Specials

Festival

Tanztage Berlin 2021

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© Jan Grygoriew

JANUAR 07 bis ∞

Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation wird die 30. Ausgabe der Tanztage Berlin unter der neuen Leitung von Mateusz Szymanówka vom 7. bis 16. Januar als Online-Programm starten. Alle geplanten Live-Vorstellungen werden wir dann im Frühjahr 2021 nachholen. Den Auftakt macht am 7. Januar der Film showdown AV der Choreografin Judith Förster und der Filmemacherin Stella Horta. Die erste digitale Premiere des Festivals präsentiert Clay AD am 15. Januar mit der Performance Indication of Spring at the End of Time. Außerdem laden wir zu einer Online-Zukunftswerkstatt ein – einer Gesprächsreihe über Arbeitskultur und psychische Gesundheit, die gemeinsam mit dem Verein ZTB (Zeitgenössischer Tanz Berlin) veranstaltet wird. Weiterhin wird Pedro Marum ein Online-Format kuratieren, das sich auf neue künstlerische Praktiken der Fürsorge in der Clubkultur fokussiert. Das Festival präsentiert darüber hinaus die ersten drei Episoden des Tanztage-Podcasts, die in Zusammenarbeit mit dem queer-feministischen Rave-Kollektiv LECKEN entstanden sind.

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Tanz/Film

Melanie Jame Wolf
TONIGHT

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© Ashton Green

FEBRUAR 10 – 24
FEBRUAR 10 | 19.00 UHR

Diese Wiederaufnahme von TONIGHT findet online statt. Weil Zeit auf dem Bildschirm eine ganz andere Qualität besitzt als auf der Bühne, und weil die Logik des Videos sich von der Logik des Theaters unterscheidet, hat Melanie Jame Wolf diese Version von TONIGHT als Film neu erdacht. In diesem Sinne ist es eine zweite Auflage des Werkes, die sowohl denjenigen, die mit dem Werk vertraut sind, als auch denjenigen, die es neu kennenlernen, eine neue Sichtweise bietet.

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Tanz/Film

Sheena McGrandles
Figured + Flush

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Figured | © Martin Rottenkolber

FEBRUAR 20 – MÄRZ 06
FEBRUAR 20 | 19.00 UHR

Figured und Flush sind zwei zusammenhängende künstlerische Arbeiten der Choreografin Sheena McGrandles, die Teil einer fortlaufenden Serie über radikale Zeitlichkeiten und illusorische Intimitäten sind. Da die Performances pandemiebedingt nicht auf die Bühne gebracht werden können, zeigt Sheena McGrandles sie nun als Tanz für den Bildschirm.

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Service
Begleitprogramm
Haus
 

16 November 2016
Stellungnahme zur Absage der zweiten Aufführung von "Leopardenmorde" am 16. November 2016

Die zweite Vorstellung der Freischwimmer-Produktion „Leopardenmorde“ von der Schweizer Performance-Gruppe K.U.R.S.K. am 16. November 2016 wurde aufgrund künstlerischer Differenzen abgesagt.

Das Freischwimmer-Festival ist ein Kooperationsprojekt zwischen FFT Düsseldorf, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt a. M., brut Wien, Gessnerallee Zürich und Sophiensæle. Alle beteiligten Häuser wählen gemeinsam nach einer Ausschreibung in der jeweiligen lokalen Performancenachwuchsszene gemeinsam Gruppen aus, die für das Festival eine Produktion erarbeiten. Anschließend gehen alle Produktionen gebündelt als Festival auf Tour. Nach dem Auftakt in Zürich, macht das Festival nun in Berlin Station.

Während der ersten Aufführung der Produktion in Berlin kamen wir, das Team der Sophiensæle, zu dem Schluss, dass der künstlerische Umgang mit einem Schriftstück aus den 1920er Jahren mit deutlich zu geringer kritischer Distanz vorgetragen wurde. Bei dem Text handelt es sich um einen Romanversuch des Großvaters des Darstellers, der über seine Zeit als Kolonialherr im heutigen Tansania schreibt und dabei seiner rassistischen Gesinnung deutlichen Ausdruck gibt. 

Wir sind uns sehr darüber bewusst, dass es absolut nicht die Zielsetzung der Gruppe ist, rassistisches Gedankengut zu verbreiten. Sondern im Gegenteil, dass der Ansatz des Stückes ein explizit anti-rassistischer ist, der sich sehr kritisch mit der nationalsozialistischen Vergangenheit des eigenen Großvaters auseinandersetzt. Aus diesem Grund, tut es uns gegenüber der extra angereisten Künstler_innen aufrichtig leid, dass wir die zweite Aufführung ihres Stücks in Berlin abgesagt haben.

Das Vortragen langer Passagen rassistischen Gedankenguts innerhalb von Vorstellungen in unserem Hause bedarf jedoch einer überaus sensiblen, reflektierten und diskursiven Rahmung – sowie einer Setzung innerhalb des künstlerischen Konzepts, die diese Wiedergabe notwendig macht. Für uns ist die künstlerische Entscheidung der Gruppe für einen affirmativen Umgang mit dem rassistischen Originalmaterial nicht mit den Diskursen vereinbar, denen wir uns als Haus verpflichtet fühlen. Diese Entscheidung fällten wir nach einer teaminternen Diskussion, die durch keinerlei Kritik aus Publikums- oder Kolleg_innenkreisen ausgelöst wurde. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass wir als Team nicht hinter diesen künstlerischen und somit auch inhaltlichen Entscheidungen stehen können.  

Aufgrund dieser Differenzen suchten wir das Gespräch mit der Performancegruppe mit Vorschlägen der Überarbeitung für die zweite Vorstellung. Von der Möglichkeit einer Publikumsdiskussion anstelle der Originalaufführung wurde im gegenseitigen Einvernehmen abgesehen. Nachdem die Änderungsvorschläge abgelehnt wurden, haben wir uns für eine Absage der zweiten Vorstellung entschieden. Diese Entscheidung treffen wir allein als Sophiensæle. Sie wirkt sich nicht auf den weiteren Fortgang des Festivals aus und spiegelt auch nicht die Auffassungen der anderen Kooperationspartner_innen des Freischwimmernetzwerks wider.  

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