Julian Warner AFTER EUROPE. BEITRÄGE ZUR DEKOLONIALEN KRITIK

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© Dorothea Tuch
Buchvorstellung auf Zoom
Mai 20 | 19.00 Uhr
Online
Eintritt frei
auf Deutsch

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Postkolonialismus, Dekolonisierung und Identitätspolitik sind in aller Munde. Mit diesen Schlagworten und Diskursen wird um Ressourcen, Zugänge und Deutungshoheit gerungen. Aber wie lässt sich jenseits der inszenierten Fronten der Debatten produktiv über ihre inhärenten Widersprüche und hiesigen Ableitungen diskutieren? Ist der Universalismus für immer passé? Wie erfassen wir nicht-westlichen Imperialismus? Und was bitte ist der Unterschied zwischen dekolonial und postkolonial?

Im Herbst 2019 lud der Kurator Julian Warner die Kunstvermittlerin Nora Sternfeld, die Protestforscherin Olga Reznikova und den Kulturanthropologen Rohit Jain im Rahmen des Festivals After Europe an die Sophiensæle zu einem Symposium ein, um zentrale Begriffe und Fragestellungen dieser Diskurse zu diskutieren. Es entfaltete sich ein nuancierter Streit, bei dem offen diskutiert und nicht gleich festgestellt wurde. Nun ist eine editierte Version dieser Diskussion im Verbrecher Verlag erschienen. Zeit für einen Rück- und Ausblick.

ROHIT JAIN ist Sozialanthropologe, künstlerischer Forscher und Kulturaktivist aus Bern. 2014 hat er an der Universität Zürich zur transnationalen Repräsentationspolitik von schweizerisch-indischen Second@s zwischen Assimilation, Exotik und Diaspora promoviert. Weiter hat er zu Rassismus und Humor im Fernsehen, zur Dekolonisierung von Kulturinstitutionen und zu kultureller Teilhabe geforscht und publiziert. Rohit Jain hat an künstlerischen Forschungsprojekten der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) zur Ästhetik der Agglomeration (2014) sowie zum Schweizer Goldhandel (2016) mitgewirkt, war Teil der Expert*innengruppe im Projekt Die Ganze Welt in Zürich an der Shedhalle Zürich (2016/2017) und mitverantwortlich für die daraus entstandene antirassistische Happeningreihe Salon Bastarde. Er ist Mitbegründer des Berner Rassismusstammtisch und Mitglied des Netzwerks Institut Neue Schweiz INES.

OLGA REZNIKOVA ist Kulturanthropologin. Sie studierte zuerst am St. Petersburger Institut für Jüdische Studien und dann an der LMU München. Nach dem Abschluss im Fach Europäische Ethnologie (2012) arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der LMU und der Georg-August-Universität Göttingen, unter anderem im DFG-Projekt Urbane Ethiken. Von 2015 bis 2020 promovierte sie in Göttingen zum Thema Arbeiter*innenproteste in Russland, wofür sie einen Fernfahrerstreik in der Nähe von Moskau mehrere Jahre ethnografisch begleitete. Sie publiziert journalistische und wissenschaftliche Artikel zu den Themen Feminismus, Rassismus, Protestkultur und Antisemitismus auf Russisch, Deutsch und Englisch.

JULIAN WARNER arbeitet als Kulturanthropologe transdisziplinär in den Bereichen Kuration, Musik, Performancekunst und Wissenschaft. Er ist künstlerischer Leiter des Festivals der Kulturregion Stuttgart 2022 und Kurator für das Performancefestival Spielart (München). Unter dem Alias Fehler Kuti veröffentlicht er Diskurs-Pop. Er war Performer diverser Essay-Performances von Oliver Zahn sowie Dramaturg und Ethnograf von Anta Helena Reckes Schwarzkopie Mittelreich. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete er am Institut für Kulturanthropologie der Georg-August-Universität Göttingen und ist mit Elisa Liepsch Ko-Herausgeber des Sammelbandes ALLIANZEN — Kritische Praxis an weißen Institutionen. Als Teil von HAUPTAKTION gab er zusammen mit Hannah Saar und Oliver Zahn den Band Texte zur Turnkunst im Verbrecher Verlag 2020 heraus.

