Unbestimmte Bewegung: daniel’s destruction – Sophiensæle | Freies Theater in Berlin

Unbestimmte Bewegung: daniel’s destruction

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daniel’s destruction verhandelt den tatsächlichen Todesfall eines in die Sexarbeit genötigten jungen Mannes, sein nahes soziales Umfeld sowie die letzten Wochen vor seinem Tod an einer Überdosis. Ein Lebensgefühl zwischen Sexdates, Rausch und Drogenhandel wird hier aus verletzlicher, selbstkritischer Innenperspektive beleuchtet. Das Projekt ist eine Momentaufnahme sozialer Verhältnisse und schwuler Lebenserfahrungen im heutigen Berlin. daniel’s destruction nähert sich einem Trauerprozess inmitten von Stigma und Scham.

Einfach gesagt

daniel's destruction erzählt die wahre Geschichte eines jungen Mannes in Berlin. Er wurde zur Sexarbeit gedrängt und starb an einer Überdosis. Das Stück zeigt seine letzten Wochen und sein Umfeld. Es geht um Trauer, Scham und schwules Leben heute.

Das Stück thematisiert verschiedene Formen von Gewalt, Missrbauchs- und Abhängigkeitsverhältnisse, sexuelle Gewaltfantasien, Sucht, Ko-Abhängigkeit, Tod durch Überdosis, Mysogynie, Erkrankung und diskriminierendes Gesundhheitssystem.

Wenn aus den folgenden Informationen Fragen offenbleiben, wenden Sie sich gerne an Stefanie Hauser unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35.

Dauer

  • Ca. 70 Minuten ohne Pause

Sprache

  • Deutsche Lautsprache mit englischen Untertiteln
  • Das Stück ist sehr textlastig.

Licht

  • Die Lichtstimmung ist durchgängig eher hell.
  • Es gibt keine abrupten Lichtwechsel.

Sound

  • Es gibt eine durchgängige Sprech- und Musikkulisse.
  • Es gibt keine plötzlichen Geräusche.

Sonstiges

  • Es gibt drei große Videoprojektionen, die sehr nah am Publikum sind.
  • Die Bilder wechseln teilweise sehr schnell.
  • Es gibt eine Live-Kamera, die an zwei Stellen ins Publikum filmt. Die Bilder werden nicht zwischengespeichert.
  • Das Publikum kann einem Chat beitreten, welcher auf einer Leinwand projiziert wird.

Publikum

  • Bestuhlte Tribüne
  • 2 Sitzsackplätze buchbar nach Verfügbarkeit
  • 2 Rollstuhlplätze buchbar nach Verfügbarkeit

Early Boarding

  • Es wird einen langen Einlass geben.

Tickets

  • Über das Kartentelefon reservierbar unter 030 283 52 66, Montag bis Freitag von 16-18 Uhr
  • Über den Online-Ticketshop
  • An der Abendkasse

Weitere Informationen zur Barrierefreiheit am Haus finden Sie außerdem hier.

Regie: Yannik Böhmer
Text: Nicolaas van Diepen
Fassung, Dramaturgie: Elena Kaufmann
Performance: Nicolaas van Diepen, Shlomi Moto Wagner, Tim-Fabian Hoffmann
Musik: Erik Leuthäuser, Shlomi Moto Wagner

Eine Produktion der Unbestimmten Bewegung in Koproduktion mit Sophiensæle. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, den Bezirk Mitte und die Akademie der Künste. Medienpartner: Missy Magazine, Siegessäule, taz.

Die Unbestimmte Bewegung ist ein Zusammenschluss aus Künstler*innen verschiedener Sparten, der sich mit marginalisierten sozialen Räumen auseinandersetzt. Ziel ist es, dem Unbestimmten eine Stimme zu geben und so häufig übersehene gesellschaftliche Momente ins Licht zu rücken – ohne, dass ihre Uneindeutigkeit aufgelöst werden möchte.

