssaal | 10/7 EURO

Vorwärts, rückwärts, Schnitt, alles zurück, Wiederholung: Die Choreografin Sheena McGrandles deckt die Absurdität und Künstlichkeit der Alltagsgeste auf.

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Sheena McGrandles Flush
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November 21 22 | 16.30 Uhr Tanz
Hochzeitssaal | 10/7 EURO

Sheena McGrandles choreografiert stilisierte Körperlandschaften zwischen Erotik und Absurdität.

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matthaei & konsorten Die Sumpfgeborene
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November 27 28 | 20.00 Uhr
November 29 | 18.00 Uhr
Performance
Festsaal | 15/10 EURO

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Johannes Müller / Philine Rinnert + Paul Frick Nothing will be archived
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Dezember 03 04 05 | 19.30 Uhr
Dezember 06 | 18.00 Uhr
Performance/Musiktheater
Festsaal | 15/10 EURO

Als musikalisch-performatives Stummfilm-Theater lauschen Müller/Rinnert historischen Schauplätzen in der Peripherie Berlins ihre bis heute nachhallende Geschichte ab.

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Interrobang Familiodrom
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Dezember 08 09 | 19.30 Uhr
Dezember 12 13 | 16.00 Uhr
Performance
Hochzeitssaal | 15/10 EURO

In Familiodrom bringt Interrobang gemeinsam mit dem Publikum ein Kind zur Welt. Sofort steckt das frisch gebackene Elternkollektiv im ideologischen Sumpf aus Stoffwindeln, Fertigbrei, Schlaftraining, Scham und Schuld.

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Interrobang Livestream: Familiodrom
livestream
Dezember 08 09 | 19.30 Uhr
Dezember 12 13 | 16.00 Uhr
Livestream
Online | 10/7 EURO

In Familiodrom bringt Interrobang gemeinsam mit dem Publikum ein Kind zur Welt. Sofort steckt das frisch gebackene Elternkollektiv im ideologischen Sumpf aus Stoffwindeln, Fertigbrei, Schlaftraining, Scham und Schuld.

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Kareth Schaffer Question of Belief
Dezember 10 11 12 13 | 19.30 Uhr Tanz
Festsaal | 15/10 EURO

In ihrer neuen Arbeit widmet sich Choreografin Kareth Schaffer den Dämonen der heutigen Zeit: Zwischen Aktionismus und Faulheit, Ablenkung und Apathie erkämpfen sich die Performerinnen Madalina Dan und Manon Parent einen Weg durch die sich aufblasende Bühnenlandschaft.

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Clément Layes / Public in Private Reste
Dezember 17 18 | 19.30 Uhr Tanz
Hochzeitssaal | 15/10 EURO

Warum wollen wir Dinge? In einem Bühnenbild, das aus Aufführungen der letzten zehn Jahre recycelt wurde, untersucht Clément Layes die Wirkungszusammenhänge von Objekten wie auch die ökologischen Nebeneffekte, die unsere Handlungen ungewollt mit sich bringen.

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04 Januar 2011
Freiheit und Abenteuer

Im Jahr 1985 schläft man ein, in einer rumpeligen, pumpeligen Welt, die man schlecht gelaunt verachtet, weil man weiß, dass sie einen trotzdem nähren wird. Fünfundzwanzig Jahre später wacht man wieder auf, in Ostberlin, ausgerechnet. Die Welt ist vielleicht eine Glitzerglasfassade, und hinter der Glitzerglasfassade vielleicht tausend Bürozellen, und in jeder Bürozelle vielleicht ein angststarrer Mensch. In seiner Brust eine noch kleinere Bürozelle, darin sein Herz. Der freie Wille abgesagt. Die Folter mit so schönem Pomp geächtet, dass sie im Geheimen gern stattfinden darf. Was an Willen noch vorhanden ist, darf gebrochen werden, wenn dies sich als opportun darstellen lässt. Opportunität ist oberstes, in schönen Pomp gewandetes Gesetz. Alles ist sehr eng geworden, dafür werden auf Großleinwänden pausenlos Bilder unendlicher Weiten gezeigt. Das genügt, sagt der Therapeut, man muss nicht glücklich sein, um zu lächeln, man muss lächeln, dann stellt das Glücksgefühl sich automatisch ein. Die Glitzerglasfassade lächelt dazu, muss also glücklich sein. Bald werden wir ewig leben!, haucht sie mit leisem Klirren, aber in den Bürozellen ahnt man vielleicht, am Ende ist man trotzdem tot trotzdem tot trotzdem tot. Claude Levi-Strauss, der tot ist, schrieb: Die Piste, die wir nun benutzen wollten, war völlig verlassen, seitdem ein Buschfeuer die Brücken zerstört hatte. Seit drei Jahren hatte sie kein Laster mehr befahren. Wie wir es geschafft haben, weiß ich selbst nicht mehr; die Reise ist mir nur als wüster Alptraum in Erinnerung: Um ein paar Meter zurückzulegen, mußten wir tagelang kampieren, den Wagen ent- und wieder beladen, und nach manchen Etappen waren wir vom Tragen der Holzstangen, die wir vor die Räder des Lastwagens legen mußten, sobald er um eine Länge weitergekommen war, so erschöpft, daß wir auf der nackten Erde einschliefen, um mitten in der Nacht von einem Grollen geweckt zu werden, das aus der Tiefe der Erde zu kommen schien: es waren die Termiten, die sich auf unsere Kleider stürzten und bereits mit einem wimmelnden Schleier die Gummitücher überzogen hatten, die uns als Regenmäntel und Fußteppiche dienten. Endlich rollte unser Lastwagen eines schönen Morgens hinunter zum São Lourenço, der sich durch einen dicken Nebel im Tal anzeigte. Mit dem Gefühl, eine Heldentat vollbracht zu haben, kündigten wir unsere Ankunft durch lautes Hupen an. Aber nicht einmal Kinder kamen uns entgegen. Wir erreichten das Ufer und fanden vier oder fünf Hütten vor. Niemand war zu sehen; alles schien unbewohnt, und wir mussten uns schnell davon überzeugen, daß der Weiler verlassen war. Nach den Anstrengungen der letzten Tage am Ende unserer Kräfte, fühlten wir uns der Verzweiflung nahe. Sollten wir aufgeben? Bevor wir den Rückweg antraten, wollten wir noch einen letzten Versuch unternehmen. Jeder sollte in eine andere Richtung gehen und die Gegend erkunden.

Robin Detje

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