Barnett Cohen: pain is a cave – Sophiensæle | Freies Theater in Berlin
Barnett Cohen: pain is a cave
New Yorker Künstler*in Barnett Cohen ist zum ersten Mal zu Gast an den Sophiensælen. In Cohens Arbeiten werden Sprach-Scores und Choreografie zu Gesamtkunstwerken kombiniert. Dazu verwebt Cohen in unterschiedlichen Lautsprachen eigene Texte mit Gefundenem aus Textnachrichten, Dating-Apps, Speculative Fiction, Queer Theory und Lyrik. Lineare Zeit, Gender und Sexualität zersplittern zu flüchtigen Formen, gestaltlosen Existenzen und subversiven Handlungsaufrufen.
Auch die Choreografie mixt unterschiedliche Bewegungsvokabulare: vormoderner, moderner und postmoderner Tanz, Bühnenkampf und Intimitätskoordination, Videospiele, Cheerleading, Schönheitswettbewerbe, Tanzwettbewerbe, Rave-Kultur und TikTok. Alles fließt ineinander wie ein digitaler Stream. Innerhalb dieses Bewegungsspektrums inszenieren die Performer*innen genau choreografierte Zusammenstöße, Kampfszenen und queere Berührungen. Körper prallen kontrolliert aufeinander und münden in langen zärtlichen Umarmungen. Darin spiegelt sich eine queere Körperpolitik: von brodelnder Wut über Gewaltfantasien, strategische Unsichtbarkeit und trotzige Präsenz bis hin zum Wunsch nach Nähe. Dabei beziehen die Performer*innen das Publikum in den kollektiven Rausch des Weltenbauens ein.
Die Infos zur Barrierefreiheit sind in Arbeit und werden so bald wie möglich erweitert. Wenn bis dahin Fragen offenbleiben, wenden Sie sich gerne an die Kommunikationsabteilung unter barrierefreiheit@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 35. Bitte beachten Sie, dass sich Einzelheiten gegebenenfalls bis zum Veranstaltungstag ändern. Sollten Sie deshalb erst nach dem Erwerb Ihres Tickets erfahren, dass die Vorstellung für Sie nicht länger barrierefrei ist, können Sie uns bis 5 Werktage nach der Veranstaltung für eine Ticketrückgabe unter ticketing@sophiensaele.com oder 030 27 89 00 45 kontaktieren (Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr).
Early Boarding
Falls die Tür zum Saal aus künstlerischen Gründen erst sehr kurz vor Vorstellungsbeginn öffnet, besteht die Möglichkeit zum Early Boarding.
Tickets
- Über das Kartentelefon reservierbar unter 030 283 52 66, Montag bis Freitag von 16-18 Uhr
- Über den Online-Ticketshop
- An der Abendkasse
Weitere Informationen zur Barrierefreiheit am Haus finden Sie außerdem hier.
Choreografie: Barnett Cohen
Performance: Sally Butin, Ina Jia Guo, Ted Littlemore, Maque Pereyra, Veronika Tikhonova
Produktionsleitung: Moira L Sunter Garee
Intimitätskoordination: Frida Giulia Franceschini
Styling: JenniLee, Mané Bonamin
Fotografie: Peteris Viksna
Lichtdesign: Jazz
Eine Produktion von Barnett Cohen in Koproduktion mit Sophiensæle and Callie’s. Medienpartner: The Berliner, Missy Magazine, Siegessäule, taz, tip Berlin.
Barnett Cohen lebt in New York und arbeitet an der Schnittstelle von bildender Kunst und Choreografie. Cohen komponiert textbasierte Scores für experimentelle Tanzperformances. Arbeiten von Cohen wurden u. a. auf der Biennale di Venezia 2026 gezeigt, bei Amant, bei Canal Projects im Rahmen von Performa 2023, im Centre Wallonie-Bruxelles im Rahmen von Performissima, in der Kunsthall Trondheim, in der Judson Memorial Church (im Rahmen von Movement Research und JUF), bei RECESS, mit Creamcake im Tropez, bei JOAN, im Center for Performance Research, beim Exponential Festival, bei International Objects, im Institute of Contemporary Art Los Angeles, bei LAXART, Human Resources, The Box, REDCAT, Rupert, in der Ryan Lee Gallery, bei JDJ und im International Center of Photography. 2021 veröffentlichte Open Space/SFMOMA eine Sammlung von Gedichten Cohens gemeinsam mit Gedichten der verstorbenen Künstlerin und langjährigen Kollaborationspartnerin Simone Forti. Residenzen führten Cohen u. a. zu Pioneer Works, Denniston Hill, Skowhegan, MacDowell, Rupert, NARS und Callie’s. Cohen erhielt ein Stipendium der Foundation for Contemporary Arts. Besprechungen und Features zu Cohens Arbeit erschienen u. a. in BOMB, The New Yorker, The New York Times, T Magazine, Artforum, The Brooklyn Rail, Hyperallergic, Cultured, der Financial Times und Riting.