Corinne Maier: Die Zufügung – Sophiensæle | Freies Theater in Berlin

Vor drei Jahren begann die Basler Theatermacherin Corinne Maier ein Stück zum Thema Altern zu planen, das sie gemeinsam mit der Ausnahmeautorin Gerlind Reinshagen entwickeln wollte. Die wohl bekannteste weibliche Dramatikerin der BRD in den 1970er und 1980er Jahren war als Jahrgang 1926 selbst eine Expertin im Altern – und das in einem transgenerationalen Team, das einen Altersunterschied von über 60 Jahren umspannte. Pfingsten 2019 verstarb die Autorin jedoch noch vor dem eigentlichen Probenbeginn. Übrig blieben Gesprächsfetzen, Fragmente, Gedanken und erste Notizen – und die schwere Entscheidung der Regisseurin selbst und allein auf der Bühne zu stehen! Heraus kam eine packende Lecture Performance, Textfragmenten von Reinshagen, Improvisationen von Maier und der Musik von Elvis Presley. „Die Zufügung ist eben nicht als Hommage an eine einzelne Verstorbene angelegt, sondern als True Talk einer Theaterschaffenden zum Thema Alter und Altern. Maier präsentiert ein Netz aus Konflikten. Konflikte, denen sich alle stellen müssen.“ (Aargauer Zeitung)

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Das Stück dauert ca. 50 Minuten und ist in deutscher Lautsprache. Es ist sehr sprachbasiert und daher für blinde und sehbehinderte Menschen geeignet. Die Lichtsituation ist durchweg eher dunkel. An mehreren Stellen sind der Publikums- und Bühnenraum in völliger Dunkelheit. Es kommen Videoprojektionen vor, die die gesamte Bühnenfläche einnehmen und sich teilweise schwankend bewegen. Der Publikumsbereich auf der Tribüne ist bestuhlt. Es gibt einen Sitzsackplatz und zwei Rollstuhlplätze, die nach Verfügbarkeit telefonisch reserviert oder im Online-Ticketshop sowie an der Abendkasse gekauft werden können. Bei Fragen oder für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Gina Jeske unter jeske@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35.

TEXTE Gerlind Reinshagen, Corinne Maier PERFORMANCE Corinne Maier AUSSTATTUNG Christoph Rufer TONTECHNIK, SOUNDBERATUNG Bernhard la Dous CHOREOGRAFIE Berit Jentzsch KÜNSTLERISCHE MITARBEIT Valerie Hess REGIEASSISTENZ Silvan Rechsteiner LICHTDESIGN, TECHNISCHE LEITUNG Thomas Kohler OUTSIDE EYE Marcel Schwald PRODUKTIONSLEITUNG Elena Conradt, produktionsDOCK DANK AN Anne Haug, Catriona Guggenbühl, Kris Merken

Eine Produktion von Corinne Maier in Koproduktion mit Kaserne Basel, Theater Winkelwiese Zürich, Theater Tuchlaube Aarau und dem Schlachthaus Theater Bern. Unterstützt von Fachausschuss Tanz und Theater BS/BL, der, Migros kulturprozent, der Ernst Göhner Stiftung, SIS Schweizerische Interpretenstiftung und Jürg Georg Bürki Stiftung. Medienpartner: Berlin Art Link, taz.die tageszeitung, tipBerlin

CORINNE MAIER lebt und arbeitet als Regisseurin und Performerin in Basel. Sie studierte bis 2009 in Hildesheim Kulturwissenschaften und aesthetische Praxis. Sie arbeitete als Dramaturgin, ist Mitbegründerin des Theaterkollektivs magic garden und stand zunächst in Lecture Performances selbst auf der Bühne. 2012 begann sie, Regie zu führen und inszenierte seither u. a. Past Is Present (2013) und Like A Prayer (2015), mit denen sie auf Festivals in Europa und Indien unterwegs war. 2017 entwickelte sie zusammen mit der Autorin Tina Müller Children of Tomorrow fürs Münchner Volkstheater. 2018 entstand The end of the world as we know it, das u.a. am Festival Politik im freien Theater in München zu sehen war und 2019 BUNKERN am Luzerner Theater. Ausführliche Expeditionen und Recherchen stehen am Anfang ihrer oft dokumentarischen Theaterarbeiten.

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© Guillaume Musset