Sophienstrasse 18
10178 Berlin-Mitte
Saison 24/25
17:00
Start: Zur letzten Instanz (Waisenstraße 14-16, 10179 Berlin)
Performativer Spaziergang Ticket
Tanz Ticket Premiere
Post-Drag-Comedy Ticket Premiere
Tanz Ticket Premiere

Angela Alves:
Tennis

TENNIS_©DorotheaTuch_Presse
Angela Alves:
Tennis
Tanz/Performance
In deutscher Lautsprache und Gebärdensprache mit deutscher Audiodeskription + englischen Untertiteln

Premiere 

Hier geht es zum deutschen Audioflyer.

In der Tanzperformance TENNIS untersucht Angela Alves Sport, Kunst und Gesellschaft nach ableistischen und klassistischen Diskriminierungsmustern und erkundet Methoden, diesen zu begegnen, ohne die Nerven zu verlieren: Im Setting eines Tennis Courts nimmt die Tänzerin den Schläger in die Hand und macht sich bereit, für eine barrierefreie Zukunft aufzuschlagen. Für die Crip-Künstlerin mit sogenanntem Unterschichtshintergrund markiert der Tennisplatz einen Raum, der für Angela Alves nie vorgesehen war. In TENNIS behauptet sie den Platz für sich und macht ihn zu ihrem Ort für sanfte Selbstermächtigung.

Eine Ballwurfmaschine feuert Bälle ins Feld. Auf dem Hochsitz thront die Schauspielerin Athena Lange, die als Schiedsrichterin den Raum kontrolliert, im Hintergrund der Tennistrainer auf der Leinwand. Doch wie behauptet man sich in einem fordernden Spiel, wenn Stressvermeidung oberstes Gebot ist? Und wie entkommt man einem gesellschaftlichen System, das keine Grenzen kennt, ohne sich geschlagen zu geben? 
      
Für die Performance studiert Angela Alves Aufschlag, Vorhand und Rückhand und übt lustvoll und unermüdlich die Bewegungsabläufe des Spiels, um einen Weg zu finden sie kreativ auf ihre Bedürfnisse anzupassen. Es entsteht eine humorvolle Choreografie der sensiblen Resilienz, die per Audiodeskription, Gebärdensprache und englischer Untertitelung im Hürdenlauf der Zugänglichkeiten zahlreiche Player*innen gezielt mitumgarnt.

Ankündigung in Deutscher Gebärdensprache (DGS)

Mit dem Abspielen des Inhalts stimme ich der Datenschutzerklärung von Vimeo und damit auch der Übertragung von Daten in die USA zu.

Mit dem Abspielen des Inhalts stimme ich der Datenschutzerklärung von Vimeo und damit auch der Übertragung von Daten in die USA zu.

Im Stück wird der Umgang mit Unterlegenheitsgefühl und sozialer Ungleichheit thematisiert.

RELAXED PERFORMANCE Für TENNIS spannen wir die "vierte Wand" wieder ein:  Macht es euch auf den Stühlen, Sitzkissen und Matratzen auf der Tribüne bequem und seid versichert, dass die Schmetterbälle euch nichts anhaben können. Ihr müsst garantiert nicht mitmachen, sondern könnt einfach nur dabei sein. Es wird nicht sehr dunkel und auch nicht sehr laut. Trotzdem befinden wir uns auf einem Tennisplatz und dieser Raum ist nicht für alle gleich gemütlich. Wem es also zu stressig wird, kann sich entweder bei der Schiedsrichterin beschweren oder während der Show den Raum verlassen. Wer mal kurz Ruhe braucht, kann sich ins Foyer zurückziehen und natürlich auch sehr gerne wieder kommen. 