Mit Rohit Jain, Olga Reznikova, Julian Warner

Spielplan
T.Will
NEW TECHNIQUES II: RESIDENCY SHOWING
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Mai 18-29

Mai 17 | 19 Uhr | ARTIST TALK Zur Anmeldung geht es HIER

Im Rahmen des Residenzprogramms NEW TECHNIQUES laden wir zum Online-Showing von T.Will ein, der gemeinsam mit seinem Team Einblicke in ihre Recherche rund um die Wechselbeziehung von Race, Gender und Melancholie gibt. >> Hier geht es zum Film + DJ Set

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Joana Tischkau
BEING PINK AIN'T EASY
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Mai 20 | 16.00 Uhr
Mai 21-31
Juni 01 02 03
10/5 Euro
Tickets

Gangstas, Pimps und Hoes: Die US-Rap-Welt ist durchtränkt von Bildern übersteigerter Männlichkeit. Joana Tischkau nimmt dies zum Anlass, die Fragilität sozialer Konstruktionen wie Race und Geschlecht sichtbarzumachen. Wir zeigen die Performance als Filmfassung.

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Julian Warner
AFTER EUROPE. BEITRÄGE ZUR DEKOLONIALEN KRITIK
Einführung_Foto_DorotheaTuch5031
Mai 20 | 19.00 Uhr
Eintritt frei

Im Rahmen des Festivals After Europe lud der Kurator Julian Warner im Herbst 2019 zu einem Symposium an die Sophiensæle ein, um mit seinen Gästen über zentrale – und streitbare – Begriffe und Fragestellungen rund um Postkolonialismus, Dekolonisierung und Identitätspolitik zu sprechen. Nun ist eine editierte Version der Diskussion im Verbrecher Verlag erschienen.

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KRISTINA + KAROLINA DREIT, ANNA TRZPIS-MCLEAN
FASHIONSHOW: WORKING CLASS DAUGHTERS
Fashionshow Working Class Daughters_Foto neu_c_Kristina Dreit_HP
Mai 26 | 15.00 Uhr
Mai 27 28 29 30
Eintritt frei

Im Rahmen von PAF Introducing … verhandelt die Online-Installation Fragen von Klasse, Geschlecht und Migration. Auf subtile Weise wird mit Konventionen von Fashion-Shows gespielt und auf ein aktuelles Phänomen verwiesen, bei dem sogenannte „Workwear“ in High Fashion-Kontexten Einzug hält. What's classy if you're rich, but trashy, if you're poor?

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KRISTINA + KAROLINA DREIT, ANNA TRZPIS-MCLEAN
Artist Talk
Fashionshow Working Class Daughters_Foto neu_c_Kristina Dreit_HP
Mai 28 | 20.00 Uhr

Mit dem ARTIST TALK gibt es die Möglichkeit, das Projekt Working Class Daughters und die Themen der Arbeit weiter kennenzulernen.

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hannsjana
Die große M.I.N.T.-Show
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Mai 29 30 | 18.00 Uhr
Mai 31 | 19.00 Uhr
Juni 01 | 19.00 Uhr
Solidarische Preisstufen 5-25 Euro
Tickets

Die große M.I.N.T.-Show goes online! hannsjana programmieren im Rahmen des Performing Arts Festivals 2021 in gewohnt humorvoller Manier ein Zoom-Meeting in eine Late-Night-Show um und stellen sich den Ausgrenzungsmechanismen wissenschaftlicher Disziplinen.

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Specials
Festival
Tanztage Berlin 2021
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© Jan Grygoriew

JANUAR 07 bis ∞

Liebes Publikum, liebe Freund*innen der Tanztage Berlin,

aufgrund der anhaltend unsicheren Planungssituation müssen wir euch schweren Herzens mitteilen, dass das Festival – nach dreimaliger Verschiebung seit Januar 2021 – in diesem Jahr nicht stattfinden wird. Die zwölf geplanten Performances haben eine Einladung zur nächsten Ausgabe der Tanztage im Januar 2022 erhalten. Den Künstler*innen sind ihre Produktions- bzw. Wiederaufnahmeförderung und Ausfallhonorare ausgezahlt worden. Sie haben Probenräume sowie dramaturgische Unterstützung während der gesamten Spielzeit erhalten, sodass die künstlerischen Arbeiten nun fertig und bereit sind, um live präsentiert zu werden. Am 1. Juli veröffentlichen wir zudem eine neue Ausschreibung für die Tanztage Berlin 2022.

Wir möchten uns bei den Künstler*innen und unserem Publikum für die Geduld und das Verständnis bedanken. Außerdem haben wir uns sehr über das Interesse am Online-Kickoff der Tanztage im Januar gefreut – die Podcasts zum Online-Kickoff findet ihr weiterhin auf unserer Webseite
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