Nicolaas van Diepen studierte an der Otto-Falckenberg-Schule und gastierte ab 2014 am Berliner Ensemble in Robert Wilsons Faust I & II und wurde 2018 für swing. dance to the right (Aktionstheater Ensemble) von Theater heute als bester Nachwuchsschauspieler genannt und für den Nestroy nominiert. Mit Carina Riedl entwickelte er Fluss im Bauch in der DR Kongo und spielte 2020 den Schernikau in legende an der Volksbühne Berlin. Er ist Gründungsmitglied der Unbestimmten Bewegung, arbeitet interdisziplinär und schreibt Lyrik und Prosa (teilweise unter dem Pseudonym niko).

Elena Kaufmann, Studium Komparatistik und Philosophie in München und Paris, ist freie Dramaturgin und Autorin. Sie schreibt Gedichte und Prosa und arbeitet multimedial mit Textbild und Video. Ihr Künstlerbuch Dear world you have made the persons slow (São Paulo/ Berlin: COISAS QUE MATAM, 2021) wurde international ausgestellt. 2027 erscheint ihr Lyrikband Hiat Heute, in dem sie sich mit Wahrnehmung im Informationszeitalter beschäftigt. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Yannik Böhmer begann in der freien Szene, bevor er als Regieassistent am Deutschen Theater Berlin arbeitete und erste Inszenierungen für junges Publikum entstanden. Er absolvierte den Master in Theaterregie in Zürich unter der Leitung von Nicolas Stemann. Neben seiner Abschlussarbeit Einige Nachrichten an das All von Wolfram Lotz erforscht er neue Formate an der Schnittstelle von Theater und Videokunst, etwa Zombie TV (Zürcher Theater Spektakel), Remote Together (Gessnerallee, Ballhaus Ost, Theater Rampe). Seit 2022 ist er Stipendiat der Sektion Darstellende Kunst an der Akademie der Künste Berlin.

Erik Leuthäuser ist ein junger Sänger und Komponist, der im Grenzbereich von Jazz und Experimental Pop arbeitet und dabei vermehrt die deutsche Sprache einsetzt. Er lebt in Berlin und studierte u.a. bei Judy Niemack Jazzgesang. Sein Debütalbum In the Land of Oo-Bla-Dee wurde 2015 für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. Er sang Background für Quincy Jones, George Benson, Dee Dee Bridgewater und Jacob Collier und nahm Alben mit Jazzlegenden wie Ken Peplowski, Alan Broadbent und Kurt Rosenwinkel auf. 

Shlomi Moto Wagner ist Performer*, Opernsänger*, Songwriter* und Drag-Queen alias Mazy Mazeltov. Geboren in Israel, studierte sie an der Tel Aviv Music Academy und der Manhattan School of Music (MA in Interdisciplinary Arts). Als Opernsänger* trat sie weltweit mit Orchestern auf. Seit 2012 lebt sie in Berlin und arbeitet mit Opernensembles und experimentellen Theaterschaffenden wie Philine Rinnert und Johannes Müller. Sie ist Gründerin des House of Mazeltov, erforscht performativ Stimme, Geschlecht und Identität und präsentierte Performances wie Salvation und ADAMA: secret life of stones.

Tim-Fabian Hoffmann wurde in Rheine geboren. Seit seinem Schauspielstudium am Mozarteum Salzburg arbeitet er freischaffend für Theater, Film & Fernsehen. Engagements brachten ihn u.a. an die Schaubühne Berlin, das Living Dance Studio Beijing sowie regelmäßig ans Schauspielhaus Bochum und das Stadttheater Ingolstadt. Im Spielfilm Desire Will Set You Free (Regie: Yony Leyser) stand er mit Queer-Ikonen wie Peaches, Nina Hagen und Amber Benson (Buffy – Im Bann der Dämonen) in einer der Hauptrollen vor der Kamera. Lasvegas (Regie: Kolja Malik) lief ebenfalls 2024 deutschlandweit in den Kinos.

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