Das Stück dauert 60 bis 70 Minuten ohne Pause. Es werden deutsche Lautsprache, deutsche Gebärdensprache, englische Untertitel und Audiodeskription verwendet. Die Tanzperformance gibt unterschiedliche sprachliche, visuelle und auditive Zugänge. Es gibt einen kreativ-künstlerischen Umgang mit Barrierefreiheit. Sowohl die Audiodeskription als auch die Deutsche Gebärdensprache sind Teil der Inszenierung. Es werden in mehreren Szenen Videosequenzen auf eine Leinwand in der rechten Ecke des Raumes projiziert. In der ersten Szene ist auf der Leinwand ein wackelndes Bild eines Schleppnetzes zu sehen, das über den Boden gezogen wird. In der Mitte der Performance wird über mehrere Sekunden ein Bildrauschen auf die Leinwand projiziert. In einer Szene wird ein sehr hell leuchtendes Objekt für eine Weile über den Boden gezogen. Auf der Bühne fliegen in mehreren Szenen Bälle von links nach rechts. Sowohl Bälle als auch das leuchtende Objekt kommen Besucher*innen in der ersten Reihe zeitweise sehr nah. 

Für alle Vorstellungen gibt es eine Audiodeskription in deutscher Lautsprache mit vorangehender Tastführung für blinde und sehbehinderte Menschen. Die Tastführung beginnt 30 Minuten vor der Vorstellung. Der Treffpunkt ist neben der Bar in der Kantine im Erdgeschoss der Sophiensaele. Kartenreservierungen nimmt Hannah Aldinger unter barrierefreiheit@sophiensale.com oder unter der Telefonnummer 030 278900 35 entgegen. Bei Bedarf bieten wir einen Abholservice für blinde und sehbehinderte Personen von den nahegelegenen S- und U-Bahn-Stationen Hackescher Markt und Weinmeisterstraße an. Um den Abholservice in Anspruch zu nehmen, kontaktieren Sie uns bitte innerhalb unserer Geschäftszeiten (Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr) unter 030 27 89 00 30 oder barrierefreiheit@sophiensaele.com.

Der Publikumsbereich auf der Tribüne ist bestuhlt. Es gibt vier Rollstuhlplätze und vier Sitzsackplätze, die nach Verfügbarkeit reserviert oder im Online-Ticketshop oder an der Abendkasse gekauft werden können. Wenn Sie auf einen anderen spezifischen Sitzplatz angewiesen sind, kommen Sie bitte 20-30 Minuten vor Vorstellungsbeginn und wenden sich an unser Abendpersonal. Personen mit Behinderung erhalten ermäßigte Karten zum Preis von 10€ plus eine Freikarte für eine Begleitperson. Bei Fragen oder für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Hannah Aldinger unter 030 27 89 00 35 oder barrierefreiheit@sophiensaele.com.

 

Performance Angela Alves, Athena Lange Konzept, Choreografie Angela Alves Dramaturgie Alex Hennig Künstlerische Assistenz, Access Work Michel Wagenschütz Bühnenbild, Kostüm Mascha Deneke Film Michelle Ettlin Sound Christoph Rothmeier Audiodeskription Emmilou Rößling in Zusammenarbeit mit Silja Korn Lichtdesign Susana Alonso Tennis coaching Ozan Filiz Third Eye Ania Nowak philosophische Beratung Svenja Flaßpöhler medizinische Beratung Sabine Schadow Hospitanz Luise-Finn Tismer Produktion ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

Eine Produktion von Angela Alves in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE und TATWERK | Performative Forschung. Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin und Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR. Mit freundlicher Unterstützung von Tennis Club Blau-Gold Wuhlheide e.V. Medienpartner: taz, die tageszeitung.

Angela Alves lebt als Choreografin in Berlin und identifiziert sich als crip Künstlerin. Ihre künstlerische Praxis konzentriert sich auf die politischen Dimensionen des unverfügbaren Körpers und erforscht dessen transformative Potenz in klassifizierten und ableistischen, vorstrukturierten Räumen. Alves übersetzt Zugänglichkeit in performative Formate und hinterfragt Wahrnehmungen der Begriffe „gesund“ und „krank“. Sie studierte Tanz bei ArtEZ (NL) und Tanztheorie an der Freien Universität Berlin.

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