Sophienstrasse 18
10178 Berlin-Mitte
Saison 24/25
17:00
Start: Zur letzten Instanz (Waisenstraße 14-16, 10179 Berlin)
Performativer Spaziergang Ticket
Tanz Ticket Premiere
Post-Drag-Comedy Ticket Premiere
Tanz Ticket Premiere

Thorsten Lensing / Jan Hein:
Anton Tschechow: Onkel Wanja

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Thorsten Lensing / Jan Hein:
Anton Tschechow: Onkel Wanja

In ?Onkel Wanja? stellt sich Tschechow zwei Fragen: Wie soll man leben? Und: Warum leben wir nicht so, wie wir leben könnten? Also: Wie entsteht unsere Normalität? Die Figuren flüchten vor den Möglichkeiten, die im Neuen liegen, und das Stück beobachtet sie dabei. Die Komik entsteht aus der Sehnsucht, sich aus den erstickenden Umständen des Alltäglichen erheben zu wollen, und aus dem schmerzlichen Sturz zurück in die Banalität. Der Klassiker ?Onkel Wanja? in der viel beachteten Inszenierung von Thorsten Lensing und Jan Hein ist Anfang Juli in einer Wiederaufnahme zu sehen.

?Das Regie-Duo Thorsten Lensing und Jan Hein erzählt den Vierakter 'Onkel Wanja' rau und trotzig im Ton, nervenzerfetzend und erschreckend brutal. Eine erbärmliche, dreckige Provinz mit furchtbar komplizierten Charakteren. Und die werden von einem herausragenden Ensemble gespielt, dass die Zuschauer mit zieht in einen Strudel aus seelischen Grausamkeiten. Nur dass die Tragödie hier nicht mit ausladenden Gesten daher kommt, sondern beiläufig lakonisch.? (Borowczyk, Berliner Morgenpost)

?Es ist ein brutalisierter Tschechow, exakt gelesen und ausbuchstabiert. Für seine reduzierte Genauigkeit ist Lensing, der seit den 90er Jahren Regie führt, bekannt: einfache Theatermittel, ein schlichter Bühnenraum, klare Sprache. Mehr braucht es nicht. [...] Die Preisgabe der Figuren und ihrer Darsteller grenzt ans Absolute. Wie nach einem langen weiten Umweg kommt diese Aufführung Tschechow gefährlich und bestürzend nahe.? (Wilink, WDR)

?Elektrisiert von der Selbstverständlichkeit, mit der Theater hier funktioniert, fragt man sich: Wieso ist das so selten?? (Seidler, Berliner Zeitung)

Mit: Margot Gödrös, Ursina Lardi, Josef Ostendorf, Ursula Renneke, Devid Striesow, Christoph Tomanek, Rik van Uffelen
Inszenierung: Thorsten Lensing & Jan Hein
Bühne: Hannah Landes
Kostüme: Anette Guther
Dramaturgie: Jan Hein
Technische Leitung: Andreas Harder
Produktionsleitung: Ina Zimmermann
Regieassistenz/Requisite: Karoline Hoefer
Kostümassistenz: Daniela Selig
Kostümhospitanz: Cornelia Wagner

Eine Produktion von Theater T 1 in Koproduktion mit Sophiensaele, Theater im Pumpenhaus Münster, Theater am Neumarkt Zürich / Zürcher Festspiele, Kampnagel Hamburg und schauspielfrankfurt.

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und des Kulturamts der Stadt Münster. Mit freundlicher Unterstützung der Stadt und des Kantons Zürich und des ewz-Unterwerk Selnau ? die Energie.

Die Wiederaufnahme wird ermöglicht aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Foto: Josef Ostendorf, Devid Striesow, Ursina Lardi (v.l.) © David Baltzer / bildbuehne.de

Thorsten Lensing (*1969) ist freier Regisseur, seit Mitte der 1990er Jahre arbeitet er kontinuierlich mit Jan Hein (*1967) zusammen. Hein begann nach seinem Germanistik-Studium als Regieassistent bei Peter Palitzsch und Dimiter Gotscheff. Seit 2007 ist er als Dramaturg am Schauspiel Köln beschäftigt, 2002 bis 2005 arbeitete er in gleicher Funktion am Schauspielhaus Hamburg und von 1999 bis 2002 am Theater Bielefeld, wo er sich jeweils für die Arbeit mit Lensing freistellen ließ.

Lensing/Hein gewinnen immer wieder namhafte SchauspielerInnen und unterschiedliche KooperationspartnerInnen für ihre Inszenierungen, die dreimal zum Impulse-Festival eingeladen waren: Der König stirbt / Die letzten Tage der Menschheit 1996, Sweeney Agonistes 2000 und Catharina von Siena im Jahr 2001.  Ihr Kirschgarten war die Eröffnungsproduktion nach der Teilsanierung der Sophiensæle 2011.

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