Johannes Müller / Philine Rinnert + Paul Frick Nothing will be archived oder die Herrin der Welt

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Theaterfilm

Dezember 04 05 06
Online

Auf deutscher Laut- und Gebärdensprache (DGS)

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Mit dem Abspielen des Videos stimme ich der Datenschutzerklärung von Vimeo und damit auch der Übertragung von Daten in die USA zu.

Als musikalisch-performatives Stummfilm-Theater lauschen Johannes Müller/Philine Rinnert historischen Schauplätzen in der Peripherie Berlins ihre bis heute nachhallende Geschichte ab.

Ausgangspunkt von Nothing will be archived oder Die Herrin der Welt ist die vergessene Filmstadt Woltersdorf. Hier realisierte der Regisseur und Produzent Joe May im Jahr 1920 u. a. die achtteilige Monumentalfilm-Reihe Die Herrin der Welt, die bis dato teuerste deutsche Filmproduktion und eines der ersten großen Serials – ein Genre, das das Kino bis heute prägt. In den Überresten der Filmstadt liegen Sedimente deutscher Geschichte über- und nebeneinander: Aus ihnen lässt sich Kolonialgeschichte genauso lesen wie die Geschichte der Weimarer Republik und des aufziehenden Nationalsozialismus, der Joe May schließlich zwang Deutschland zu verlassen. Die Schichten überlagern und überschreiben sich durch die verschiedenen politischen Systeme immer und immer wieder.
In einer unmöglichen filmischen Recherche in der Peripherie Berlins suchen Johannes Müller, Philine Rinnert und Filmemacher Manuel Kinzer nach den Überresten dieser untergegangenen Kino-Geschichte und setzen sie in einen Kontext mit anderen Berlin-nahen Schauplätzen inszenierten (politischen) Spektakels. In Zusammenarbeit mit Komponist Paul Frick – Mitglied der Techno-Formation Brandt Brauer Frick – und mit einem Ensemble aus Performer*innen und Instrumentalist*innen verknüpfen sie das entstehende Bildmaterial zu einem Stummfilm-Theater über die abgespielten Kulissen deutscher Geschichte. Sind die Relikte, die wir sehen und hören, wirklich vergangen?

Informationen zum Stück in deutscher Gebärdensprache (DGS)

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INFORMATIONEN ZUR BARRIEREFREIHEIT
Der Film dauert 60 Minuten und findet in deutscher Laut- und Gebärdensprache statt. Es kommt teilweise sehr laute (Techno-)Musik darin vor. Der Video-Stream ist so relaxed wie euer heimisches Drumherum: Macht es euch gemütlich und passt die Lautstärke und Helligkeit auf eurem Rechner euren Wünschen entsprechend an. Wer möchte, kann das Video jederzeit pausieren und weiterspielen. Bei Fragen oder für weitere Informationen wendet euch gerne an Gina Jeske unter jeske@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35.

JOHANNES MÜLLER / PHILINE RINNERT entwickeln Musiktheater-Hybride, die sowohl die Vergangenheit der Oper, ihre Wirkung und Techniken ins Visier nehmen, die aber auch eine Archäologie der Gegenwart sind, von Entertainment und Queer Culture. Für die Arbeit Reading Salomé erhielten sie 2016 den Jurypreis beim Favoriten-Festival. Im Jahr 2019 wurden sie mit White Limozeen zum Theaterfestival Impulse eingeladen. www.johannesmueller.eu | www.philinerinnert.de

KONZEPT, LEITUNG Johannes Müller, Philine Rinnert MIT Hauke Heumann, Steve Stymest u.a. KOMPOSITION Paul Frick KAMERA, SCHNITT Manuel Kinzer PRODUKTION ehrliche Arbeit - freies Kulturbüro

Eine Produktion von Johannes Müller / Philine Rinnert in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE. Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Medienpartner: taz. die tageszeitung

Spielplan
Interrobang Livestream: Familiodrom
livestream
Dezember 08 09 | 19.30 Uhr
Dezember 12 13 | 16.00 Uhr
Livestream
Online | 10/7 EURO

In Familiodrom bringt Interrobang gemeinsam mit dem Online-Publikum ein Kind zur Welt. Sofort steckt das frisch gebackene Elternkollektiv im ideologischen Sumpf aus Stoffwindeln, Fertigbrei, Schlaftraining, Scham und Schuld.

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Company Christoph Winkler It's All Forgotten Now
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Dezember 11-18 Tanz/Film
Online | Ab 11. Dezember hier zu sehen

Tanz trifft Musik, Film, Video und Spoken-Word: Die performative Hommage an Mark Fisher ist als Online-Adaption auf Englisch mit deutscher Audiodeskription vom 11.-18. Dezember hier zu sehen.

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Saša Asentić & Collaborators and Bojana Cvejić Running Commentary on Dis_Sylphide
S.Asentic_Dis_Sylphide_AnjaBeutler.de_HP
Dezember 20 | 11.00 Uhr Zoom-Webinar
Online | Eintritt frei

Im Zoom-Webinar Running Commentary on Dis_Sylphide mit deutscher Audiodeskription kommentieren internationale Künstler*innen mit und ohne Behinderungen das Video einer Aufführung von Dis_Sylphide live auf separaten Audiokanälen.

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Tanztage Berlin 2021

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JANUAR 07 bis ∞

Da harte Zeiten wütendes Tanzen erfordern, untersucht die 30. Ausgabe der Tanztage Berlin unter der neuen Leitung von Mateusz Szymanówka die antiautoritäre Tradition des Tanzes. Im dystopischen „Jetzt“ after the afterparty präsentiert das Festival ab dem 7. Januar zwölf Arbeiten von Berliner Nachwuchschoreograf*innen, die den revoltierenden Körper erkunden - in seiner Zerbrechlichkeit, Sterblichkeit und der Fähigkeit, sich selbst und andere zu transformieren. 

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